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Schauspielhaus Bochum

In Bochum steht ein Schauspielhaus. Groß und stolz. Das schönste Theater der Welt, sagt man in Bochum. Die Adresse ist fürstlich: Königsallee. Der Eindruck von außen: ein Schiff, abfahrbereit der Stadt entgegenblickend.

Seit jeher bedeutet die Bühne die Welt, und deshalb soll die Welt auch hinein in dieses Theater. Sie darf es sprengen, ausdehnen, bis sich die weißen Säulen am Portal biegen, so wie in unserem neuen Signet: die Welt im schönsten Theater der Welt, zu Hause.
Und umgekehrt auch: ein Theater, das sich den Fragen der Welt stellt.

Aufbruch und neue Vielfalt verspricht die Spielzeit 2018/2019. Ein Aufbruch von sattsam bekannten Sichtweisen und Konventionen. Und ein Aufbruch in eine neue Zeit für das Schauspielhaus Bochum, in der kulturelle, politische und soziale Vielfalt
sein Gesicht prägen – so, wie sie es mit der Welt ja auch tun und mit unserer Heimat, dem Ruhrgebiet.

Kontakt

Schauspielhaus Bochum
Königsallee 15
D-44789 Bochum

Telefon: +49 (0)234 / 3333-5555
Fax: +49 (0)234 / 3333-5512

 

THEATERKASSE:
Königsallee 15
44789 Bochum
Tel. 0234 / 33 33 55 55
Email tickets@schauspielhausbochum.de
Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Schauspielhaus Bochum

Fest

Theaterfest

Tag der offenen Tür zum Start der neuen Spielzeit mit Frühstück, Theater, Musik, Lesungen und vielem mehr

Mit einem großen Theaterfest feiert das Schauspielhaus Bochum am Sonntag, 28. August 2022 den Start in die neue Spielzeit. Los geht's mit einem gemeinsamen Frühstück auf dem Vorplatz, gefolgt von Programm und Entdeckungen für Groß und Klein im ganzen Theater: Es erwartet Sie ein vielseitiges und kreatives Programm, das neben Theater, Musik und Lesungen auch spannende Einblicke in den Theaterbetrieb umfasst sowie viele Mitmach-Aktionen für Jung und Alt.

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Schauspiel

Mädchenschrift

von Özlem Özgül Dündar und der Drama Control
Für Menschen ab 16 Jahren

Premiere: 28.8.2022

Mein Körper gehört mir. Ich bestimme, wie ich mich kleide, ob und wie ich mich schminke, wie ich meine Haare trage. Das kann ich beeinflussen. Was ich nicht beeinflussen kann, sind die Blicke, die auf meinen Körper geworfen werden. Wie ich angeschaut werde, worauf die Blicke fallen, was für Gedanken über mich und meinen Körper entstehen. Was, wenn aus den Blicken Berührungen werden? Und ich das nicht will? Wo liegt die Grenze zwischen dem, was noch akzeptabel oder Zufall ist, und ungewollten Blicken? Was machen diese Blicke mit mir, und kann ich mich dagegen wehren? Wer bestimmt eigentlich, wie ein weiblicher Körper auszusehen hat, welche Kleidung er tragen sollte, und was sagen diese Blicke über uns selbst und unser Verhältnis zum eigenen Körper aus? Warum gelten bestimmte Körper als besonders begehrenswert und andere nicht? In Mädchenschrift suchen wir nach Antworten auf die Frage, woher eigentlich bestimmte Bilder von Weiblichkeit und der Drang, Frauen und ihre Körper zu beobachten und zu bewerten, kommen.

Regie: Selen Kara
Musik: Torsten Kindermann
Bühne: Lydia Merkel
Kostüm: Sophia Deimel
Dramaturgie: Jasmin Maghames

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Schauspiel

Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat

nach dem Roman von Hervé Guibert
aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel

Premiere: 9.9.2022

Muzil, der Philosoph, der eine Freund, der sterben wird und das weiß, liegt im Krankenhaus und sagt: „Man denkt immer, es gebe über diese Art von Situation etwas zu sagen, und jetzt gibt es überhaupt nichts zu sagen.“ Nach Muzils Tod läuft Hervé Guibert durch die Straßen und singt laut ein Chanson von Françoise Hardy: „Und wenn ich vor dir gehe / denk daran, ich bin immer da / ich werde mich dem Regen und dem Wind vermählen / damit ich dich immer streicheln kann.“ Hervé Guibert hat Aids. „Ich hatte drei Monate lang Aids“, ist der erste Satz seines Romans Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat. Der letzte Satz klingt wie ein Anfang: „Ich habe endlich meine Kinderbeine und Kinderarme wieder.“ Zwischen diesen beiden Sätzen unternimmt Guibert den Versuch einer Selbstenthüllung, den Versuch, das Selbst zu enthüllen wie das Blut, von dem er fühlt, es sei „plötzlich freigelegt, entblößt, nackt“.

