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© Hans Jürgen Landes
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Schauspielhaus Bochum

Das Schauspielhaus Bochum ist seit mehr als hundert Jahren eine der führenden Spielstätten für zeitgenössisches Theater und darstellende Kunst in der deutschsprachigen Theaterszene. Seit 2018 ist Johan Simons Intendant. Er und das Team des Schauspielhaus Bochum verstehen diesen Ort als ein Stadttheater für das 21. Jahrhundert, in dem Künstler*innen aus verschiedenen Nationen und Kulturen und unterschiedlichen Disziplinen eine kreative Heimat finden. Das Herzstück des Theaters ist das feste Schauspielensemble, das kulturelle Einflüsse aus verschiedenen Nationen Europas und der Welt mitbringt.

In jeder Spielzeit produziert das Schauspielhaus Bochum neue Aufführungen von Schauspiel, Tanz und interdisziplinärer Kunst und gastiert damit auch in anderen Theatern in Deutschland und Europa sowie auf internationalen Festivals. Für sein herausragendes Programm wurde es im Jahr 2022 zum Theater des Jahres in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz gekürt.

Teil des Theaters ist auch das Junge Schauspielhaus, das seit 2018 von Cathrin Rose geleitet und dessen Programm von neuen Erzählformen für eine moderne und diverse Stadtgesellschaft geprägt wird.

Das Schauspielhaus Bochum verfügt über vier Spielstätten: das Schauspielhaus (bis zu 800 Plätze), die Kammerspiele (400 Plätze), das Oval Office (100 Plätze) und in 2 Kilometern Entfernung das Theaterrevier, die Spielstätte für Kinder- und Jugendtheater des Jungen Schauspielhauses.

Kontakt

Schauspielhaus Bochum
Hans-Schalla-Platz
D-44789 Bochum

Telefon: +49 (0)234 / 3333-5555
Fax: +49 (0)234 / 3333-5512

 

THEATERKASSE:
Kassenfoyer des Schauspielhauses
Königsallee 15, 44789 Bochum
T +49 (0)234 / 3333 5555
F +49 (0)234 / 3333 5512
E tickets@schauspielhausbochum.de
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Schauspiel

Eschenliebe

von Theresia Walser

Premiere: 13.4.2024

Ein Mann ist unterwegs zu der Geliebten, in einer Sommernacht, er hat Wasser für sie dabei, denn es ist heiß und sie am Verdursten. Er trifft unterwegs Albert, seinen Kollegen, der seltsam reagiert. Doch was ist dabei, wenn man die Liebste retten will, sich sehnt nach ihr? Nur weil es sich um eine Esche handelt, soll das Fühlen, ja das Begehren plötzlich falsch sein? Wer entscheidet, was „normal“, was „anders“ ist – zumal in einer Welt, die außer Kontrolle geraten ist, in der die Natur kollabiert und die Bundfalte regiert? Ein Stück zwischen Komik und Kollaps in Zeiten der Klimakatastrophe.

Regie: Albrecht Schroeder
Mit: Dominik Dos-Reis

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Schauspiel

Die kahle Sängerin

von Eugène Ionesco

Premiere: 25.4.2024

aus dem Französischen von Serge Stauffer

Eugène Ionesco war sehr erstaunt, dass die Zuschauer*innen über sein erstes Stück lachten. Eigentlich hatte er mit Die kahle Sängerin doch eine „Tragödie der Sprache“ schreiben wollen, komponiert aus zusammenhanglosen, aber inhaltlich richtigen Konversationsbeispielen aus seinem Englischunterricht. Im Kreuzfeuer: eine sich hinter leeren Sprachhülsen verschanzende kleinbürgerliche Nachkriegsgesellschaft. Daraus entstand ein Stück ohne Sinn, aber mit Handlung.

Ein Abend bei Mr. und Mrs. Smith, einem Ehepaar, das in einer banalen Unterhaltung gefangen scheint. Sie reden aneinander vorbei, sie streiten um Bagatellen und versöhnen sich, sie stellen wichtige Fragen wie diese: Warum gibt man bei den standesamtlichen Nachrichten in der Zeitung immer nur das Alter der Toten und nie das Alter der Neugeborenen an? Als ein anderes Paar, die Martins, zu Besuch kommt, das leider weder sich selbst noch die Gastgeber erkennt, entspinnt sich eine Unterhaltung, die von Amnesie erschwert wird: Unter verlegenem Hüsteln versuchen sie, sich gegenseitig von den „Ereignissen“ des Tages zu erzählen, verlaufen sich im Nebel der Realität auf der Suche nach der Wahrheit, von der niemand weiß, wo sie sich versteckt hält. Mit einem gelangweilten Feuerwehrhauptmann, der in der ganzen Stadt vergeblich nach Bränden sucht, und dem Dienstmädchen der Smiths, die sich als Sherlock Holmes vorstellt, ist das Chaos perfekt.

Mit Die kahle Sängerin wird 1950 das „Theater des Absurden“ begründet, das der Sinnfreiheit der Welt und dem in ihr orientierungslosen Menschen durch grotesk-komische und irreale Szenen zu begegnen sucht. Dabei ist das Stück mehr als nur eine Parodie gesellschaftlicher Konventionen. Der scheinbare Unsinn bespielt den schmalen Grat der Logik, auf dem die Sprache wandelt. Wörter verlieren ihren Sinn und werden nur noch zu Lauten, während im Hintergrund eine freigeistige Wanduhr schlägt, wann und wie es ihr passt. Immerhin fährt das Auto schnell, aber die Köchin kocht besser. Denn wie sagt man aus Erfahrung: Lieber ein Ei brüten als einen Brei hüten.

Regie: Johan Simons

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Schauspiel

Die Fledermaus

von David Gieselmann nach der Operette von Johann Strauß

„Wie fliegen schnell die Stunden fort. / Die Zeit wird sicher keinem lang. / Es heißt ja hier das Losungswort / Amüs`ment, Amüs`ment“: Im Gartensalon des Prinzen Orlofsky findet sich eine gesättigt-gelangweilte Gesellschaft ein, um einen Maskenball zu feiern. Mit dabei sind Eisenstein (der seine Gemahlin hintergeht), Rosalinde (die ihren Gemahl hintergeht), Adele (die ihre Arbeitgeber hintergeht), Anwalt Blind (der Name spricht für sich), Falke (der auf Rache sinnt), Ida (eine hinterlistige Simultanübersetzerin) und natürlich Prinz Orlofsky (der unverständlich nuschelt). Einzig Tenor Alfred sitzt hinter Gittern und darf nicht mitfeiern. Gereimte Verse, eine Auswahl der herrlichen Lieder und rasant-komische Szenen bilden das unterhaltsame Gerüst dieser verwickelten Geschichte, aus der Johann Strauß 1874 eine Operette komponierte, die der Dramatiker David Gieselmann mit Lust und Bedacht in eine neue Theaterfassung gebracht hat.

