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Oper Frankfurt am MainWilly-Brandt-Platz
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Amor vien dal destino
Agostino Steffani (1654-1728)
Premiere: 25.1.2026Oper in drei Akten
Text von Ortensio Mauro nach Vergil
Uraufführung 1709, Hofoper, Düsseldorf
Schon einmal führten die Wege von Agostino Steffani nach Frankfurt. Hier starb der Komponist 1728 auf der Durchreise nach Italien und fand im Kaiserdom seine letzte Ruhestätte. Fast 300 Jahre später erklingt im Frankfurter Opernhaus erstmals die Musik jenes Künstlers, der auch als Diplomat und hoher geistlicher Würdenträger Karriere gemacht hatte. Amor vien dal destino entstand neben sieben weiteren Opern in den 1690er Jahren für das neue Theater im Hannover’schen Leineschloss, wo der Venezianer Steffani im Dienst des Kurfürsten Ernst August als Hofkapellmeister tätig war. Uraufgeführt wurde das Werk allerdings erst 1709 in Düsseldorf.
In kontrastierenden Arien, Rezitativen und Duetten sowie einer außergewöhnlichen instrumentalen und vokalen Farbigkeit erzählen Steffani und sein Librettist jene Aeneis-Episode, in der Aeneas und Turnus um die schöne Lavinia kämpfen. Durch die versprochene Heirat mit Turnus soll sie ihren Vater Latinus retten. Doch Amor hat ihr längst das Traumbild des Aeneas ins Herz gepflanzt … Nach einigen Irrungen und Wirrungen, die der Komponist mal reich verziert, mal überaus lyrisch oder auch derb komödiantisch gestaltet, finden Lavinia und Aeneas endlich zusammen. Gegen Amors Macht ist eben kein Kraut gewachsen.
Zeitgenossen schätzten vor allem Steffanis Kammerduette. Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel ließen sich von seiner Musik beeinflussen. Mit Gottfried Wilhelm Leibniz und Königin Sophie Charlotte von Preußen unterhielt er regen Schriftverkehr und er vermittelte gar im Streit zwischen Kaiser Joseph I. und Papst Clemens XI., woraufhin er zum Gesandten des Heiligen Stuhls ernannt wurde. Während die Krimiautorin Donna Leon seiner bewegten Biografie 2012 einen Roman widmete, brachte Cecilia Bartoli fast zeitgleich seine Musik in mehreren Aufnahmen wieder zum Leuchten.
Musikalische Leitung: Václav Luks
Inszenierung: R.B. Schlather
Bühnenbild: Anna-Sofia Kirsch
Kostüme: Katrin Lea Tag
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Mareike Wink
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 3 ¾ inkl. 1 Pause
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Written on Skin
George Benjamin *1960
Martin Crimp (Libretto) *1956
Premiere: 1.3.2026 Oper in drei Teilen mit Musik von George Benjamin und einem Text von Martin Crimp nach der anonymen okzitanischen Erzählung Guillem de Cabestanh ̶ Le cœur mangé
Uraufführung 2012, Grand Théâtre de Provence, Aix-en-Provence
Ein reicher Mann will sich in einer Buchmalerei verherrlichen lassen. Das Resultat konfrontiert ihn mit einer unbequemen Wahrheit.
Eigentlich besitzt der Protector alles, was er sich wünscht: Geld, Ländereien und den – wie er sagt – »stillen, gehorsamen Körper« seiner Ehefrau Agnès. Mit den Bildern, die er von sich anfertigen lässt, gerät seine Lebensrealität jedoch ins Wanken: Fasziniert von der Kunst und der empathischen Art des jungen Malers, beginnt Agnès eine Affäre mit ihm. Als die beiden dem Protector ihre Verbindung offenbaren, tötet der Betrogene den Maler und nötigt seine nichts ahnende Ehefrau, dessen Herz zu essen. Doch Agnès wendet selbst ihre größte Demütigung in einen persönlichen Triumph.
George Benjamin schuf mit Written on Skin eine der erfolgreichsten Opern des 21. Jahrhunderts. Der Text von Martin Crimp basiert auf der mittelalterlichen Legende vom »verspeisten Herzen«, die sich um den Troubadour Guillem de Cabestanh rankt: Nach der Affäre mit der Ehefrau eines Gönners fand der Künstler einen gewaltsamen Tod. In einer glasklaren Sprache verdichtet Crimp den Stoff zu einem Drama, das durch Benjamins Musik eine ungeheure sinnliche Tiefe entwickelt.
