Aufführungen / Oper
Aalto-Theater Essen
Essen, Opernplatz 10
- Morgen: Carmen
- Uraufführung: Die verzauberte Stadt
- Premiere: Ptah VI
- La fanciulla del West
- Öffentliche Theaterführung
- Parsifal

- Relations
- Der Ring - Ein Fall für eine Stunde?
- Architekturführungen
- Otello
- StadTräume
- Open Classes
- Tanzhommage an Queen
- Petrosinella, lass dein Haar herunter!
- Das von dem finnischen Architekten Alvar Aalto entworfene Aalto-Theater zeigt Musiktheater und Ballettaufführungen sowie Konzerte der Essener Philharmoniker.
Aufführungen / Theater
Schauspielhaus Bochum
Bochum, Hans-Schalla-Platz
- Heute: Die Traumraumfahrt
- Morgen: Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
- Premiere: Die gelbe Tapete
- Premiere: Die Räuber
- Premiere: Same Same
- Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten
- Romeo und Julia - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
- Trauer ist das Ding mit Federn
- Leben und Schicksal
- Don’t Worry Be Yoncé
- Das NEINhorn
- Die Gehaltserhöhung
- Vom Ende der Einsamkeit
- Sturmhöhe
- KRACH
- Orlando
- Die Kunst des Deals
- Theaterführung
- Kreislers kalte Füße
- Macbeth
- Frankenstein
- Firlefanz: Als Ela das All eroberte
- Club 27 - Songs für die Ewigkeit
- Das große Heft
- RCE
- All about Earthquakes
- Whatever The Fuck You Want
- Schlosshotel Zum Sonnenschein
- Mit anderen Augen
- Vier Piloten
- Trommeln in der Nacht
- Der Dreiviertelhöhepunkt
- Das Theater der Stadt Bochum.
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
Trommeln in der Nacht
Schauspielhaus Bochum
Auf in den politischen Aktivismus, oder lieber in Sicherheit: ins große, weiße Bett. Stell dir vor, du bist schwanger und niemand darf es wissen. Und der, auf den du seit vier Jahren wartest, ist in den Krieg gezogen. Stell dir vor, deine Eltern lieben ihr Heimatland mehr als dich und bieten dich als Braut einem an, der ihre Fabrik übernehmen soll. Stell dir vor, draußen tobt der Aufstand, weil der Staat versagt. In der Inszenierung Trommeln in der Nacht von Felicitas Brucker mit Texten von Şeyda Kurt steht Bertolt Brechts Theaterstück von 1922 auf dem Prüfstand unserer Gegenwart: Wer profitiert vom Krieg und wer lehnt sich auf? An der Front, im Ehebett und auf der Straße? Die Autorin Şeyda Kurt erweitert Brechts frühes Stück um den Kriegsheimkehrer Kragler mit Texten von Frauen, die sich weder verkaufen noch warten wollen. Regie: Felicitas Brucker Bühne: Viva Schudt Kostüm: Henriette Müller Musik: Daniel Murena Video: Lion Bischoff Dramaturgie: Leonie Ute Maria Adam Regieassistenz: Linda Hecker Bühnenbildassistenz: Anita Ackva Kostümassistenz: Minna Liebhart Regiehospitanz: Leon Hasenberg Kostümhospitanz: Amelie Narz Soufflage: Isabell Weiland Inspizienz: Ulrike Schaper Sprachcoaching: Roswitha Dierck Dauer: ca. 1:30h, keine Pause
Aufführungen
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Mit anderen Augen
Schauspielhaus Bochum
Mit anderen Augen ist eine berührende Theatercollage aus Songs, Texten, Bildern, Klängen und Sinneseindrücken, die auf poetische Weise eintaucht in die Welt der Blindheit. Wir leben in einer Gesellschaft der Sehenden. Von „Auf Wiedersehen“ über den blinden Alarm bis zur Liebe auf den ersten Blick ist unsere Sprache voller Metaphern des Sehens. Häufig werden Erkenntnis und Rationalität mit Licht und Sehen verknüpft, Unmündigkeit und Irrationalität hingegen mit Bildern der Blindheit und Dunkelheit. Die Welt der Blindheit ist vielen von uns vollkommen unbekannt, wir sprechen selten bis nie darüber, auch, weil wir nicht betroffen sind – oder Angst davor haben. Und so ist unser Leben auf das Sehen aufgebaut. Doch was geschieht, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt wird. In welchem Raum befinden sich blinde oder sehbehinderte Menschen? Was bedeutet Zeit für sie? Was erzählen Töne, Geräusche? Kann man mit den Ohren sehen? Diesen und anderen Fragen geht Mit anderen Augen nach. In