Die Fledermaus ist genau das Richtige für Regisseurin Katharina Birch (Die Schöne und das Biest, Der Struwwelpeter), die mit diesem Stück und den elf spielwütigen Schauspiel-Studierenden der Folkwang UdK ein Bühnenfest entfachen und das Theater feiern möchte.

Regie: Katharina Birch
Bühne, Kostüm: Georg & Paul
Musik: Lars Ehrhardt
Lichtdesign: Johannes Zotz
Dramaturgie: Dorothea Neweling
Regieassistenz: Linda Hecker
Bühnenbildassistenz: Max Manderbach
Kostümassistenz: Jana Kuhlemeier
Soufflage: Fee Sachse
Inspizienz: Jonas Kissel
Regiehospitanz: Zoé Krey
Dramaturgiehospitanz: Franziska Jürgens
Kostümhospitanz: Lina Gausmann

Dauer: 1:20h, keine Pause

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Schauspiel

Trauer ist das Ding mit Federn

von Max Porter

Manchmal gibt es keine Rettung. Es geschieht etwas Schlimmes, jäh, unerwartet und ungerecht, zu groß für das einzelne kleine Leben, und dann fällt man hinunter, ins Bodenlose. Ins Nichts. Und alles geht verloren.

Plötzlich ist sie tot, eine junge Frau, Ehefrau, Liebende, Mutter von zwei kleinen Kindern – ein Unfall, unscheinbar und schnell. Und dann, nach all den Beileidsbekundungen, nach der Lasagne und anderen Tröstungen von Freund*innen und Verwandten, verlangt das Leben weiterzugehen: der Alltag, die Schule, das Buch, an dem der Vater arbeitet, die nach Halt suchenden Kinder. Wenn nur nicht diese unfassbare Lücke wäre.

Doch manchmal gibt es Rettung: Plötzlich bricht eine Krähe in diesen verwundeten Ort ein, struppig und unverschämt, ein randalierender Trickster, eine unberechenbare Therapeutin, die mit allen Wassern gewaschen ist. Und richtet sich vorläufig aufs Bleiben ein. Ist sie dem Buch entflogen, das der Vater über den berühmten Gedichtzyklus Crow des englischen Dichters Ted Hughes schreibt? Ist sie alten Mythen entsprungen, kindlichen Träumen oder von der Mutter gesandt? Statt einer Erklärung bringt Krähe Unruhe und Liebe, bekämpft Illusionen und Depressionen, erfindet neue Spiele, zofft und zürnt und zaust und erobert mit der versehrten Familie Flügelschlag für Flügelschlag die Hoffnung auf eine Zukunft.

Max Porters Debütroman ist viel mehr als ein Trauerbuch, ist voll von funkelnder, wild wuchernder Sprache, ist Musik, ist Zungenkuss, ist Showdown und Federsturm und immer wieder und vor allem eine Feier der Liebe.

Trauer ist das Ding mit Federn ist der dritte und abschließende Teil der Familientrilogie von Christopher Rüping, in der er gemeinsam mit seinem jeweiligen Ensemble in drei voneinander unabhängigen Arbeiten das Konstrukt der Familie im 21. Jahrhundert befragt - ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Der erste Teil der Familientrilogie Einfach das Ende der Welt von Jean-Luc Lagarce entstand 2020 am Schauspielhaus Zürich, war auch in Bochum zu sehen und spielt seit Januar 2024 am Deutschen Theater Berlin. Der zweite Teil der Familientrilogie Brüste und Eier nach Mieko Kawakami entstand 2022 am Thalia Theater in Hamburg.

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Peter Baur
Kostüm: Lene Schwind
Licht: Bernd Felder
Musik: Jonas Holle
Videodesign: Jasmin Kruezi
Dramaturgie: Angela Obst
Regieassistenz: Albrecht Schroeder
Bühnenbildassistenz: Anita Ackva
Kostümassistenz: Lara Suppe
Soufflage: Dr. Arian Schill
Sprachcoaching: Roswitha Dierck
Inspizienz: Ulrike Schaper
Regiehospitanz: Gianluca Elbert
Dramaturgiehospitanz: Darius Hartwig
Kostümhospitanz: Merle Bismark
Übertitel: Jan Bednorz / Holger Rademacher

Dauer: 2:00, keine Pause

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Schauspiel

Club 27 - Songs für die Ewigkeit

Als Brian Jones, Gitarrist und Gründungsmitglied der Rolling Stones, am 3. Juni 1969 in seinem Swimmingpool ertrank, zahlte er mit seinem Leben den ersten Mitgliedsbeitrag für einen Club, der bald Zuwachs bekommen sollte. Es folgten Janis Joplin, Jimi Hendrix und, exakt zwei Jahre später am 3. Juni 1971, Jim Morrison – alle wurden 27 Jahre alt. Damit war der Mythos begründet. An die Tür zum sogenannten Club 27 wurde seitdem regelmäßig geklopft, unter den Einlasssuchenden fanden sich auch Kurt Cobain und Amy Winehouse. Ein VIP-Club der Extraklasse.

Doch verbindet die berüchtigten Mitglieder mehr als nur das Alter:

Things have never been so swell, I have never failed to fail.

Viele von ihnen zählten zu den einflussreichsten und begabtesten Musiker*innen ihrer Zeit und schrieben schon vor ihrem Tod Geschichte. Sie lebten außer sich und über sich hinaus, bestimmten das kulturelle Erbe nicht nur der westlichen Welt, waren Fixpunkt etlicher Sehnsüchte. Sie waren perforiert und exzessiv, spürten jede Faser dieser Welt und versuchten dabei zu funktionieren – zur Not, also oft, auch mit Heroin. Ihre Leben wurden zur politischen Aussage und prägten mit ihrem Widerspruch zum Konsens die Bewegungen der Counterculture und damit ganze Generationen. Sie waren über die Maßen frei.

I’m all for you, body and soul.

So presst sich in die kurze Zeit, die all diesen freien Radikalen vor dem Eintritt in den Club 27 blieb, ein wildspektakuläres, donnernd lautes, tieftragisches wie auch verdammt nochmal extrem einmaliges Konzentrat an Leben, in dem wahrscheinlich mehr los war, als sich jede*r von uns Normalsterblichen für ein ganzes Lebensalter vorzustellen vermag.

Riders on the storm, Into this house, we‘re born, Into this world, we’re thrown.

Im Schauspielhaus Bochum hat der Club 27 zur Vollversammlung geladen. Garantiert ist ein Abend, an dem kein explosives Gefühl und kein guter Song ausgelassen werden.