Wie verändert die Infektion mit einem tödlichen Virus den Bezug zum Selbst und zu den Mitmenschen? Aus Guiberts Buch erfahren wir vom Leben mit der Krankheit und vom Leben gegen den Tod. Es nur als eines über Aids zu sehen, wäre ein Missverständnis. Vielmehr erzählt das Buch von Liebe und Verrat, Berührungen, Freundschaft und Macht. Hervé Guibert schreibt von Personen, deren Leben auf verschiedene Art durch HIV verändert wurde: von seinem aidskranken Geliebten Jules, vom 1984 offiziell an Krebs gestorbenen Muzil (hinter dem sich Michel Foucault verbirgt) und von Bill, dem im Titel genannten Freund und Pharma-Manager, der ihm das Leben nicht gerettet hat. Immer wieder klammert sich der Erzähler an das Versprechen auf Heilung und stürzt von der Enttäuschung in Verzweiflung.

Der Schriftsteller Guibert, 1955 in Paris geboren und dort 1991 verstorben – also in einer Zeit, als das Virus nach Europa kam und man(n) als Homosexueller schnell ausgestoßen wurde –, war auch Fotograf. Seine Bilder von Gegenständen, Zimmern und seine Selbstporträts spiegeln den Wunsch, das Leben festzuhalten und würdevoll zu gestalten. Zurzeit werden er und sein Werk in der bildenden Kunst und im Diskurs über den Umgang mit HIV wiederentdeckt.

Die Theaterinszenierung von Florian Fischer spürt den verschiedenen künstlerischen Spuren von Hervé Guibert nach, der uns teilhaben lässt an dem, was es heißt, in Zeiten von Krankheit sich und andere zu lieben. Und sich der Welt zuzumuten: in Schönheit, Selbstachtung, Sterblichkeit.

Regie: Florian Fischer
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüm: Alexander Djurkov Hotter
Musik: Romain Frequency
Lichtdesign: Sirko Lamprecht
Dramaturgie: Vasco Boenisch, Jasmin Maghames

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Schauspiel

Alkestis

von Euripides
musikalische Motive nach Christoph Willibald Gluck

Premiere: 10.9.2022
Koproduktion mit dem Athens Epidaurus Festival

Auf Einladung des renommierten Athens Epidaurus Festival wird Johan Simons für die diesjährige 67. Edition das Stück Alkestis von Euripides, das 438 v.Chr. uraufgeführt wurde, zunächst für das Amphitheater in Epidaurus inszenieren und als Eröffnung der Spielzeit 2022/2023 im Bochumer Schauspielhaus zeigen.

Alkestis ist ein Theaterstück über falsche Entscheidungen. Allerdings über Entscheidungen, die nichts anderes als falsch sein können, weil ihnen ein Göttergeschenk zugrunde liegt, das menschliches Maß und Urteilsvermögen bei Weitem überschreitet. Admetos, Herrscher über Thrakien, kann einem frühen Tod entgehen, wenn er, so stellt der Gott Apollon es in Aussicht, jemanden findet, der an seiner Stelle freiwillig in den Tod zu gehen bereit ist. In der gesamten Verwandtschaft findet sich niemand, auch seine beiden Eltern weigern sich; allein Alkestis, seine Frau, bietet ihm dieses Opfer an. Alkestis gibt ihr Leben jedoch nicht vorbehaltlos auf. Sie macht Admetos Vorschriften darüber, wie er mit seinem weiteren Leben, also ihrem Geschenk, umzugehen hat. Er soll im Interesse der Kinder keine zweite Ehe eingehen, sie hält jede mögliche zweite Frau für ungeeignet und niedrigeren Sinnes als sich selbst. Sie macht ebenfalls deutlich, dass sie – im Falle seines Ablebens – leicht einen zweiten Mann hätte heiraten können, und überdeutlich, dass sie selbst keine Waisenkinder erziehen möchte – etwas, was Admetos unweigerlich bevorsteht. Auch spricht sie lange darüber, dass seine Eltern diesen Verzicht auf das jeweils eigene Leben nicht haben auf sich nehmen wollen. Sie macht Admetos auf alle offenstehenden Konflikte nach ihrem Tod aufmerksam, damit er zukünftig in dem Bewusstsein leben muss, dass er von ihr mehr bekommen hat, als er jemals zurückgeben kann. Das heißt, er gewinnt ein Leben ohne Sinn – sein Leben soll von fortwährender Trauer bestimmt und ganz in der Vergangenheit verhaftet sein. Alkestis und Admetos machen sich gegenseitig das Leben beziehungsweise den Tod nicht leichter, im Gegenteil, beides erscheint am Ende gleichermaßen sinnlos. Das Weiterleben von Alkestis nach der Deus-ex-machina-Rettung durch Herakles ist undenkbar; als er sie zurückbringt und Admetos sie erkennt, steht sie einfach da, zurückgestellt an einen Ort, der ihrer nicht mehr ist – und schweigt.