Formal gleicht die Oper einem Spiel im Spiel: Drei Engel, die sich mühelos zwischen Gegenwart und Vergangenheit bewegen, schlüpfen in verschiedene Rollen und treiben das Geschehen permanent voran. Schließlich werden sie zu Zeugen einer Tragödie, in der die Gewaltbereitschaft des Menschen ebenso aufscheint wie dessen schöpferisches Potenzial.
Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühnenbild, Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Silke Willrett
Dramaturgie: Maximilian Enderle
Dauer: ca. 1½ Std. ohne Pause
In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Am 7. März findet das Nachgespräch Oper im Dialog und am 3. Mai die 9. Kammermusik anlässlich der Premiere von Written on Skin statt.
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Mitridate, re di Ponto
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Opera seria in drei AktenText von Vittorio Amedeo Cigna-Santi nach Jean Baptiste Racine
Uraufführung 1770, Teatro Regio Ducale, Mailand
Der alternde König Mitridate will noch einmal heiraten. Doch er spürt, dass seine beiden Söhne ihm die Liebe seiner Verlobten Aspasia wie auch den Thron streitig machen könnten.
Deshalb streut Mitridate nach einer Niederlage gegen die Römer das Gerücht, er habe in der Schlacht den Tod gefunden. Prompt bedrängt sein Ältester Farnace die junge Braut des Vaters, stattdessen ihn zu heiraten. Doch Aspasia liebt insgeheim dessen jüngeren Bruder Sifare und bittet ihn um Schutz gegen Farnaces Annäherungsversuche. Da erscheint der totgeglaubte König von Pontus; er wird begleitet von Ismene, der Farnace einst die Ehe versprach. Die Figuren beginnen, sich argwöhnisch zu belauern. Farnace, der im Bund mit den Römern steht, intrigiert gegen den Vater, während Sifare und Aspasia zwischen ihrer gegenseitigen Liebe und der Loyalität Mitridate gegenüber zerrissen werden. Der Rachsucht des eifersüchtigen Königs ausgeliefert, geraten sie in ihrer Verzweiflung in Todesnähe.
Schier unglaublich, mit welchem psychologischen Feingefühl der erst 14-jährige Mozart die extremen Seelenzustände der Charaktere in Musik übersetzt! Eine Kette von zum Teil höchst virtuosen Arien zu den Klängen eines nicht weniger virtuos geführten Orchesters bezeugt nicht nur Mozarts Erfindungsgabe, sondern gewährt auch realitätsnahe Einblicke in das emotional aufgeladene familiäre Beziehungsgeflecht. Das Wunderkind bringt die starre Form der Opera seria schon in diesem Jugendwerk mit untrüglichem Theaterinstinkt und handwerklichem Können auf eine Weise zum Funkeln, die uns tief berührt.
Musikalische Leitung: Leo Hussain
Inszenierung: Claus Guth
Szenische Leitung der Neuproduktion: Axel Weidauer
Bühnenbild: Christian Schmidt
Kostüme: Ursula Kudrna
Choreografie: Sommer Ulrickson
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Konrad Kuhn
In Koproduktion mit dem Teatro Real, Madrid, dem Teatro di San Carlo, Neapel und dem Gran Teatre del Liceu, Barcelona
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 3 Std. inkl. 1 Pause nach 1 Std. 25 Min.
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Tosca
Giacomo Puccini (1858-1924)
Melodramma in drei AktenText von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Uraufführung 1900
Die letzten Stunden der großen Liebe zwischen der Sängerin Floria Tosca und dem Maler Mario Cavaradossi: Sie können dem Sog aus Macht und Gewalt nicht entkommen. Alle ihre Versuche, dem System des skrupellosen Polizeichefs Scarpia zu entrinnen, misslingen. In der effektvollen Darstellung von extremen Gefühlen, Liebe, Eifersucht und Verfolgung liegt die Kraft von Puccinis Oper. Für diesen Stoff entschied sich der Komponist nach einer faszinierenden Aufführung des gleichnamigen Schauspiels von Victorien Sardou mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle. Seine Vertonung lebt von den scharf umrissenen Charakteren, deren Ausbrüche mit lyrischen Ruhepunkten kontrastieren. Der Regisseur Andreas Kriegenburg konzentriert sich auf ihre private Geschichte, auf das archetypische Beziehungsdreieck, wobei er die Figuren von den gängigen Rollenklischees befreit: Sie könnten Menschen von heute sein, die an der Willkür eines Polizeistaats zerbrechen. Expressive Bilder und genau gezeichnete Porträts der drei Protagonist*innen machen seine Inszenierung zu einer Studie über Machtmissbrauch und Widerstand.