It’s better to burn out, than to fade away.

Regie: Guy Clemens
Musikalische Leitung: Stefan „Pele“ Götzer
Bühne: Íngrid Pons I Miras
Kostüm: Sophia Deimel
Licht: Johannes Zotz
Klanggestaltung: Will-Jan Pielage
Dramaturgie: Marvin L. T. Müller
Regieassistenz: David Goldmann
Bühnenbildassistenz: Ioana Isabela Voicu
Kostümassistenz: Friederike Bauknecht, Merle Bismark

Dauer: 1:30, keine Pause

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Schauspiel

Don Juan

Am Ende aller Tage
nach Molière

Nachts in einem Club Deutschlands. Der Bass dröhnt. Schweiß fließt. In der dunklen Enge der Tanzfläche pressen sich Körper aneinander, die, jede*r für sich allein und doch im Kollektiv, von den treibenden Beats bewegt werden. Während die Welt draußen, wie wir sie kennen, zu Ende geht und die Träume von einer besseren Welt ausgeträumt scheinen, werden Clubs, Saunen und Darkrooms zu Räumen einer utopischen Welt. Hier scheint man noch sicher und entspannt leben zu können: An den Türen der Clubs finden sich Verhaltenskodexe, es gibt Selbstverpflichtungen zur Nachhaltigkeit, und Awareness Teams sorgen während des Abends dafür, dass alle Gäste friedlich feiern können. Ist der Club der einzige Ort, an dem wir abschalten können, an dem wir noch an eine bessere Zukunft glauben?

Ob Klimakatastrophe, Krieg oder Inflation: Unsere Gesellschaft ist mit vielen Krisen konfrontiert. Wenn Menschen sich aus moralischen oder ökologischen Gründen bewusst dafür entscheiden, keine Kinder zu bekommen, weil eine längerfristige Zukunftsplanung unmöglich oder unverhältnismäßig erscheint, zeigt sich überdeutlich, dass unsere Gesellschaft krankt. Dem Nihilismus zu entfliehen, wird zur einzigen Mission; um die eigene Sterblichkeit zu vergessen, wird exzessiv gelebt. Wieviel Eskapismus verträgt eine Gesellschaft, die hemmungslos nach jedem Strohhalm greift, um zu vergessen, dass sie sterblich ist?

Molières Komödie Don Juan von 1682 ist sicher die berühmteste literarische Auseinandersetzung mit dem Prototypen des Frauenverführers. Dabei ist Don Juan mehr als das: ein maßloser Grenzgänger, der sich über sämtliche tradierte Normen hinwegsetzt und geltende Werte und Ideale in Frage stellt. Doch Molière zeigt ihn vor allem als Getriebenen, als metaphysisch Unbehausten, als Sinnsuchenden. Der junge polnische Regisseur Mateusz Staniak, der sich mit der Inszenierung Wer hat meinen Vater umgebracht? 2021 dem Bochumer Publikum vorstellte, bringt Don Juans Suchbewegung mit der heutigen Clubkultur in Verbindung: in der lustvollen, auch selbstzerstörerischen Bejahung des Heute ohne Fragen nach dem Morgen.

Regie: Mateusz Staniak
Bühne: Zaza Dupont
Kostüm: Kevin* Pieterse
Licht: Zaza Dupont  / Johannes Zotz
Musikalische Leitung: George Dhauw
Video: Zaza Dupont
Dramaturgie: Mehdi Moradpour
Regieassistenz: Christian Feras Kaddoura
Kostümassistenz: Lara Suppe
Soufflage: Jutta Schneider
Sprachcoaching: Roswitha Dierck
Inspizienz: Christina Baston
Übertitelinspizienz: Gianluca Elbert  / Holger Rademacher

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Schauspiel

Macbeth

von William Shakespeare

Schottland, vor langer Zeit. Der Krieg ist vorbei. Macbeth und sein Freund Banquo kehren vom Schlachtfeld zurück. Sie haben gewonnen, sind voller Adrenalin, ihre Schwerter feucht noch vom Blut. Von überall hallt der Name Macbeth wider, schwirrt die Luft vor Geschichten, wie leicht ihm das Morden fiel. Macbeth dem Helden, Killer im Dienst vom König und Vaterland, fällt eine große Zukunft anheim. Seltsame Kreaturen sagen ihm das Königtum voraus. Was dafür benötigt wird, sind Handlungen, die im Blut baden. Macbeth soll nur auf den Blutdurst hören, der in ihm wohnt. Von seiner Frau ermutigt, mordet er sich seinen Weg zur absoluten Macht frei: zuerst den König, dann seine besten Freunde, dann ihre Familien inklusive ihrer Kinder. Die Voraussage der Hexen scheint erfüllt, zumindest teilweise. Die Freude der absoluten Macht aber fehlt. Macbeth und seine Lady werden von Schuldgefühlen und Reue verzehrt. Unabwendbar wird auch der zweite Teil der Voraussage sich erfüllen, wie unwahrscheinlich auch dessen Voraussetzungen sind. Von Freund und Feind verlassen, bleibt Macbeth nur eine Befreiung – die von sich selbst.

Macbeth ist Shakespeares kürzeste und blutigste Tragödie. Das zwischen 1603 und 1607 geschriebene Werk basiert teilweise auf der wahren Geschichte des schottischen Königs Macbeth (1005–1057), der 1040 den Thron bestieg, indem er König Duncan I. tötete. Obwohl seine Taten uns als unvorstellbar und unmenschlich erscheinen, gibt es das unbehagliche Gefühl, Macbeth sei nicht nur Monster. Auch wenn er in Blut badet, denkt Macbeth über seine Menschlichkeit nach, betrachtet seine Handlungen als Ausdruck eines größeren Gedankens: ein schwarzer Gedanke, aber ein Gedanke. Er erinnert uns daran, dass der Mensch ein reflektierendes Tier ist. Macbeth ist der Mensch, der wir sein könnten, wenn jemand bei uns die falschen Knöpfe drückt. Schaudernd vor Macbeths Verbrechen, schaudern wir vor uns selbst.

Jens Harzer und Johan Simons verbindet seit Jahren eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit, von der Inszenierungen wie beispielsweise Der Schimmelreiter von Theodor Storm, Deutschstunde von Siegfried Lenz oder Dostojewskijs Der Idiot zeugen. Am Schauspielhaus Bochum ist, nach Heinrich von Kleists Penthesilea und Anton Tschechows Iwanow, Macbeth nun ihre dritte gemeinsame Arbeit.