Regie: Johan Simons
Bühne: Johannes Schütz
Kostüm: Greta Goiris
Musik: Steven Prengels
Video: Voxi Bärenklau
Lichtdesign: Bernd Felder
Sounddesign: Will-Jan Pielage
Dramaturgie: Susanne Winnacker
Orgel: Boris Gurevich

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Kindertheater

Der kleine Prinz

nach Antoine de Saint-Exupéry
Textfassung von Thorsten Bihegue

Premiere: 10.9.2022
Ein Klassenzimmerstück für Menschen ab 6 Jahren

Kinder müssen mit Erwachsenen sehr nachsichtig sein. Wenn Erwachsene Geschichten erzählen, neigen sie zu Übertreibung und märchenhaftem Fabulieren: „Es war einmal ein Kleiner Prinz, der flog von Planet zu Planet und suchte allein mit seinem Herzen einen Freund …“

Der Kleine Prinz bereiste unter anderem zwei gestresste Kartograph*innen vom Sechsten Planeten. Die hielten ihn für verrückt. Er redete von Blumen, Vulkanen und Affenbrotbäumen, während sie versuchten, ihm ihre wirklich wichtige Arbeit zu erklären. Kurz, sie verstanden sich gar nicht. Also schickten sie ihn auf die Erde. Da war genug Platz für Geschichten über Blumen, Vulkane und Affenbrotbäume. Doch irgendwie ließ sie der komische Kleine Prinz mit seinem einsamen Herzen nicht los. Und irgendwie ging das vielen anderen Erwachsenen auch so. Egal auf welchem Planeten …

Mit diesem 2-Personen-Stück gehen wir in Grundschulen und spielen bei euch im Klassenzimmer!
Jetzt Vorstellung buchen unter jungesschauspielhaus@schauspielhausbochum.de

Regie: Thorsten Bihegue
Bühne, Kostüm: Theresa Mielich
Dramaturgie: Cathrin Rose

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Kindertheater

Wie Rosie den Käsekopter erfand

nach dem Kinderbuch von Andrea Beaty und David Roberts

Premiere: 11.9.2022
Objekttheater für Menschen ab 5 Jahren

Rosie liebt es, Dinge zu erfinden! Sie ist ungefähr acht Jahre alt, und ihr Zimmer ist voller Schätze: Da sind Schrauben und Deckel von Zahnpastatuben, Eisschirmchen und Zahnräder … Rosie kann alles gebrauchen, und sie erfindet fantastische Sachen mit ihren Fundstücken. Klar, dass sie später mal Ingenieurin werden will, also professionelle Dinge-Erfinderin. Schule findet sie langweilig, da kann man nichts ausprobieren, und die richtige Antwort steht immer schon fest. Beim Erfinden entdeckt Rosie Dinge, die sie vorher nicht wusste. Und nicht alles klappt auf Anhieb, das gehört dazu.

Als ihre Oma zu Besuch kommt, beschließt Rosie, ihr ihren größten Wunsch zu erfüllen: endlich einmal zu fliegen! Eine ganze Nacht lang bastelt Rosie an einem Fluggerät: dem Käsekopter. Wird sie es schaffen? Wird der Käsekopter fliegen? Kommt vorbei und findet es heraus! Eine Geschichte vom Wühlen und Schrauben, vom Scheitern, Lachen und Krachen.

Sara Hasenbrink ist eine Bochumer Figurentheaterkünstlerin. Sie baut alles, was man sich nur vorstellen kann, ganz kleine Dinge und ganz große. Sie steht oft selbst auf der Bühne, aber für das Theaterrevier inszeniert sie dieses Stück für Menschen ab 5 Jahren.

Regie, Objekte, Bühne: Sara Hasenbrink
Objekterfinder und Apparatekonstrukteur: Jonas Johnke
Kostüm: Tanja Maderner
Klang- und Tongestaltung: KlangFigurenKollektiv feat. Niko Dolle, Stella Polaris /YENGA/
Dramaturgie: Cathrin Rose

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© Birgit Hupfeld
Schauspiel

Die Hermannsschlacht - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie

von Barbara Bürk und Clemens Sienknecht

Treffen sich Hermann und Varus im Teutoburger Wald. Sagt der eine: „Time to say goodbye!“ Darauf der andere: „I will survive!“ Doch Hermann ironisch: „Knock knock knockin’ on heaven’s door!“ Was man dann noch hörte, war ein leises Bang Bang. Und Varus bites the dust. – Was waren das für Zeiten, als Hermann der Cherusker 9 n. Chr. die Römer aus Germanien vertrieb. Ein deutscher Mythos. Ein Bochumer Mythos: Die Hermannsschlacht, das patriotische Heldendrama, von Claus Peymann 1982 an der Königsallee zeitkritisch in Szene gesetzt. Heute versammeln sich im Schauspielhaus die Mitglieder der Frohsinn Singing Society aus Bochum-Wattenscheid, um gleich mehrere spektakuläre Hermann-Jubiläen zu feiern. Ein heiter-geselliger Abend auf den legendären Spuren von Arminius, Ventidius, Thusnelda und den Original-Sandalen von Gert Voss. Sing Hallelulja!