Musikalische Leitung: Elias Grandy
Inszenierung: Andreas Kriegenburg
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild: Harald Thor
Kostüme: Tanja Hofmann
Video: Bibi Abel
Licht: Frank Keller
Chor, Kinderchor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Malte Krasting
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 ½ Std. inkl. 1 Pause nach 50 Min.
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Carmen
Georges Bizet 1838–1875
Opéra comique in drei AktenText von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Uraufführung 1875
Sie lebt im Hier und Jetzt: Carmen, eine der bekanntesten Titelfiguren in der Operngeschichte, bringt den Sergeant Don José um den Verstand und wirft ihn aus der Lebensbahn. Seine Versuche, sie in die ihm bekannte Ordnung zu locken, scheitern an ihrem Freiheitsdrang. Die beiden treiben sich gegenseitig immer weiter in die Enge. Bizets Musik stellt ihre extrem unterschiedlichen Auffassungen von Liebe und Beziehung konsequent gegenüber. Die Fallhöhe reicht vom unbeschwerten Operettenton bis hin zur musikalischen Tragödie. Seit ihrer Premiere 2015 erreichte Barrie Koskys Carmen-Inszenierung Kultstatus und hat seitdem nichts von ihrer Kraft verloren. Sie führt die meistgespielte Repertoireoper der Welt zu den Wurzeln der Opéra comique zurück. In knappen Zwischentexten entwickelt sich die Handlung und steuert dem tragischen Schluss entgegen. Auf dem Weg dahin prallen romantische oder witzige Momente auf die unheimlichen Revue-Szenen der Schmuggler. Durch unerwartete Brüche fasziniert Koskys Vision und spielt virtuos mit den gängigen Carmen- und Spanien-Klischees.
Musikalische Leitung: Jader Bignamini
Inszenierung: Barrie Kosky
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild, Kostüme: Katrin Lea Tag
Choreografie: Otto Pichler
Licht: Joachim Klein
Chor, Kinderchor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 3½ Std. inkl. 1 Pause nach 1 Std. 40 Min.
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Die Passagierin
Mieczysław Weinberg (1919-1996)
Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem EpilogLibretto von Alexander Medwedew
Szenische Uraufführung 2010
Premiere vom 1. März 2015
»Wenn ich es schon überlebt habe und die anderen nicht, dann wohl, um zu bezeugen, was Auschwitz war.« Mit diesen Worten beschrieb Zofia Posmysz einer Schulklasse die Motivation für ihren Roman Die Passagierin. Der polnische Komponist Mieczysław Weinberg, der sowohl unter der Gewalt der SS als auch danach unter dem stalinistischen Terrorregime zu leiden hatte, fand in Dmitri D. Schostakowitsch einen Beschützer und Förderer. Von ihm erhielt er den Vorschlag, Zofia Posmysz’ Roman als Opernstoff zu vertonen. Regisseur Anselm Weber und Bühnenbildnerin Katja Haß ist die geschickte Verbindung verschiedener Zeitebenen und Räume – Gegenwart und Erinnerung – gelungen: Ende der 1950er Jahre, ein Schiff auf dem Weg nach Brasilien. Gemeinsam mit ihrem Mann Walter reist Lisa in eine neue Zukunft. Doch plötzlich erwacht durch eine Begegnung Lisas Vergangenheit als KZ-Aufseherin in Auschwitz zum Leben. Ist die mitreisende Passagierin die ehemalige Gefangene Marta? Lisa war von deren Tod überzeugt und steht ihr nun gegenüber. Walter sieht seinen Ruf als Botschafter in Gefahr und ist fassungslos – von der Vergangenheit seiner Frau wusste er nichts.
Musikalische Leitung: Leo Hussain
Inszenierung: Anselm Weber
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild: Katja Haß
Kostüme: Bettina Walter
Choreografie: Alan Barnes
Video: Bibi Abel
Licht: Olaf Winter
Chor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Norbert Abels
In mehreren Sprachen mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 3 Std. inkl. 1 Pause nach 1 Std. 10 Min.