diesem musikalischen Abend lenken Texte von blinden und sehbehinderten Menschen und die Lyrics der live gesungenen Songs unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Wahrnehmung weg vom Visuellen hin zu anderen Sinnen wie dem des Hörens. Nicht als Ersatz, vielleicht als Gewinn. Mit anderen Augen spürt mit musikalischen und akustischen Mitteln dem Sehen und Nichtsehen nach und schafft sinnlichemotionale Erfahrungen. Die acht Spieler*innen und Musiker befinden sich in einem Raum, der sich zwischen Dunkelheit, Unschärfe, hellem Licht und dem Verzicht auf starke Farben bewegt. Die Inszenierung unternimmt den Versuch, die Aufführung auch für nicht sehende Zuschauer*innen erfahrbar zu machen, auch mit Hilfe von Audiodeskription. Mehr als sehenswert! Regie: Selen Kara Musikalische Leitung: Torsten Kindermann Bühne: Lydia Merkel Kostüme: Emir Medic Lichtdesign: Denny Klein Sounddesign: Fabio Scarpari Dramaturgie: Dorothea Neweling Dauer: 1:30, keine Pause
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Die Räuber
Schauspielhaus Bochum
Premiere: 20.6.2026 Die Jugend probiert den Umsturz aus. Feiern oder fürchten wir sie? Da lebt ein 17-Jähriger seit Jahren gefangen in einer despotischen Militärakademie und schreibt sich den ersehnten Umsturz von der Seele. Schreibt von Vatermord und Bandenbildung, vom Aufstand der Jungen gegen die Ordnung der Eltern, von extremer Gewalt, in selbstverständlicher Beiläufigkeit auch gegen Frauen, und von radikalem Denken. Im Zentrum: das beliebte Motiv der verfeindeten Brüder, die auf unterschiedliche Weise Rache nehmen. Am Ende: der Geschmack von Freiheit, die über Leichen geht. Schiller hat sich mit Karl und Franz Moor den doppelten Angriff auf sein Zeitalter imaginiert. Bis heute brennt sein dramatisches Debüt als Schullektüre die revolutionäre Geste in die Köpfe immer neuer Teenager. In Zeiten, in denen die extreme Rechte den Umsturz propagiert und das Patriarchat sich neu formiert, stellt sich die Frage, ob wir den Aufstand in Schillers Räubern feiern oder fürchten. Lucia Bihlers Inszenierungen sind voller einprägsamer Bildkompositionen und traumwandlerisch starker Setzungen. Mit Die Räuber stellt sich die Regisseurin erstmals dem Bochumer Publikum vor. Regie: Lucia Bihler Bühne: Paula Wellmann Kostüm: Leonie Falke Musik: Jakob Suske Choreografie: Felicitas Madl Lichtdesign: Bernd Felder Dramaturgie: Angela Obst technische Produktionsleitung: Lisa Schwarz Regieassistenz: Linda Hecker Bühnenbildassistenz: Ioana Isabela Voicu Kostümassistenz: Lara Türkcü Regiehospitanz: Leonie Wendt Dramaturgiehospitanz: Eleonora De Pace Kostümhospitanz FSJ: Bruno McGettrick Soufflage: Tanja Grix Inspizienz: Nora Köhler Übertitelung: Holger Rademacher, Sabine Heil
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All about Earthquakes
Schauspielhaus Bochum
Ein 14-köpfiges Ensemble sucht in der Katastrophe nach einer politischen Revolution, die sich Liebe nennt. Es muss möglich sein. Dass wir eine liebende Gesellschaft sind. Dass wir teilen, uns supporten, aufeinander achten, denen in Not helfen, ohne Ansicht von Herkunft, Alter, Geschlecht. In zwei Texten, die (nicht nur) 200 Jahre trennen, finden wir die Suche danach. Auf den ersten Blick strotzt Kleists Novelle Das Erdbeben in Chili nur so vor Gewalt: Zwei Liebenden, die Standesgrenzen trennen, droht der Tod, ein Erdbeben verhindert zwar die Hinrichtung, doch am Ende findet ein Blutbad statt, dass niemand vergisst, der davon liest. Aber zwischendrin hält der Text die Luft an und die beiden finden sich nach der Katastrophe in einem Tal wieder, inmitten anderer Überlebender, es könnte ein Neuanfang sein. Haben sie die feministische Autorin und Soziologin bell hooks gelesen? Die u. a. in ihrem Buch all about love über eine wahrhaft liebende Gesellschaft nachdenkt? Die gegen Patriarchat, White Supremacy und Kapitalismus aufbegehrt und sagt: Es muss möglich sein? Regisseur