Die Hermannsschlacht – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie gehört in die Reihe von charmant-persiflierenden Musiktheaterabenden, die die Regisseurin Barbara Bürk und der Musiker, Schauspieler und Regisseur Clemens Sienknecht erfinden und in denen sie klassische Dramen, Romane oder Mythen nostalgisch und schräg nachspielen und nacherzählen. So entstand am Deutschen Schauspielhaus Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2016. Es folgten Adaptionen von Anna Karenina, Madame Bovary und den Nibelungen. Am Schauspielhaus Bochum widmen sie sich mit Pop-Songs und neuen Texten in einer ganz besonderen Jubiläumsshow der viel diskutierten Hermannsschlacht von Heinrich von Kleist, dem Stück Weltliteratur, das wohl wie kein zweites mit dem Bochumer Theater verbunden ist.

Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht
Bühne, Kostüm: Anke Grot
Lichtdesign: Wolfgang Macher
Dramaturgie: Vasco Boenisch

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Schauspiel

Mit anderen Augen

Ein musikalischer Abend über das Sehen
von Selen Kara und Torsten Kindermann

Mit anderen Augen ist eine berührende Theatercollage aus Songs, Texten, Bildern, Klängen und Sinneseindrücken, die auf poetische Weise eintaucht in die Welt der Blindheit. Wir leben in einer Gesellschaft der Sehenden. Von „Auf Wiedersehen“ über den blinden Alarm bis zur Liebe auf den ersten Blick ist unsere Sprache voller Metaphern des Sehens. Häufig werden Erkenntnis und Rationalität mit Licht und Sehen verknüpft, Unmündigkeit und Irrationalität hingegen mit Bildern der Blindheit und Dunkelheit. Die Welt der Blindheit ist vielen von uns vollkommen unbekannt, wir sprechen selten bis nie darüber, auch, weil wir nicht betroffen sind – oder Angst davor haben.

Und so ist unser Leben auf das Sehen aufgebaut. Doch was geschieht, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt wird. In welchem Raum befinden sich blinde oder sehbehinderte Menschen? Was bedeutet Zeit für sie? Was erzählen Töne, Geräusche? Kann man mit den Ohren sehen? Diesen und anderen Fragen geht Mit anderen Augen nach.

In diesem musikalischen Abend lenken Texte von blinden und sehbehinderten Menschen und die Lyrics der live gesungenen Songs unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Wahrnehmung weg vom Visuellen hin zu anderen Sinnen wie dem des Hörens. Nicht als Ersatz, vielleicht als Gewinn. Mit anderen Augen spürt mit musikalischen und akustischen Mitteln dem Sehen und Nichtsehen nach und schafft sinnlichemotionale Erfahrungen. Die acht Spieler*innen und Musiker befinden sich in einem Raum, der sich zwischen Dunkelheit, Unschärfe, hellem Licht und dem Verzicht auf starke Farben bewegt. Die Inszenierung unternimmt den Versuch, die Aufführung auch für nicht sehende Zuschauer*innen erfahrbar zu machen, auch mit Hilfe von Audiodeskription. Mehr als sehenswert!

Regie: Selen Kara
Musikalische Leitung: Torsten Kindermann

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Tanz

Nederlands Dans Theater

Gastspiel

Willkommen zurück: Nach ihrem erfolgreichen Auftritt am Schauspielhaus Bochum im Herbst 2021 begrüßen wir die berühmte Tanzkompanie aus Den Haag erneut auf unserer Bühne. Die jungen Tänzer*innen vom NDT 2 präsentieren drei Inszenierungen aus ihrem aktuellen Repertoire:

FATHOMS – TIFFANY TREGARTHEN & DAVID RAYMOND
Experimentelles, rigoroses freies Spiel: Mit diesem Ansatz verfolgt das kanadische Choreograf*innen-Duo in ihren Arbeiten eine filmische, der Schwerkraft trotzende Ästhetik. Zu Fathoms schreibt de Volkskrant: „Körper drehen sich, Stühle bewegen sich von selbst, und in dieser wunderbaren Atmosphäre springen sich Tänzer*innen auf unzählige kreative Arten in die Arme.“

BEDTIME STORY – NADAV ZELNER
In Bedtime Story begeben sich 13 Tänzer*innen auf die Suche nach dem inneren Kind und nehmen ihr Publikum dafür mit in die Welt der Träume. „In einer Mischung aus Hip-Hop-Virtuosität und klassischer Technik schießen die Bewegungsimpulse blitzschnell von einer auf die andere Seite der elastischen Tanzkörper.“ (Parool) „Zelners Tanzsprache ist leidenschaftlich, blitzschnell und absolut, detailliert bis in die Fingerspitzen.“ (NRC)

CLUSTER – EDWARD CLUG
Aus einem leeren Raum heraus und durch einen Dialog der Instinkte und das tägliche Ritual der Proben geleitet, durchlief Edward Clug mit sechs Tänzer*innen einen sich spontan entfaltenden Entstehungsprozess. Das Ergebnis: „ein überwältigend dicht komponiertes, bewegliches Kunstwerk aus fabelhaften Körpern“ (de Volkskrant).