Regie: Johan Simons
Textfassung: Koen Tachelet
Bühne: Nadja Sofie Eller
Video: Florian Schaumberger
Kostüm: Greta Goiris
Lichtdesign: Bernd Felder

Dauer: 3:10h, eine Pause

Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln

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Schauspiel

Hamlet

von William Shakespeare

mit Auszügen aus Die Hamletmaschine von Heiner Müller
Bearbeitung von Jeroen Versteele

Der alte König Hamlet ist tot, sein Mörder und Bruder Claudius hat seine Witwe Gertrud geheiratet und sitzt jetzt auf dem Thron. Prinz Hamlet, krank vor Trauer, wird vom Geist seines Vaters heimgesucht. Der Geist befiehlt ihm, ihn zu rächen. Dieser Auftrag treibt Hamlet immer weiter in die Isolation. William Shakespeare machte 1602 aus einer europäischen Legende die philosophische Geschichte einer bis heute faszinierenden Sinnsuche. In der Regie von Johans Simons mit Sandra Hüller in der Titelrolle wird Hamlet zu einem Plädoyer für radikale Ehrlichkeit.

Was fasziniert dich an William Shakespeare?

Johan Simons: Mich fasziniert seit jeher, wie Shakespeare eine große philosophische Kraft lebendig und spielbar macht. Er ist ein Virtuose der Sprache. Ein Stück von Shakespeare ist wie ein großes Fenster, durch das man in einen Wald blickt. Griechische Autoren wie Aischylos sind wie eine Wüste oder eine Eisfläche. Shakespeare ist wie ein Wald mit Hügeln, Bäumen, Teichen und Moorseen. Man rutscht leicht aus, der Boden ist glitschig.

Was ist der Kern des Stücks?

Johan Simons: „To be or not to be.“ Nicht umsonst ist der Satz so berühmt. Hier versucht jemand herauszufinden, ob es ein Recht auf Existenz gibt. Was ist der Sinn unseres Lebens, wenn eine Lüge so oft als Wahrheit gilt? Meiner Meinung nach ist Hamlet extrem empfindlich und kompromisslos, er erträgt keine falschen Fassaden. Das zerstört ihn.

In Bochum wird Hamlet von einer Frau gespielt. Warum?

Johan Simons: Ich möchte kein großes Thema daraus machen. Eigentlich ist es normal, dass eine Frau Hamlet spielt: Sarah Bernhardt, Angela Winkler, Asta Nielsen, viele andere haben es schon gemacht. Theater vermittelt sich über Gedanken, nicht über Identifikation. Der Stoff handelt von Geisteskraft und der Dynamik des Denkens. Sandra Hüller hat einen flexiblen Geist. Und sie hat eine persönliche Herangehensweise. Sie lehnt jeden Zynismus ab. Sandra erweitert Hamlets Gedanken und füllt sie mit Emotionen, wie nur sie das kann.

Regie: Johan Simons
Textfassung: Jeroen Versteele
Bühne, Kostüme: Johannes Schütz
Musik: Mieko Suzuki
Mitarbeit Musik und Sounddesign: Lukas Tobiassen
Klangregie: Will-Jan Pielage
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Jeroen Versteele
Mitarbeit Dramaturgie: Felicitas Arnold
Übersetzung: Angela Schanelec, Jürgen Gosch
Regieassistenz: David Goldmann
Bühnenbildassistenz: Mitsuru Sugiura
Kostümassistenz: Sofia Dorazio Brockhausen
Sprachcoaching: Roswitha Dierck
Soufflage: Isabell Weiland
Inspizienz: Christiane Dolnik
Regiehospitanz: Stijn Dijkema
Kostümhospitanz: Lea Heemann / Carolin Saddey
Übertitelinspizienz: Jonas Kissel / Leonie Mevissen

Dauer: 2:30, eine Pause

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Jugendprogramm

DRuCK

Für Menschen ab 12 Jahren

Ein Klassenzimmerstück von Lennard Walter, Kat Heß und der Drama Control

Druck (p) ist gleich Kraft (F) pro Fläche (A). Fahrradreifen brauchen einen gewissen Druck, um entspannt über den Asphalt zu rollen. Menschen brauchen einen gewissen Druck, um produktiv zu sein, um über sich hinauszuwachsen, um sich von der Couch auf eine Party zu schleppen, obwohl es in der Komfortzone doch eigentlich am sichersten ist. Die Jugendlichen der Drama Control machen sich mit DRuCK auf die Suche nach den sozialen Komponenten von Druck.

If someone tells me one more time
“Enjoy your youth”, I’m gonna cry
They say these are the golden years
But I wish I could disappear
Ego crush is so severe God,
it’s brutal out here (Yeah!)

Olivia Rodrigo – brutal

Es geht um den Druck, funktionieren zu müssen: in Leistungssystemen, der Familie, der eigenen Peergroup und in der Auswahl der neuesten Sneaker. Auch wenn wir alle äußeren Faktoren ausblenden, stehen wir noch vor dem letzten großen Endboss: den eigenen Ansprüchen. Was passiert, wenn der Druck zu groß ist? Die große Explosion mit lautem Knall und Konfetti?

Wir entwickeln mit den Jugendlichen der Drama Control gemeinsam ein Theaterstück und fahren unsere Theatermaschinerie an den Ort, an dem für junge Menschen alles zusammenkommt: das Klassenzimmer.

Regie: Lennard Walter

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© Isabel Machado Rios
Schauspiel

Früchte der Vernunft

von Saara Turunen

Drei Frauen. Zwei Männer. Ein Ei. Ein Storch. Ein Raum, spärlich eingerichtet. An diesem aus der Zeit gefallenen Ort spielen sich eine Vielzahl locker verbundener Situationen ab. In allen diesen Episoden geht es um den weiblichen Körper, geht es um Fruchtbarkeit und Kinderlosigkeit, um Vernunft versus Lust: skurril, komisch, berührend.

Hier entspinnt sich ein sinnliches wie themenstarkes Geflecht aus Erzählsträngen: zum Beispiel über die alttestamentarische Hanna, die keine Kinder bekommen kann. Auch taucht immer wieder diese junge Angestellte auf, die sich überall mit der Kinderfrage konfrontiert sieht (sie hat – zur Sicherheit? – immer ein Ei dabei). Außerdem gibt es eine Frau, die heimlich Pornos schaut und nicht weiß, ob sie sich deshalb gut oder doch lieber schlecht fühlen soll. Und nicht zu vergessen: Wohin mit dem Baby?

Sowohl gesellschaftliche Perspektiven auf den Frauenkörper als auch biografisches Erleben der Regisseurin und Autorin Saara Turunen haben den assoziativen Kosmos der Inszenierung gefüttert. Wird von Frauen nicht erwartet, dass sie ihren Körper verleugnen und gleichzeitig feiern? Was resultiert für sie aus Moral und Disziplin? Und woher diese Scham? Warum erzeugen das Genießen von Essen und der Genuss des eigenen Körpers – beides doch das pure Vergnügen, oder? – so häufig Schuldgefühle?