Christopher Rüping (Das neue Leben, Trauer ist das Ding mit Federn) sucht mit seinem 14-köpfigen Ensemble und Kleist, bell hooks und Haddaway einen Ausweg aus der verfahrenen Lage der Gegenwart. What is love? Regie: Christopher Rüping Bühne: Jonathan Mertz Kostüm: Lene Schwind Musik: Jonas Holle, Matze Pröllochs Lichtdesign: Bernd Felder Dramaturgie: Angela Obst Regieassistenz: Albrecht Schroeder Bühnenbildassistenz: Íngrid Pons i Miras Kostümassistenz: Una Güth, Lara Türkcü Regiehospitanz: Simon Friedl Bühnenbildhospitanz: Isiah Mruck Kostümhospitanz: Lilith Kürten Dramaturgiehospitanz: Josephine Wolf Sprachcoaching: Roswitha Dierck Inspizienz: Jonas Kissel Soufflage: Dr. Arian Schill Übertitelung: Holger Rademacher, Kristina Ahrens Dauer: ca. 2:15h, keine Pause
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RCE
Schauspielhaus Bochum
Angewandter Antikapitalismus: Sibylle Bergs Anleitung zum Reboot der Welt. In Sibylle Bergs Roman RCE geht die Welt, in der wir leben, weiter den Bach runter. Der Kapitalismus ist alternativlos geworden. Das „beste aller Systeme“ hat Wenigen zu absurdem Reichtum verholfen und sehr Vielen ein menschenwürdiges Dasein genommen. Die Krise ist der Normalzustand. Jede Bewegung wird dokumentiert, jedes Fleckchen Erde privatisiert und jede Denkbewegung kontrolliert. Fünf Hacker*innen treffen sich, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Sie programmieren einen Code für einen Computerangriff, der den Crash des Systems verursachen und die Massen mobilisieren soll (RCE: Einschleusung eines unerwünschten Programmcodes in Computersysteme über Sicherheitslücken). Und erstaunlicherweise gelingt ihnen genau das. Doch was folgt daraus? Sind die Menschen nach dem Systemsturz noch zu retten? Wie sieht eine Welt ohne den Kapitalismus aus? Sibylle Berg, eine der wichtigsten Autor*innen der Gegenwart, schreibt mit RCE furios und unerbittlich über die neoliberale Absurdität einer gar nicht mehr so fernen Zukunft. Regisseurin Lisa Nielebock kehrt mit dieser sprachwütigen und spielfreudigen Arbeit ans Schauspielhaus Bochum zurück. Regie: Lisa Nielebock Bühne: Oliver Helf Kostüm: Sofia Dorazio Brockhausen Lichtdesign: Sirko Lamprecht Choreographie: Esther Murdock Dramaturgie: Lucien Strauch Dauer: 1:30, keine Pause
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Club 27 - Songs für die Ewigkeit
Schauspielhaus Bochum
Als Brian Jones, Gitarrist und Gründungsmitglied der Rolling Stones, am 3. Juni 1969 in seinem Swimmingpool ertrank, zahlte er mit seinem Leben den ersten Mitgliedsbeitrag für einen Club, der bald Zuwachs bekommen sollte. Es folgten Janis Joplin, Jimi Hendrix und, exakt zwei Jahre später am 3. Juni 1971, Jim Morrison – alle wurden 27 Jahre alt. Damit war der Mythos begründet. An die Tür zum sogenannten Club 27 wurde seitdem regelmäßig geklopft, unter den Einlasssuchenden fanden sich auch Kurt Cobain und Amy Winehouse. Ein VIP-Club der Extraklasse. Doch verbindet die berüchtigten Mitglieder mehr als nur das Alter: Things have never been so swell, I have never failed to fail. Viele von ihnen zählten zu den einflussreichsten und begabtesten Musiker*innen ihrer Zeit und schrieben schon vor ihrem Tod Geschichte. Sie lebten außer sich und über sich hinaus, bestimmten das kulturelle Erbe nicht nur der westlichen Welt, waren Fixpunkt etlicher Sehnsüchte. Sie waren perforiert und exzessiv, spürten jede Faser dieser Welt und versuchten dabei zu funktionieren – zur Not, also oft, auch mit Heroin. Ihre Leben wurden zur politischen Aussage und prägten mit ihrem Widerspruch zum Konsens die Bewegungen der Counterculture und damit ganze Generationen. Sie waren über die Maßen frei. I’m all for you, body and soul. So presst sich in die kurze Zeit, die all diesen freien Radikalen vor dem Eintritt in den Club 27 blieb, ein wildspektakuläres, donnernd lautes, tieftragisches wie auch verdammt nochmal extrem einmaliges Konzentrat an Leben, in dem wahrscheinlich mehr los war, als sich jede*r von uns Normalsterblichen für ein ganzes Lebensalter vorzustellen vermag. Riders on the storm, Into this house, we‘re born, Into this world, we’re thrown. Im Schauspielhaus Bochum hat der Club 27 zur Vollversammlung geladen. Garantiert ist ein Abend, an dem kein explosives Gefühl und kein guter Song ausgelassen werden. It’s better to burn out, than to fade away. Regie: Guy Clemens Musikalische Leitung: Stefan „Pele“ Götzer Bühne: Íngrid Pons I Miras Kostüm: Sophia Deimel Licht: Johannes Zotz Dauer: 1:30, keine Pause