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4 Schauspiel

Das neue Leben

where do we go from here
frei nach Dante Alighieri, Meat Loaf und Britney Spears

Und jetzt stellen wir uns vor: Wir sind neun Jahre alt und treffen die Liebe unseres Lebens. Wir treffen sie nicht wirklich, es ist nur ein Blick. Aber wir sind wie geblendet. Mit 18 sehen wir sie wieder: ein Gruß (kein Kuss) von ihr, weit weg. Und eigentlich war es das auch schon. Kein Wort, kein Kontakt. Doch unser ganzes Leben werden wir dieser Liebe widmen.

Dann geht es uns wie Dante Alighieri. Ein Italiener, im Jahr 2021 jährt sich sein Todestag zum 700. Mal, einer der größten Schriftsteller Europas aller Zeiten. Aber das ist jetzt erst einmal zweitrangig. Versetzen wir uns in seine Lage, seine und die seiner Angebeteten. Beatrice! Scheu bleibt er auf Distanz. Denn sobald er sich ihr nähert, verliert er die Fassung und wird ausgelacht. Er täuscht sogar andere Beziehungen an, um seine wahre Liebe zu vertuschen. Das macht es am Ende nur schlimmer. Als die Pest wütet und Beatrice jung verstirbt, hat er nichts erreicht – außer einem Stapel glühender Liebesgedichte und Liebeslieder. Was nützt die Liebe in Gedanken? Viel. Wie in einem Tagebuch bündelt er in Das neue Leben seine Erlebnisse, Träume, auch spirituelle Zahlenmystik und vor allem seine jugendliche Liebeslyrik, die er für das Publikum interpretiert wie Schulgedichte, um sicherzugehen, dass auch ja alle ihn verstehen. Für Dante beginnt ein neues Leben durch innere Erneuerung. Sein Werk steht auch dafür, wie Dichtung durch Liebe inspiriert wird. Am Ende gilt ein Wunsch: Dante will Beatrice wiedersehen. Und hierfür schreibt er, rund 20 Jahre später, sein Jahrtausendwerk: Die Göttliche Komödie. Ein Ritt durch Hölle, Fegefeuer bis ins Paradies – wo er Beatrice wieder trifft. Und erstmals mit ihr spricht. Auf Erden nicht möglich, im fiktiven Himmel schon.

Die Hoffnung auf eine zweite Chance hat jede*r schon einmal verspürt. Auf einen Neuanfang. Wie macht man das eigentlich, fragt sich Regisseur Christopher Rüping bei seiner ersten Arbeit am Schauspielhaus Bochum. Seine Inszenierungen sind ebenso zarte wie überschwängliche Abende, in denen die Spielenden sich und dem Publikum frei begegnen können und die ihn zu einem der prägenden Regisseur*innen im deutschsprachigen Theater gemacht haben. Mit dem Ensemble begibt er sich auf eine Erkundungsreise durch Dantes Liebeswelt und die seiner popkulturellen Erben, von Britney Spears bis Meat Loaf. Love is all. Zusammen suchen wir, auch nach dieser langen Zeit verhinderter zwischenmenschlicher Begegnungen: Was kann das neue Leben sein, wenn das alte nicht mehr möglich ist. Wie fangen wir neu an? Where do we all go from here? Beatrice weiß vielleicht eine Antwort.

Auf Grundlage einer Übersetzung von Thomas Vormbaum

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Peter Baur
Kostüm: Lene Schwind
Musik: Jonas Holle, Paul Hankinson
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Vasco Boenisch

Eine Produktion des Schauspielhaus Bochum, im Rahmen von Transfer Bochum/Zürich

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© Birgit Hupfeld
Schauspiel

Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

nach David Foster Wallace

Mit Corona kam auch die boomende Kreuzfahrtschifffahrt vorläufig zum Erliegen. Doch inzwischen wird wieder um die verunsicherte Kundschaft geworben: „Bleiben Sie unter sich: Rundumsorglos – an Bord und an Land.“

Für manche klingt das mehr wie eine Drohung. Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik zum Beispiel – für David Foster Wallace kann es keine kürzere Definition für die Hölle geben. Im Auftrag von Harper’s Magazine ging der berühmte US-Autor Mitte der Neunziger an Bord der Zenith und stach von Key West aus in See. Ein Selbsterfahrungstrip besonderer Güte. Und ein grandioser Reisereport, der seit Jahren auf den Bestsellerlisten steht: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich.