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Madama Butterfly
Giacomo Puccini (1858–1924)
Japanische Tragödie in zwei AktenText von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Uraufführung 1904 / Premiere vom 22. Mai 2022
Die Beziehung zwischen Cio-Cio-San, genannt »Butterfly«, und dem US- amerikanischen Marineoffizier Benjamin F. Pinkerton beginnt als pro-forma-Heirat – und entwickelt ungeahnte Konsequenzen: Die junge Japanerin bricht mit ihrer Familie und hofft darauf, ihrer ärmlichen Herkunft zu entkommen; Pinkerton hingegen fühlt sich trotz der überwältigenden Gefühle, die auch in ihm aufkeimen, in dieser »Ehe auf Zeit« nicht gebunden. Als er abkommandiert wird, bleibt Cio-Cio-San zurück; sie erwartet ein Kind von ihm. Unbeirrbar wartet sie auf seine Rückkehr; ihre einzige Stütze ist die getreue Dienerin Suzuki. Doch als Pinkertons Schiff schließlich wieder in Nagasaki anlegt, platzt die Illusion: Er hat in Amerika eine andere Frau geheiratet. Als Cio-Cio-San begreift, dass man ihr auch noch das Kind wegnehmen will, sieht sie keinen Ausweg mehr: Wie schon ihr Vater begeht sie den rituellen Selbstmord. Jenseits vordergründiger exotischer Klischees schält Regisseur R.B. Schlather die menschliche Tragödie heraus, für die Puccini, der Meister des Melos, so bewegende Klänge findet.
Lorenzo Passerini: Inszenierung: R.B. Schlather
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Doey Lüthi
Choreografie: Sonoko Kamimura
Licht: Olaf Winter
Chor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Konrad Kuhn
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 ¾ Std. inkl. 1 Pause nach 50 Min.
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Werther
Jules Massenet (1842-1912)
Drame lyrique in vier AktenText von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann
Uraufführung 1892 / Premiere vom 11. Dezember 2005
Ekstase und Resignation, Traum und Realität, sinnliches Begehren und Todessehnsucht – zwischen diesen Extremen bewegt sich Jules Massenets Erfolgsoper Werther. Im Zentrum dieses fieberhaften Dramas, das auf Goethes 1774 erschienenem Briefroman basiert, steht der Rechtspraktikant Werther und dessen unerfüllbare Liebe zu Charlotte. Diese hatte ihrer sterbenden Mutter versprochen, den erfolgreichen Albert zu heiraten. Charlotte weist Werther daraufhin immer wieder zurück, obwohl sie dessen Gefühle erwidert. Schließlich nimmt sich Werther am Weihnachtsabend das Leben. Jules Massenet übersetzt Goethes skandalumwitterten Roman in ein dichtes Netz aus lyrischen, dramatischen und grotesk-komischen Momenten. Seine 1892 uraufgeführte Partitur weist dabei in ihrer Plastizität bereits auf den musikalischen Verismo voraus. Willy Deckers Inszenierung, die seit mittlerweile 20 Jahren das Publikum begeistert, zeigt Werther als einen Traumwandler zwischen verschiedenen Realitäten. Seine anfängliche Euphorie mündet zunehmend in einem Alptraum.
Musikalische Leitung: Felix Bender
Inszenierung: Willy Decker
Bühnenbild, Kostüme: Wolfgang Gussmann
Licht: Joachim Klein
Kinderchor: Álvaro Corral Matute
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 Std. 40 Min., inkl. 1 Pause nach ¾ Std.
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Tristan und Isolde
Richard Wagner (1813-1883)
Handlung in drei AufzügenText vom Komponisten
Uraufführung 1865 / Premiere vom 19. Januar 2019
Mit seiner Version des seit dem Mittelalter beliebten Tristan-Stoffes revolutionierte Richard Wagner die Musikgeschichte. Sein funktionsharmonisch vieldeutiger »Tristan-Akkord« wurde zum Wegbereiter für die Musik der Moderne und spiegelt den Kern jener tragischen Liebe: eine unstillbare Sehnsucht, die unaufhörlich nach Erlösung strebt.