Von all diesem erzählt die Dramatikerin und Regisseurin Saara Turunen. In ihrer durchkomponierten Theatersprache, die musikalisch und bildhaft ist, und ihrem genauen Gespür für Timing zeigt sich die unverwechselbare Handschrift der preisgekrönten Finnin, die sich aus absurdem Theater ebenso speist wie aus surrealen Filmen. Sparsam eingesetzte Sprache verwebt sie behutsam mit originellen, im besten Sinne seltsamen Bildern zu einer eigenen Welt. Nach Saara Turunens begeistert aufgenommener Inszenierung Das Gespenst der Normalität kehrt sie nun zurück ans Schauspielhaus Bochum: mit einem humorvollen Kammerspiel über existenzielle (und nicht nur weibliche) Fragen – mit drei Frauen, zwei Männern, einem Ei und einem Storch.

Regie: Saara Turunen
Bühne: Milja Aho
Kostüm: Roosa Marttiini, Siru Kosonen
Lichtdesign: Ada Halonen, Pietu Pietäinen, Sirko Lamprecht
Choreografie: Janina Rajakangas, Lara Pilloni
Sounddesign: Tuuli Kyttälä
Dramaturgie: Dorothea Neweling

Dauer: 1:40, keine Pause

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Schauspiel

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

von Edward Albee
aus dem Englischen von Alissa und Martin Walser

Der Titel klingt fröhlich, wie eine Variante des Kinderlieds Wer hat Angst vor dem bösen Wolf? Aber hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich das Chaos menschlicher Beziehungen. Schauplatz von Edward Albees weltberühmtem Theaterstück ist eine Wohnung, in der zwei Ehepaare nach einer Party aufeinandertreffen. Die Gastgeber Martha und George kleben seit Jahren an ihren Lebenslügen und führen einen andauernden Ehekrieg mit klaren Spielregeln: Den anderen bzw. die andere kleiner machen, als er oder sie sich sowieso schon fühlt!

An diesem Abend, weit nach Mitternacht, besucht sie das junge Paar Nick und Honey. Sie sind neu in der Stadt – und offenbar bereit, sich den Spielregeln anzupassen: Zunächst sind sie nur Zaungäste des ehelichen Schauturniers, werden aber bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen, voll in den Fight der Gastgeberpaars einbezogen und müssen Stellung beziehen. Dabei wird auch das brüchige Fundament ihrer eigenen Beziehung immer deutlicher.

Autor Edward Albee ist 1962 mit Wer hat Angst vor Virginia Woolf? gewissermaßen die Mutter aller Eheschlachten und Ehedramen gelungen: voll von boshaftem Humor, messerscharfen Dialogen und überraschenden Wendungen. Im Kern ging es ihm um die Aufdeckung menschlicher Illusionen. Er zeigt mit Wehmut und Ironie das Bild des Menschen, dem offenbar alles zum Glücklichsein zur Verfügung steht und der doch nur um so schmerzvoller allein ist. Welche schauspielerischen Funken sich aus diesem düster funkelnden „Spiel bis zum Tod“ schlagen lassen, ist nicht erst seit der legendären Verfilmung mit Elizabeth Taylor und Richard Burton bekannt. Albees Stück ist bis heute ein beliebter moderner Klassiker auf den Bühnen – fragt sich nur, was uns immer wieder so fasziniert am Blick in den menschlichen Ehe-Abgrund? Um mit Marthas Worten zu sprechen: „Die Gäste sind da! Das Fest beginnt!“

Regie: Guy Clemens
Bühne, Kostüm: Dorothee Curio
Dramaturgie: Vasco Boenisch
Lichtdesign: Bernd Felder

Dauer: 2:10h, keine Pause
Sprache: Deutsch

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© Marcel Urlaub
Schauspiel

Sherlock Holmes jagt Dr. Watson

Bis Seite 27 nach Arthur Conan Doyle
von Angela Obst

Wenn die Welt verworren und dunkel erscheint, wenn Erbschaftsschleicher, Trickbetrüger und fiese Hunde ihr Unwesen treiben oder globale Netzwerke am Untergang der Welt arbeiten, dann ist stets auf einen Verlass: Sherlock Holmes. Der Meister der Deduktion, der 1886 das erste Mal die literarische Bildfläche betritt, ist seitdem nicht mehr von ihr wegzudenken. Bis heute hält er den Weltrekord als die am häufigsten in Film und Fernsehen vorkommende literarische menschliche Figur und ist DIE Blaupause für alle berühmten Film- und Fernsehdetektive, die Licht in unsere Alpträume bringen. In Arthur Conan Doyles Roman Das Zeichen der Vier, der Vorlage für die Inszenierung ist, treiben seltsame Zwillinge, ein Schatz aus Kolonialzeiten, giftige Dornen und ein gefährliches Täterpaar ihr Unwesen. Sherlock und sein unverwüstlicher Begleiter Dr. Watson begegnen alten Feinden und neuen Bekannten, Ohrwürmern und dem roten Faden, nach dem wir schon so lange suchen.

Regie: Robert Gerloff
Text: Angela Obst
Bühne, Video: Maximilian Lindner
Kostüm: Lara Hohmann
Musik: Cornelius Borgolte
Lichtdesign: Sirko Lamprecht
Dramaturgie: Angela Obst , Jasmin Maghames
Regieassistenz: David Goldmann
Bühnenbildassistenz: Anita Ackva
Kostümassistenz: Petra Panther
Soufflage: Sybille Hadulla-Kleinschmidt  / Jutta Schneider
Inspizienz: Christina Baston

Dauer: 1:50, keine Pause
Sprache: deutsch

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Schauspiel

Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich

nach David Foster Wallace

aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay
Bearbeitung von Vasco Boenisch

Mit Corona kam auch die boomende Kreuzfahrtschifffahrt vorläufig zum Erliegen. Doch inzwischen wird wieder um die verunsicherte Kundschaft geworben: „Bleiben Sie unter sich: Rundumsorglos – an Bord und an Land.“

Für manche klingt das mehr wie eine Drohung. Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik zum Beispiel – für David Foster Wallace kann es keine kürzere Definition für die Hölle geben. Im Auftrag von Harper’s Magazine ging der berühmte US-Autor Mitte der Neunziger an Bord der Zenith und stach von Key West aus in See. Ein Selbsterfahrungstrip besonderer Güte. Und ein grandioser Reisereport, der seit Jahren auf den Bestsellerlisten steht: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich.