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Macbeth
Schauspielhaus Bochum
Schottland, vor langer Zeit. Der Krieg ist vorbei. Macbeth und sein Freund Banquo kehren vom Schlachtfeld zurück. Sie haben gewonnen, sind voller Adrenalin, ihre Schwerter feucht noch vom Blut. Von überall hallt der Name Macbeth wider, schwirrt die Luft vor Geschichten, wie leicht ihm das Morden fiel. Macbeth dem Helden, Killer im Dienst vom König und Vaterland, fällt eine große Zukunft anheim. Seltsame Kreaturen sagen ihm das Königtum voraus. Was dafür benötigt wird, sind Handlungen, die im Blut baden. Macbeth soll nur auf den Blutdurst hören, der in ihm wohnt. Von seiner Frau ermutigt, mordet er sich seinen Weg zur absoluten Macht frei: zuerst den König, dann seine besten Freunde, dann ihre Familien inklusive ihrer Kinder. Die Voraussage der Hexen scheint erfüllt, zumindest teilweise. Die Freude der absoluten Macht aber fehlt. Macbeth und seine Lady werden von Schuldgefühlen und Reue verzehrt. Unabwendbar wird auch der zweite Teil der Voraussage sich erfüllen, wie unwahrscheinlich auch dessen Voraussetzungen sind. Von Freund und Feind verlassen, bleibt Macbeth nur eine Befreiung – die von sich selbst. Macbeth ist Shakespeares kürzeste und blutigste Tragödie. Das zwischen 1603 und 1607 geschriebene Werk basiert teilweise auf der wahren Geschichte des schottischen Königs Macbeth (1005–1057), der 1040 den Thron bestieg, indem er König Duncan I. tötete. Obwohl seine Taten uns als unvorstellbar und unmenschlich erscheinen, gibt es das unbehagliche Gefühl, Macbeth sei nicht nur Monster. Auch wenn er in Blut badet, denkt Macbeth über seine Menschlichkeit nach, betrachtet seine Handlungen als Ausdruck eines größeren Gedankens: ein schwarzer Gedanke, aber ein Gedanke. Er erinnert uns daran, dass der Mensch ein reflektierendes Tier ist. Macbeth ist der Mensch, der wir sein könnten, wenn jemand bei uns die falschen Knöpfe drückt. Schaudernd vor Macbeths Verbrechen, schaudern wir vor uns selbst. Jens Harzer und Johan Simons verbindet seit Jahren eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit, von der Inszenierungen wie beispielsweise Der Schimmelreiter von Theodor Storm, Deutschstunde von Siegfried Lenz oder Dostojewskijs Der Idiot zeugen. Am Schauspielhaus Bochum ist, nach Heinrich von Kleists Penthesilea und Anton Tschechows Iwanow , Macbeth nun ihre dritte gemeinsame Arbeit. Regie: Johan Simons Textfassung: Koen Tachelet Bühne: Nadja Sofie Eller Video: Florian Schaumberger Kostüm: Greta Goiris Lichtdesign: Bernd Felder Dauer: 3:10h, eine Pause Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
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Romeo und Julia - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
Schauspielhaus Bochum