»Erst im Angesicht des Todes wird es den Liebenden möglich, sich ihrer Liebe rückhaltlos hinzugeben«, sagt Katharina Thoma und lenkt den Blick auf das Unterbewusste, die biografische Verlusterfahrung und die ganz persönliche Lebensbasis der beiden Protagonisten. In einem klaren, konzentrierten Raum von Johannes Leiacker untersucht sie die Gründe einer Beziehungslosigkeit, die für sie über gesellschaftliche Hürden und äußere Bedingungen hinausgehen.
Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Inszenierung: Katharina Thoma
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Irina Bartels
Licht: Olaf Winter
Chor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Mareike Wink
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 4 ¾ Std.: 1. Aufzug, 1 Std. 20 Min., 25 Min. Pause 2. Aufzug ca. 1 Std. 15 Min. 35 Min. Pause 3. Aufzug: ca. 1 Std. 10 Min.
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Intermezzo – Oper am Mittag
Kultur und Kulinarik inmitten einer denkmalgeschützten Kulisse – die Lunchkonzerte sind in der Stadt angekommen und damit in der Mittagspause noch schneller zu erreichen. Vis-à-vis von der Oper in der Neuen Kaiser präsentieren Ihnen Sänger*innen des Opernstudios, Mitglieder der Paul-Hindemith-Orchesterakademie oder Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Kostproben ihrer Arbeit – ein kostenloses musikalisches Intermezzo.Ein Kooperationsprojekt der Deutsche Bank Stiftung und der Oper Frankfurt
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Oper für Kinder - Holle!
Für Kinder ab 6 Jahren
»Holle!« - Kinderoper von Sebastian Schwab, Kai Weßler und Suse PfisterHolle sorgt für alle Wetter: Aber nie kann man’s allen recht machen, immer ist jemand unzufrieden. Den einen ist’s zu heiß, den anderen zu kalt oder viel zu nass. Nun ist Holle sauer, sehr sauer, und reist ab, sollen doch Pech- und Gold-Andi ihren Job übernehmen. Das ist gar nicht so einfach, weil sie die Jahreszeiten durcheinanderbringen. Kurz bevor es zu spät ist, taucht Holle wieder auf. Ist das Klima noch zu retten?
Sebastian Schwabs Komposition von Holle! ist ein modernes Märchen, das mal witzig, mal dramatisch klingt. Er mischt klassische Opernklänge mit modernen Sounds und überraschenden Stilwechseln, bringt bekannte Melodien, Walzer, Wetter und auch schräge Töne zum Klingen. Eine Oper, die von den großen Herausforderungen unserer Welt erzählt, Stimmung macht und dabei ebenso für Lacher wie für Gänsehaut sorgt.
Inszenierung: Silvia Gatto
Bühnenbild: Christoph Fischer
Kostüme: Katharina Sendfeld
Dramaturgie: Deborah Einspieler
Dauer: ca. 1 Std. ohne Pause
Preise: 8 Euro Kinder, 15 Euro Erwachsene
Kita-Gruppen und Grundschulklassen müssen sich anmelden unter: jetzt@buehnen-frankfurt.de
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Familienworkshop "Sänger*innen"
Für Kinder ab 6 Jahren und (Groß-) Eltern
Das Künstliche der Oper ist, dass die Leute nicht miteinander sprechen, sondern singen. Es gibt aber auch viele Situationen auf der Bühne, in denen wie im echten Leben gesungen wird: um jemanden in den Schlaf zu wiegen, jemandem ein Zeichen zu geben oder wenn jemand von Beruf Sänger*in ist. Im Workshop verwandelt sich jede*r in eine Opernfigur und spielt zusammen mit anderen in einer Opernszene mit.Iris Winkler, Leitung
Preise: 8 Euro Kinder, 15 Euro Erwachsene
Treffpunkt 13.50 Uhr an der Opernpforte
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Opernworkshop "Madama Butterfly"
Das Ideal der Liebesheirat ist so hoch wie die Realität der vermittelten Beziehung global verbreitet. Welche Desillusionierung Madama Butterfly bei dem vermeintlichen Superdeal erleidet, schildert Puccinis Oper.Opernliebhaber*innen und Neugierige finden sich in behutsam angeleiteten Schritten zu einem Ensemble. Aus der Perspektive der Opernfiguren lernen sie ein Werk auf aktive, spielerische Weise kennen. Die gezielte Auseinandersetzung mit einzelnen Musikpassagen vertieft das Verständnis und erhöht den Genuss!