Wallace begibt sich in die kundigen Hände der Schiffscrew, deren Slogan „Your Pleasure is our Business“ (Ihr Vergnügen ist unser Geschäft) bisweilen einen drohenden Unterton annimmt. Er kämpft gegen die Angst, von einer ungemein effizienten Unterdruck-Toilette entsorgt zu werden. Er nimmt am Wettbewerb um die schönsten Männerbeine teil. Er beobachtet 500 amerikanische Leistungsträger*innen beim Ententanz. Und er hört erwachsene Menschen am Info-Counter fragen, ob man beim Schnorcheln nass wird, ob die Crew ebenfalls an Bord schläft oder um welche Uhrzeit das Mitternachtsbüffet eröffnet wird.

Eine Woche lang macht Wallace alles mit, was das Bordleben für den erholungsbedürftigen Urlauber bereithält. Umgeben von Jubel, Trubel und Heiterkeit, wird er selber zunehmend stiller und beginnt, sich in seiner Kabine einzuigeln. So gerät diese Reise übers Meer auch zu einer berührenden Reise zu sich selbst. Doch man muss sich den Dingen stellen und vor allem dem, was für andere Menschen die schönste Zeit des Jahres bedeutet.

David Foster Wallaces so komische wie einfühlsame Beobachtungen über das Leben an Bord einer schwimmenden Hochzeitstorte, über eigentümliche Reisegenoss*innen, unvergessliche Landgänge, den Terror des Amüsierzwangs sowie die eignen Zweifel und Ängste nannte die FAZ ein

„Meisterstück der literarischen Reportage“ und Harald Schmidt schlicht „ein grandioses Buch“. Jetzt als großes Schauspieler-Solo. Leinen los – oder will doch noch jemand zu Hause bleiben?

aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay
Bearbeitung von Vasco Boenisch

Regie: Tamo Gvenetadze

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Schauspiel

Das Gespenst der Normalität

von Saara Turunen

Ein Mann, so hellhaarig und hellhäutig, dass man ihn am liebsten als Albino bezeichnen würde, liest eine Traueranzeige vor. So beginnt das Stück. Der „Albino“ wird von einer Frau gespielt. Seine Identität passt in keine Schublade. In der letzten Szene werden wir seine Beerdigung sehen, in der er offen fragt, warum niemand so schöne Dinge wie in der Trauerrede zu ihm gesagt habe, als er noch am Leben war.

Figuren wie er tauchen auf und ab und wieder auf in dem sonderbaren Szenenreigen Das Gespenst der Normalität der finnischen Autorin und Regisseurin Saara Turunen. Der Titel ist inspiriert von Luis Buñuels Film Das Gespenst der Freiheit. Wo der Film die gesellschaftliche Freiheit in surrealistischen Episoden untersucht, bohrt sich das Theaterstück in unsere Vorstellungen vom Normalen und Alltäglichen. Es erzählt von der Sehnsucht nach dem Gewohnten, aber auch von der Bedrohlichkeit des Andersseins, der Angst, sich von der Menge abzuheben.

Minimalistische Szenen, ruhig, manche ganz ohne Sprache, versehen mit einem feinen Humor, fügen sich nahtlos aneinander und entwickeln einen fast filmischen Sog: eine Familie beim Fernsehen, eine kleine Hochzeitsfeier, eine Frau, die Vokabeln lernt, eine Frau beim Paartherapeuten, Schulkinder im Chorunterricht oder junge Männer in einem Nachtclub. Doch diese Idyllen haben feine Risse: Die Welt ist in diesem Stück ein Durchgangszimmer, in dem jede und jeder zu Hause und auch wieder fremd ist. Diese Menschen haben Wünsche und Ängste; sie wollen dazugehören, nicht auffallen, sich frei entfalten oder andere in ihre Schranken weisen. Saara Turunen, Jahrgang 1981, erzählt hiervon in einer ganz eigenen Theatersprache, die eine Entdeckung im deutschsprachigen Theater ist. Sie verfremdet das Gewöhnliche, indem sie eine absurde Welt aus traumartigen Bildern erschafft. Fast so, als wären die skurrilen Melancholiker aus den Filmen von Roy Andersson oder Aki Kaurismäki in die klaustrophobischen Kunst-Tableaus einer Theateraufführung von Susanne Kennedy geraten. Wie das aussieht? Jedenfalls alles andere als normal.

Die finnische Originalversion entstand 2016 am Q-teatteri in Helsinki und dem Tampereen Teatterikesä.