Wallace begibt sich in die kundigen Hände der Schiffscrew, deren Slogan „Your Pleasure is our Business“ (Ihr Vergnügen ist unser Geschäft) bisweilen einen drohenden Unterton annimmt. Er kämpft gegen die Angst, von einer ungemein effizienten Unterdruck-Toilette entsorgt zu werden. Er nimmt am Wettbewerb um die schönsten Männerbeine teil. Er beobachtet 500 amerikanische Leistungsträger*innen beim Ententanz. Und er hört erwachsene Menschen am Info-Counter fragen, ob man beim Schnorcheln nass wird, ob die Crew ebenfalls an Bord schläft oder um welche Uhrzeit das Mitternachtsbüffet eröffnet wird.

Eine Woche lang macht Wallace alles mit, was das Bordleben für den erholungsbedürftigen Urlauber bereithält. Umgeben von Jubel, Trubel und Heiterkeit, wird er selber zunehmend stiller und beginnt, sich in seiner Kabine einzuigeln. So gerät diese Reise übers Meer auch zu einer berührenden Reise zu sich selbst. Doch man muss sich den Dingen stellen und vor allem dem, was für andere Menschen die schönste Zeit des Jahres bedeutet.

David Foster Wallaces so komische wie einfühlsame Beobachtungen über das Leben an Bord einer schwimmenden Hochzeitstorte, über eigentümliche Reisegenoss*innen, unvergessliche Landgänge, den Terror des Amüsierzwangs sowie die eignen Zweifel und Ängste nannte die FAZ ein

„Meisterstück der literarischen Reportage“ und Harald Schmidt schlicht „ein grandioses Buch“. Jetzt als großes Schauspieler-Solo. Leinen los – oder will doch noch jemand zu Hause bleiben?

Regie: Tamó Gvenetadze
Übersetzung: Marcus Ingendaay
Bearbeitung: Vasco Boenisch
Bühne: Anna Wörl
Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen
Musik: Beka Buchukuri
Dramaturgie: Vasco Boenisch

Dauer: 1:40, keine Pause

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Schauspiel

Die Brüder Karamasow

nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewskij

Die Brüder Karamasow ist ein maßloser Text, in dem man sich verlieren kann wie nachts in einem Wald. ALLES ist darin: die Sehnsucht nach Liebe und die Qual des Begehrens, die moralische Schuld und die ökonomischen Schulden, Gewalt und Gebete und verstohlene Küsse, der Griff nach den Sternen und der Sturz ins Leere. Eine Vielzahl unbehauster Figuren jagt umher wie in einem Fiebertraum, unaufhörlich in Bewegung, sowohl äußerlich wie innerlich, aus dem Takt geraten, ihr Gleichgewicht verschwunden, wenn sie es denn je besaßen. Alles ist verschoben, außer Kontrolle: Erwachsene tanzen auf Messers Schneide und bleiche Kinder wollen die Welt anzünden. Wenn nichts mehr zu verlieren ist, ist dann alles erlaubt?

Die Handlung ließe sich auf eine reißerische Sex and Crime-Story herunterbrechen: Im Zentrum stehen die Karamasows, eine kaputte Familie, gegründet auf toten Müttern, die allesamt unter dem moralisch verkommenen Vater Fjodor Karamasow gelitten haben und vier Söhne hinterließen. Der Roman umfasst nur wenige Tage, an denen der Vater und seine Söhne nach Jahren wieder alle aufeinanderstoßen. Als Fjodor ermordet aufgefunden wird, hat jeder der Söhne ein Tatmotiv. Doch nur einer war es, und ein an- derer wird für den Mörder gehalten. Natürlich spielt Geld eine Rolle. Und natürlich ist der wichtigste Motor des Geschehens (mindestens) eine Frau.

Aber in die Seele von uns greifen die Figuren Dostojewskijs nicht aufgrund der komplexen Kriminalgeschichte oder eines der berühmtesten Justizirrtümer der Literaturgeschichte. Sondern weil sie in aller Widersprüchlichkeit, aber immer aus voller Kehle, fragen, wo die Freiheit zu fin- den ist, und doch nichts mit ihr anzufangen wissen. Weil sie den Himmel leerfegen und Gott doch flehentlich suchen. Weil sie das Leben lieben und es im nächsten Moment zum Teufel wünschen. So wie wir.

Wir kapern mit Dostojewskijs Figuren das Theater: Bühne, Backstage und Zuschauerraum. Eine mehrstündige Inszenierung, auf der großen Bühne des Schauspielhauses und in den Kammerspielen, in Gängen und Foyers – eine Reise, ein Spektakel, eine Feier, ein Spuk.

Regie: Johan Simons
Fassung: Angela Obst
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüm: Katrin Aschendorf
Lichtdesign: Bernd Felder
Sounddesign: Will-Jan Pielage
Dramaturgie: Angela Obst

Dauer: ca. 7:00 Std., 3 Teile, 2 Pausen

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Kindertheater

Es liegt was in der Luft

Für Menschen ab 4 Jahren

Lasst uns entdecken, wovon wir alle umgeben und erfüllt sind. Alles ist aus Luft gemacht – auch wir. In einem ganz besonderen Garten begleiten wir die Hüter*innen der Luft bei der Arbeit, entdecken erstaunliche Wesen und Gewächse, tauchen mit ihnen hinein ins Meer und steigen hinauf in die Lüfte. Atme tief ein und lass dich von atemberaubenden Objekten überraschen, durch die du Luft mit anderen Augen siehst.

Die britische Theaterkompanie Theatre-Rites kreiert magisches, visuelles Theater für Kinder und die Erwachsenen, die sie begleiten. Ihre Arbeit wird in Großbritannien und international präsentiert, unter anderem Die unglaubliche Geschichte des kleinen Roboterjungen am Schauspielhaus Bochum und Salt, Paradise und The Broke ’n’ Beat Collective bei der Ruhrtriennale.