Iris Winkler, Leitung
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Familienworkshop "Sehnsucht"
Wie lange dauert es noch, bis wir da sind? Wann kommst du wieder? Aus diesen vertrauten Fragen spricht die Sehnsucht. Wir wünschen uns, jemandem nahe zu sein, oder an einen Ort, an dem wir Schönes erlebt haben oder von dem wir uns Angenehmes erwarten. Für Opernfiguren eine ideale Gefühlslage, die Zeit dafür lässt, sich ihr mit lustvollem Schmerz singend hinzugeben ... Alle suchen sich eine Figur aus und spielen in einer Szene mit.Iris Winkler, Leitung
8 Euro Kinder, 15 Euro Erwachsene
Treffpunkt 13.50 Uhr an der Opernpforte
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Oper für Kinder "Turandot"
Prinzessin Turandot ist klug, stolz – und will auf keinen Fall heiraten. Viele Prinzen haben es schon versucht, doch keiner war schlau genug für ihre kniffligen Rätsel und Aufgaben. Turandot freut sich: Je schwieriger die Fragen, desto länger bleibt sie frei! Dann taucht ein neuer Prinz auf – mutig, neugierig und beeindruckt von Turandot. Alle warnen ihn vor Turandot: ihre beste Freundin Liù und auch die drei Minister Ping, Pang und Pong. Doch der Prinz lässt sich nicht aufhalten und löst tatsächlich alle Rätsel! Turandot ist schockiert. Heiraten – einfach so? Das war nicht der Plan!Der Prinz schlägt ihr einen Handel vor: Wenn sie bis zum nächsten Morgen den Namen des Prinzen herausfindet, ist sie wieder frei. Ganz Peking wird auf den Kopf gestellt, Liù gerät in Gefahr – und Turandot muss sich entscheiden: Was zählt wirklich?
Ein märchenhaftes Abenteuer über Klugheit, Mut und die Kraft der Freundschaft.
Inszenierung: Nina Brazier
Text und Idee: Deborah Einspieler
Dauer: ca. 1 Std. ohne Pause
Vorverkauf ab 15. Januar
Kita-Gruppen und Grundschulklassen müssen sich anmelden unter: jetzt@buehnen-frankfurt.de
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Backstage-Führung – Blick hinter die Kulissen
Sind Sie neugierig, wie es hinter den Kulissen unseres Theaters ausschaut? Möchten Sie wissen, wie es sich anfühlt, einmal selbst auf den »Brettern, die die Welt bedeuten« zu stehen? Dann nehmen Sie teil an einer unserer Backstage-Führungen, bei denen Sie von Kenner*innen des Opernhauses Einblicke auf, unter und hinter die Bühne bekommen.Nur über den Vorverkauf, keine Abendkasse, keine Ermäßigung. Karten erforderlich.
Preis: 7 Euro
Dauer: ca. 1½ Stunden
Treffpunkt: Opernpforte
Aufgrund der großen Nachfrage sind nur max. 4 Tickets pro Person buchbar.
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Kostümwesen-Führung – Vom Entwurf zum Kostüm
Schuhmacherei, Kunstgewerbe, Hutmacherei, Schneidereien, Stofflager, Ankleide, Wäscherei, … Das Kostümwesen umfasst so einige spannende Bereiche, die Sie bei dieser Führung durch die Kostümabteilung entdecken dürfen. Geführt von Expert*innen des Kostümwesens zeichnen wir bei dieser Führung den Weg vom ersten Entwurf zum fertigen Kostüm nach. Neben dem Einblick in die handwerkstechnischen Expertisen zeigen wir Ihnen was Kostüm wirklich bedeutet.Nur über den Vorverkauf, keine Abendkasse, keine Ermäßigung. Karten erforderlich.
Preis: 7 Euro
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Schauspielpforte / Neue Mainzer Straße
Aufgrund der großen Nachfrage sind nur max. 4 Tickets pro Person buchbar.
Kostümwesen-Führung – Vom Entwurf zum Kostüm bewerten:
Bewertungen & Berichte Kostümwesen-Führung – Vom Entwurf zum Kostüm
Werkstätten-Führung – Die Kunst des Bühnenbaus
Entdecken Sie bei dieser Führung die vielen Werkstätten der Städtischen Bühnen Frankfurt. Hätten Sie beispielsweise gewusst, was eine Kascheurwerkstatt ist? Freuen Sie sich auf den wunderschönen Malsaal oder die detailreiche Welt der Theaterplastik. Geführt werden Sie dabei von unseren Expert*innen der Werkstätten, die Ihnen einen individuellen Einblick in Ihren Arbeitsalltag gewähren.Preise: 7 Euro
Nur über den Vorverkauf, keine Abendkasse, keine Ermäßigung. Karten erforderlich.