Aus dem Finnischen von Stefan Moster

Regie: Saara Turunen
Bühne: Milja Aho
Kostüm: Laura Haapakangas, Liisa Pesonen
Sounddesign: Tuuli Kyttälä
Choreografie: Janina Rajakangas
Lichtsesign: Erno Aaltonen
Dramaturgie: Dorothea Neweling

Koproduktion mit Turunen Company. Unterstützt von Arts Promotion Centre Finland, Alfred Kordelin Foundation, The Finnish Cultural Foundation, Goethe Institut Finnland & TINFO - Theatre Info Finland

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Schauspiel

Noise. Das Rauschen der Menge

von Manuela Infante

Das englische Wort Noise kann als Geräusch übersetzt werden, aber auch als Lärm, Störung, Rumoren – Rauschen. Noise bezeichnet das, was gewöhnlich klanglich stört. Denn dieses Rauschen ist mehr als Klang. Es ist eine Überlagerung von Schwingungen unterschiedlicher Lautstärke, ein Geräusch, das sich aus vielen Geräuschen zusammensetzt. Das kann auch sein: aus dem Rufen von Parolen und dem Schreien von Menschen, den Schlägen von Kochlöffeln auf Töpfe, von Händen gegen Wände oder aus Tritten gegen Bushaltestellen. Das würden wir schon eher als Rumoren bezeichnen.

Auch die Theaterautorin und Regisseurin Manuela Infante versteht Noise als Ausdrucksart der politischen Unruhe. Wie das Rumoren, das 2019 auf den Straßen von Santiago de Chile, wo sie lebt, zu hören war, ausgelöst durch die geplante Erhöhung der U-Bahn-Preise. Die Demonstrationen verstärkten sich zu landesweiten Protesten gegen soziale Ungleichheit und für nun erfolgende Verfassungsreformen, wohlgemerkt ohne einzelne Anführer*innen zu ernennen. Für Manuela Infante ist dieses Rauschen der Klang der Stimmen der Vielen, die sich lautstark zur Wehr setzen. Vergleichbar mit der Protestbewegung Fridays For Future, die zwar weltweit Personen verbindet, aber nicht zentral gesteuert, sondern als vielstimmige Menschenmenge zu lautstarkem Protest bringt. Mit ihrem Stück Noise. Das Rauschen der Menge möchte Manuela Infante der Frage nachgehen, ob Gesellschaften sich trauen werden, diese vielstimmige Unruhe auch mit einer pluralen Politik der Vielen zu beantworten, mit neuen Ideen von Mitbestimmung, statt sie mit einer einzelnen Stimme der Macht abzuwürgen.

Die Chilenin Manuela Infante zählt zu den international zurzeit spannendsten Theatermacher*innen. Ihre Arbeit zeichnet sich durch die szenische Artikulation philosophischer Fragestellungen aus. 2019 gewann sie mit ihrem Stück Estado Vegetal, in dem sie sich am Beispiel von Pflanzen kritisch mit gegenwärtigen Gesellschaftssystemen auseinandersetzt, den Werkauftrag des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens. Am Schauspielhaus Bochum, dem Partnertheater des Stückemarkts, entsteht nun die Uraufführung ihres neuen Stücks. Sie wird es mit und für die Stimme eines Bochumer Ensemblemitglieds schreiben und sich mit ihr an eine poetisch-politische Untersuchung des Rauschens als neue vielstimmige Sprache der Menge machen.

Preisträger des Stückemarkt Werkauftrags im Rahmen des Theatertreffens 2019 gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

aus dem Englischen von Felicitas Arnold
Text, Regie: Manuela Infante

Dauer: 1:30h, keine Pause

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Schauspiel

Hamlet

von William Shakespeare

Der alte König Hamlet ist tot, sein Mörder und Bruder Claudius hat seine Witwe Gertrud geheiratet und sitzt jetzt auf dem Thron. Prinz Hamlet, krank vor Trauer, wird vom Geist seines Vaters heimgesucht. Der Geist befiehlt ihm, ihn zu rächen. Dieser Auftrag treibt Hamlet immer weiter in die Isolation. William Shakespeare machte 1602 aus einer europäischen Legende die philosophische Geschichte einer bis heute faszinierenden Sinnsuche. In der Regie von Johans Simons mit Sandra Hüller in der Titelrolle wird Hamlet zu einem Plädoyer für radikale Ehrlichkeit.

Was fasziniert dich an William Shakespeare?

Johan Simons: Mich fasziniert seit jeher, wie Shakespeare eine große philosophische Kraft lebendig und spielbar macht. Er ist ein Virtuose der Sprache. Ein Stück von Shakespeare ist wie ein großes Fenster, durch das man in einen Wald blickt. Griechische Autoren wie Aischylos sind wie eine Wüste oder eine Eisfläche. Shakespeare ist wie ein Wald mit Hügeln, Bäumen, Teichen und Moorseen. Man rutscht leicht aus, der Boden ist glitschig.

Was ist der Kern des Stücks?

Johan Simons: „To be or not to be.“ Nicht umsonst ist der Satz so berühmt. Hier versucht jemand herauszufinden, ob es ein Recht auf Existenz gibt. Was ist der Sinn unseres Lebens, wenn eine Lüge so oft als Wahrheit gilt? Meiner Meinung nach ist Hamlet extrem empfindlich und kompromisslos, er erträgt keine falschen Fassaden. Das zerstört ihn.