Regie: Sue Buckmaster
Bühne, Kostüm: Ingrid Hu
Objekte: Michael Douglas , Ingrid Hu , Naomi Oppenheim
Komposition: Jessica Dannheisser

Dauer: 1:00, keine Pause

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Schauspiel

Kinder der Sonne

von Maxim Gorki
Deutsch von Ulrike Zemme

Und jeden Tag von Neuem muss Tee serviert werden, aufgeräumt, gekocht, irgendetwas repariert. Jeden Tag muss man springen, wenn nach einem gerufen wird. Und immer der Gestank aus dem privaten Labor des Familienoberhaupts, das glaubt, es könne neue organische Materie entwickeln. Mit Geld umgehen können sie auch alle nicht. Das Schlimmste aber: Ständig darf man den Nichtstuern, die sich mit ihren Liebesverwicklungen, ihrer Malerei und naturwissenschaftlichem Dilettantismus die Langeweile vertreiben, dabei zuhören, wie sie dem primitiven Zustand der Masse abhelfen wollen …

Vielleicht denken sie so, die Angestellten im Hause Protassow, ohne die hier gar nichts funktionieren würde. Der Wissenschaftler Protassow kann sich nicht mit profanen Dingen wie dem Alltag beschäftigen. Er will den Fortschritt herbeiführen, chemikalisch und gedanklich. Nicht weniger als der endgültig befreiten Menschheit gilt all sein Wirken. So hat er weder ein Auge für die Witwe Melanija, die in verzweifelter Liebe zu ihm entbrannt ist, noch – und das ist schlimmer – für seine Frau, die sich einsam dem gemeinsamen Freund Wagin zuwendet. Auch die zarten Zeichen von Liebe zwischen seiner Schwester Lisa, die vom Anblick blutig niedergeschlagener Straßenunruhen seit Langem schwer traumatisiert ist, und dem moralisch derangierten Tierarzt Tschepurnoi entgehen ihm – ebenso wie die Katastrophe, die sich zwischen beiden anbahnt. Doch auf den Straßen grassiert die Cholera, es gibt Tote, und plötzlich wird die Luft im Elfenbeinturm gefährlich dünn.

Der Autor Maxim Gorki – ein Pseudonym, das übersetzt „der Bittere“ bedeutet – schrieb das Stück während seiner Haft in der Peter-und-Paul-Festung, in der u. a. auch Dostojewski einsaß. Entstanden angesichts des sogenannten Petersburger Blutsonntags, der die russische Revolution von 1905 einleiten sollte, entwirft Kinder der Sonne die tragikomische Bestandsaufnahme einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft, die sich neu erfinden muss, wenn ihre Tage nicht gezählt sein sollen.

Die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik, die für ihre psychologisch genauen, atmosphärisch dichten Inszenierungen nicht nur im deutschsprachigen Theaterraum bekannt ist, stellt sich mit Kinder der Sonne nun dem Bochumer Publikum vor

Regie: Mateja Koležnik
Bühne: Raimund Orfeo Voigt
Kostüm: Ana Savić-Gecan
Soundtrack: Lukas Tobiassen
Klanggestaltung: Jordy Zoet
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Angela Obst
Regieassistenz: Linda Hecker
Bühnenbildassistenz: Lan Anh Pham
Kostümassistenz: Lara Suppe
Dramaturgieassistenz: Marvin L. T. Müller

Sprache: DE
Dauer: 1:50, keine Pause

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Schauspiel

Don’t Worry Be Yoncé

von Stephanie van Batum

Liberté, Egalité, Be Yoncé. Es kann nur eine Queen B geben. Aber ist das wirklich so? Oder kann man mit der notwendigen Begeisterung und einer Portion Ehrgeiz das schaffen, was nur sie geschafft hat? To Be Yoncé! Mit ihrer praktischen Anleitung, um der phänomenalen Pop- und R’n’B-Sängerin näher zu kommen, sorgte die Jungregisseurin Stephanie van Batum in München bereits für Begeisterungsstürme. In Form eines Tutorials erfahren die Zuschauer*innen in wenigen Schritten, was nötig ist, um SIE zu sein – how to be Bey. Und das ist mehr als singen, tanzen und performen, mindestens: Diva, Queen, Sexbombe, Mutter, Geschäftsfrau, Ehefrau, Feministin. #flawless

Don't Worry Be Yoncé (XS Edition) wurde eingeladen zum Festival Radikal jung 2018.

Regie, Text, Konzept: Stephanie van Batum
Bühne, Video, Sound: Florian Schaumberger
Kostüme: Bettina Kirmair
Licht: Claudio Zeeb

Dauer: 1:20h, keine Pause
Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln

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Jugendprogramm

Mädchenschrift

Für Menschen ab 13 Jahren,
von Özlem Özgül Dündar und der Drama Control

Mein Körper gehört mir. Ich bestimme, wie ich mich kleide, ob und wie ich mich schminke, wie ich meine Haare trage. Das kann ich beeinflussen. Was ich nicht beeinflussen kann, sind die Blicke, die auf meinen Körper geworfen werden. Wie ich angeschaut werde, worauf die Blicke fallen, was für Gedanken über mich und meinen Körper entstehen. Was, wenn aus den Blicken Berührungen werden? Und ich das nicht will? Wo liegt die Grenze zwischen dem, was noch akzeptabel oder Zufall ist, und ungewollten Blicken? Was machen diese Blicke mit mir, und kann ich mich dagegen wehren? Wer bestimmt eigentlich, wie ein weiblicher Körper auszusehen hat, welche Kleidung er tragen sollte, und was sagen diese Blicke über uns selbst und unser Verhältnis zum eigenen Körper aus? Warum gelten bestimmte Körper als besonders begehrenswert und andere nicht? In Mädchenschrift suchen wir nach Antworten auf die Frage, woher eigentlich bestimmte Bilder von Weiblichkeit und der Drang, Frauen und ihre Körper zu beobachten und zu bewerten, kommen.

Regie: Selen Kara
Musik: Torsten Kindermann
Bühne: Lydia Merkel
Kostüm: Sophia Deimel
Dramaturgie: Jasmin Maghames

Dauer: 0:45, keine Pause

Inhaltswarnung: In Mädchenschrift geht es u. a. um das Thema Sexuelle Belästigung.

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Jugendprogramm

Ich bin Marc

Solo-Tanztheaterperformance von Kama Frankl-Groß und Christopher Deutsch
Für Menschen ab 14 Jahren

„Ich bin groß, 18 Jahre alt, männlich und liebe das Theater.
Mein Gehirn ist chaotisch, geordnet – leer und überfüllt.
Ich bin Marc.
Das ist meine Bühne.
Licht an.“

Ich bin Marc – eine Solo-Tanztheaterperformance eines jungen Mannes, der sich durch verschiedene Projekte mit dem Jungen Schauspielhaus Bochum verbunden fühlt. Unter der künstlerischen Leitung der Choreografin Kama Frankl-Groß und des Videografen Christopher Deutsch wird gemeinsam mit Marc David Delius eine Performance rund um seine Geschichten und Gedanken entwickelt.

Ein inklusives Projekt mit Marc David Delius, einem Menschen, der in seinem Leben viele Hürden überwinden musste, sich aber in der Welt des Theaters zuhause fühlt. Er lässt uns an der für uns vielleicht fremden Form seiner Wahrnehmung teilhaben und trägt damit zum besseren Verstehen von Menschen bei, deren Behinderung zunächst nicht sichtbar ist.