Aufgrund der großen Nachfrage sind nur max. 4 Tickets pro Person buchbar.
Dauer: ca. 1½ Stunden
Treffpunkt: Opernpforte gegenüber dem Märchenbrunnen.
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Großer Kostümverkauf
von Oper und Schauspiel
Tausende Kostüme von wandelnden Kakteen, Prinzessinnen, Aliens, Gorillas im Tutu, Wikingerkönigen bis hin zu Haute Couture aus den Kostümwerkstätten der Städtischen Bühnen Frankfurt stehen zum Verkauf. Ob Second Life Fashion, das besondere Kostüm zu Fasching, das coolste Kostüm für die nächste Mottoparty oder einfach nur ein Stück Theatergeschichte…wir haben für jede und jeden das passende Outfit. Kommen, stöbern, mitnehmen!Großer Kostümverkauf bewerten:
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Blog der Oper Frankfurt
Informationen zum Ensemble oder den Stücken der Oper Frankfurt.Blog der Oper Frankfurt bewerten:
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Oper Frankfurt am Main
Hochkarätiges Musiktheater ist das Markenzeichen der Oper Frankfurt. Mit Amtsantritt des Intendanten Bernd Loebe 2002 erhielt das künstlerische Profil des Hauses eine neue Prägung, zahlreiche Auszeichnungen und die positive Akzeptanz durch das Publikum bestätigen dies. Der Solisten, der Opernchor und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester stehen für Leistung auf höchstem Niveau. Avancierte Regiekonzepte sowie die Offenheit gegenüber zeitgenössischen Komponisten lenken auch internationales Interesse auf das traditionsreiche Haus. Gleichzeitig wird gängiges Opernrepertoire sorgfältig gepflegt.Oper Frankfurt am Main bewerten:
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- Heute: Tosca
- Premiere: Amor vien dal destino
- Premiere: Written on Skin
- Mitridate, re di Ponto
- Intermezzo – Oper am Mittag
- Backstage-Führung – Blick hinter die Kulissen
- Carmen
- Corinne Winters / Simon Lepper
- 5. Sinfoniekonzert: Arabella Steinbacher / Marek Janowski
- Familienworkshop "Sänger*innen"
- Happy New Ears: Porträt Miroslav Srnka
- Oper für Kinder - Holle!
- Werkstätten-Führung – Die Kunst des Bühnenbaus
- Großer Kostümverkauf
- Kammermusik
- Die Passagierin
- Kostümwesen-Führung – Vom Entwurf zum Kostüm
- Madama Butterfly
- 6. Sinfoniekonzert: Elias David Moncado / Thomas Guggeis
- Opernworkshop "Madama Butterfly"
- Patrick Grahl / Klara Hornig
- Werther
- 7. Sinfoniekonzert: Kirill Gerstein, Thomas Guggeis
- Familienworkshop "Sehnsucht"
- Alice Coote / Julius Drake
- Oper für Kinder "Turandot"
- Tristan und Isolde
- Joseph Calleja / Sarah Tysman
- Happy New Ears: Porträt Iris ter Schiphorst
- 8. Sinfoniekonzert: Alexej Gerassimez / Thomas Guggeis
- Simon Bailey / Anne Larlee
- Happy New Ears: Porträt Hannah Kendall
- 9. Sinfoniekonzert
- Dagmar Manzel
- 10. Sinfoniekonzert
- Blog der Oper Frankfurt
- Die Oper Frankfurt ist das Musiktheater der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main.
- Heute: Wer hat meinen Vater umgebracht

- Morgen: NSU 2.0

- Premiere: Paradiesvögel
- Phädra, in Flammen

- Dingens

- Die verlorene Ehre der Katharina Blum

- Das Bildnis des Dorian Gray
- Spiel des Schwebens

- Heute leider Konzert!

- Die Frau vom Meer – Oder: Finden sich Rudimente einer UR-Fischart im menschlichen Gemüt?

- Cold Case: Gretchen brennt

- Wir haben es nicht gut gemacht

- So langsam, so leise

- Bühne des Schauspiel Frankfurt