In Bochum wird Hamlet von einer Frau gespielt. Warum?

Johan Simons: Ich möchte kein großes Thema daraus machen. Eigentlich ist es normal, dass eine Frau Hamlet spielt: Sarah Bernhardt, Angela Winkler, Asta Nielsen, viele andere haben es schon gemacht. Theater vermittelt sich über Gedanken, nicht über Identifikation. Der Stoff handelt von Geisteskraft und der Dynamik des Denkens. Sandra Hüller hat einen flexiblen Geist. Und sie hat eine persönliche Herangehensweise. Sie lehnt jeden Zynismus ab. Sandra erweitert Hamlets Gedanken und füllt sie mit Emotionen, wie nur sie das kann.

Regie: Johan Simons
Textfassung: Jeroen Versteele
Bühne, Kostüme: Johannes Schütz
Musik: Mieko Suzuki
Mitarbeit Musik und Sounddesign: Lukas Tobiassen
Klangregie: Will-Jan Pielage
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Jeroen Versteele
Mitarbeit Dramaturgie: Felicitas Arnold
Übersetzung: Angela Schanelec, Jürgen Gosch

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Kindertheater

Rückkehr von den Sternen

nach Stanislaw Lem von der Tanztheaterbande
Für Menschen ab 12 Jahren

Stellt euch vor, es gibt eine Welt, in der es keine Kriege, keinen Hass und keinen Neid gibt. Alle Menschen sind gleichwertig und alle gefährlichen Aufgaben werden von Robotern erledigt… Mit Tanz, Bewegungen, Film und Theater werden die Bandenteilnehmende frei nach dem Roman von Stanislaw Lem, sich mit einigen Fragen aus dem Buch auseinandersetzen: Wie kann eine Utopie der Gesellschaft funktionieren? Wie frei dürfen unsere Entscheidungen eigentlich sein? Was macht uns als Menschen aus? Und was bedeutet Freiheit eigentlich für uns?

Künstlerische Leitung: Kama Frankl-Groß, Kwame Osei
Bühne: Fiona Hennerkes
Kostüm: Pia Bührman

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Schauspielhaus Bochum

In Bochum steht ein Schauspielhaus. Groß und stolz. Das schönste Theater der Welt, sagt man in Bochum. Die Adresse ist fürstlich: Königsallee. Der Eindruck von außen: ein Schiff, abfahrbereit der Stadt entgegenblickend.

Seit jeher bedeutet die Bühne die Welt, und deshalb soll die Welt auch hinein in dieses Theater. Sie darf es sprengen, ausdehnen, bis sich die weißen Säulen am Portal biegen, so wie in unserem neuen Signet: die Welt im schönsten Theater der Welt, zu Hause.
Und umgekehrt auch: ein Theater, das sich den Fragen der Welt stellt.

Aufbruch und neue Vielfalt verspricht die Spielzeit 2018/2019. Ein Aufbruch von sattsam bekannten Sichtweisen und Konventionen. Und ein Aufbruch in eine neue Zeit für das Schauspielhaus Bochum, in der kulturelle, politische und soziale Vielfalt
sein Gesicht prägen – so, wie sie es mit der Welt ja auch tun und mit unserer Heimat, dem Ruhrgebiet.
THEATERKASSE:
Königsallee 15
44789 Bochum
Tel. 0234 / 33 33 55 55
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Bewertungen & Berichte Schauspielhaus Bochum

Aufführungen / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Aufführungen / Varieté Varieté et cetera Bochum Bochum, Herner Str. 299
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Ausstellungen / Museum Zeitreise Strom Recklinghausen Recklinghausen, Uferstraße 2-4
Aufführungen / Theater Theater im Depot Dortmund Dortmund, Immermannstr. 29
Aufführungen / Theater Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Dimbeck 2a
Aufführungen / Theater Consol Theater Gelsenkirchen Gelsenkirchen, Bismarckstr. 240
Aufführungen / Theater Theater Dortmund Dortmund, Theaterkarree 1 -3
Aufführungen / Theater Theater an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Akazienallee 61
Aufführungen / Theater Theater Duisburg Duisburg, Opernplatz
Aufführungen / Theater Ringlokschuppen Ruhr Mülheim an der Ruhr, Am Schloß Broich 38
Aufführungen / Theater Theater und Philharmonie Essen Essen, Opernplatz 10
Aufführungen / Show GOP Varieté-Theater Essen
Di, 23.8.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Show GOP Varieté Essen GmbH & Co. KG
Fr, 9.9.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy GOP Varieté Essen GmbH & Co. KG
Mo, 24.10.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, Europaplatz 10
Aufführungen / Theater TheaterTotal Bochum, Hunscheidtstr. 154

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