Künstlerische Leitung: Kama Frankl-Groß, Christopher Deutsch

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Jugendprogramm

Der geheimnisvolle Fremde

Für Menschen ab 13 Jahren,
nach dem Roman von Mark Twain

Wir befinden uns im Jahr 1590 im verschlafenen Ort „Eselsdorf“, in dem Theodor, Nikolaus und Seppi zu Hause sind. Eines Tages taucht ein Fremder auf, der sich mit den Jugendlichen anfreundet. Er gibt sich als Engel zu erkennen. Sein Name? Satan!

Der geheimnisvolle Fremde ist eine faszinierende Geschichte voller Abgründe, eine Geschichte über den moralischen Hochmut des Menschen, der sich für die Krone der Schöpfung hält und deswegen die schlimmsten Gräueltaten begeht. Ein Gedankenspiel über Moral und den Sinn des Lebens, ein Plädoyer für das Leben und gegen die Hoffnung auf ein Jenseits. Martina van Boxen inszeniert diese dunkle, märchenhafte Erzählung von Mark Twain, die erst nach seinem Tod veröffentlicht wurde. Lasst euch überraschen!

Regie: Martina van Boxen
Choreografie: Arthur Schopa
Bühne, Visuals: Michael Habelitz
Kostüm: Esther van de Pas
Musik: Manuel Loos

Dauer: 1:15, ohne Pause

Inhaltswarnung: In Der geheimnisvolle Fremde geht es u. a. um Krieg, Tod und Gewalt.

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Schauspiel

Mit anderen Augen

Ein musikalischer Abend über das Sehen
von Selen Kara und Torsten Kindermann

Mit anderen Augen ist eine berührende Theatercollage aus Songs, Texten, Bildern, Klängen und Sinneseindrücken, die auf poetische Weise eintaucht in die Welt der Blindheit. Wir leben in einer Gesellschaft der Sehenden. Von „Auf Wiedersehen“ über den blinden Alarm bis zur Liebe auf den ersten Blick ist unsere Sprache voller Metaphern des Sehens. Häufig werden Erkenntnis und Rationalität mit Licht und Sehen verknüpft, Unmündigkeit und Irrationalität hingegen mit Bildern der Blindheit und Dunkelheit. Die Welt der Blindheit ist vielen von uns vollkommen unbekannt, wir sprechen selten bis nie darüber, auch, weil wir nicht betroffen sind – oder Angst davor haben.

Und so ist unser Leben auf das Sehen aufgebaut. Doch was geschieht, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt wird. In welchem Raum befinden sich blinde oder sehbehinderte Menschen? Was bedeutet Zeit für sie? Was erzählen Töne, Geräusche? Kann man mit den Ohren sehen? Diesen und anderen Fragen geht Mit anderen Augen nach.

In diesem musikalischen Abend lenken Texte von blinden und sehbehinderten Menschen und die Lyrics der live gesungenen Songs unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Wahrnehmung weg vom Visuellen hin zu anderen Sinnen wie dem des Hörens. Nicht als Ersatz, vielleicht als Gewinn. Mit anderen Augen spürt mit musikalischen und akustischen Mitteln dem Sehen und Nichtsehen nach und schafft sinnlichemotionale Erfahrungen. Die acht Spieler*innen und Musiker befinden sich in einem Raum, der sich zwischen Dunkelheit, Unschärfe, hellem Licht und dem Verzicht auf starke Farben bewegt. Die Inszenierung unternimmt den Versuch, die Aufführung auch für nicht sehende Zuschauer*innen erfahrbar zu machen, auch mit Hilfe von Audiodeskription. Mehr als sehenswert!

Regie: Selen Kara
Musikalische Leitung: Torsten Kindermann
Bühne: Lydia Merkel
Kostüme: Emir Medic
Lichtdesign: Denny Klein
Sounddesign: Fabio Scarpari
Dramaturgie: Dorothea Neweling

Dauer: 1:30, keine Pause

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© Hans Jürgen Landes
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Schauspielhaus Bochum

Das Schauspielhaus Bochum ist seit mehr als hundert Jahren eine der führenden Spielstätten für zeitgenössisches Theater und darstellende Kunst in der deutschsprachigen Theaterszene. Seit 2018 ist Johan Simons Intendant. Er und das Team des Schauspielhaus Bochum verstehen diesen Ort als ein Stadttheater für das 21. Jahrhundert, in dem Künstler*innen aus verschiedenen Nationen und Kulturen und unterschiedlichen Disziplinen eine kreative Heimat finden. Das Herzstück des Theaters ist das feste Schauspielensemble, das kulturelle Einflüsse aus verschiedenen Nationen Europas und der Welt mitbringt.

In jeder Spielzeit produziert das Schauspielhaus Bochum neue Aufführungen von Schauspiel, Tanz und interdisziplinärer Kunst und gastiert damit auch in anderen Theatern in Deutschland und Europa sowie auf internationalen Festivals. Für sein herausragendes Programm wurde es im Jahr 2022 zum Theater des Jahres in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz gekürt.

Teil des Theaters ist auch das Junge Schauspielhaus, das seit 2018 von Cathrin Rose geleitet und dessen Programm von neuen Erzählformen für eine moderne und diverse Stadtgesellschaft geprägt wird.

Das Schauspielhaus Bochum verfügt über vier Spielstätten: das Schauspielhaus (bis zu 800 Plätze), die Kammerspiele (400 Plätze), das Oval Office (100 Plätze) und in 2 Kilometern Entfernung das Theaterrevier, die Spielstätte für Kinder- und Jugendtheater des Jungen Schauspielhauses.
THEATERKASSE:
Kassenfoyer des Schauspielhauses
Königsallee 15, 44789 Bochum
T +49 (0)234 / 3333 5555
F +49 (0)234 / 3333 5512
E tickets@schauspielhausbochum.de

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Aufführungen / Oper Aalto-Theater Essen Essen, Opernplatz 10
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Bochum Bochum, Hans-Schalla-Platz
Aufführungen / Varieté Varieté et cetera Bochum Bochum, Herner Str. 299
Ereignisse / Festival Mülheimer Theatertage 4. bis 25.5.2024
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater im Depot Dortmund Dortmund, Immermannstr. 29
Aufführungen / Theater Theater Dortmund Dortmund, Theaterkarree 1 -3
Aufführungen / Theater Theater an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Akazienallee 61
Aufführungen / Theater Theater Duisburg Duisburg, Opernplatz
Aufführungen / Theater Ringlokschuppen Ruhr Mülheim an der Ruhr, Am Schloß Broich 38
Aufführungen / Theater Theater und Philharmonie Essen Essen, Opernplatz 10
Aufführungen / Comedy Punchline Comedy Club
So 21.4.2024, 17:30 Uhr
Aufführungen / Theater Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, Europaplatz 10
Aufführungen / Theater TheaterTotal Bochum, Hunscheidtstr. 154

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