Wie Shakespeare in den 70ern. Mit viel Musik. Und ein bisschen weniger Shakespeare. Unter dem Motto Let the Good Times Roll heißt es endlich auch wieder in Bochum: Leben und nicht lieben dürfen, lieben müssen, aber sterben wollen – was tun, wenn das Herz zerbricht? Romeo und Julia suchen die Antwort, und das seit nunmehr 428 Jahren. Anlässlich des 100. Jahrestags der Shakespeare-Wochen in Hückeswagen bei Wuppertal (finden alle 100 Jahre statt – nicht verpassen!) freuen wir uns, den Kulturverein zur Förderung der frühneuenglischen Sprache aus Bommern mit seiner Jahrhundertinszenierung von Romeo und Julia willkommen heißen zu dürfen. Kostüme und Bühnenbild sind zum Versand bereit, nun heißt es nur noch Sitting, Waiting, Wishing, bis sich ab dem 24. Oktober der Vorhang hebt für das Pärchen, das nie sein sollte. Nach Die Hermannsschlacht – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie kehren die Regisseurin Barbara Bürk und der Musiker, Schauspieler und Regisseur Clemens Sienknecht nach Bochum zurück. Damit führen sie ihre Reihe musikalischer Theaterabende fort, in denen sie augenzwinkernd und mit jeder Menge Musik Klassiker der Weltliteratur entstauben. Oder wie Taylor Swift sagen würde: It’s a love story, baby, just say „Yes“. Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht Bühne, Kostüm: Anke Grot Musikalische Leitung: Clemens Sienknecht Lichtdesign: Johannes Zotz Dramaturgie: Marvin L. T. Müller Regieassistenz: Christian Feras Kaddoura Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl Regiehospitanz: Felix Langen Inspizienz: Christina Baston Soufflage: Sybille Hadulla-Kleinschmidt Übertitelung: Frank Hebenstreit / Sascha Krause-Hebenstreit Dauer: 1:50, keine Pause
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Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
Schauspielhaus Bochum
aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay Bearbeitung von Vasco Boenisch Mit Corona kam auch die boomende Kreuzfahrtschifffahrt vorläufig zum Erliegen. Doch inzwischen wird wieder um die verunsicherte Kundschaft geworben: „Bleiben Sie unter sich: Rundumsorglos – an Bord und an Land.“ Für manche klingt das mehr wie eine Drohung. Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik zum Beispiel – für David Foster Wallace kann es keine kürzere Definition für die Hölle geben. Im Auftrag von Harper’s Magazine ging der berühmte US-Autor Mitte der Neunziger an Bord der Zenith und stach von Key West aus in See. Ein Selbsterfahrungstrip besonderer Güte. Und ein grandioser Reisereport, der seit Jahren auf den Bestsellerlisten steht: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich . Wallace begibt sich in die kundigen Hände der Schiffscrew, deren Slogan „Your Pleasure is our Business“ (Ihr Vergnügen ist unser Geschäft) bisweilen einen drohenden Unterton annimmt. Er kämpft gegen die Angst, von einer ungemein effizienten Unterdruck-Toilette entsorgt zu werden. Er nimmt am Wettbewerb um die schönsten Männerbeine teil. Er beobachtet 500 amerikanische Leistungsträger*innen beim Ententanz. Und er hört erwachsene Menschen am Info-Counter fragen, ob man beim Schnorcheln nass wird, ob die Crew ebenfalls an Bord schläft oder um welche Uhrzeit das Mitternachtsbüffet eröffnet wird. Eine Woche lang macht Wallace alles mit, was das Bordleben für den erholungsbedürftigen Urlauber bereithält. Umgeben von Jubel, Trubel und Heiterkeit, wird er selber zunehmend stiller und beginnt, sich in seiner Kabine einzuigeln. So gerät diese Reise übers Meer auch zu einer berührenden Reise zu sich selbst. Doch man muss sich den Dingen stellen und vor allem dem, was für andere Menschen die schönste Zeit des Jahres bedeutet. David Foster Wallaces so komische wie einfühlsame Beobachtungen über das Leben an Bord einer schwimmenden Hochzeitstorte, über eigentümliche Reisegenoss*innen, unvergessliche Landgänge, den Terror des Amüsierzwangs sowie die eignen Zweifel und Ängste nannte die FAZ ein „Meisterstück der literarischen Reportage“ und Harald Schmidt schlicht „ein grandioses Buch“. Jetzt als großes Schauspieler-Solo. Leinen los – oder will doch noch jemand zu Hause bleiben? Regie: Tamó Gvenetadze Übersetzung: Marcus Ingendaay Bearbeitung: Vasco Boenisch Bühne: Anna Wörl Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen Musik: Beka Buchukuri Dramaturgie: Vasco Boenisch Dauer: 1:40, keine Pause
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Das große Heft
Schauspielhaus Bochum
Wie überleben in kriegerischen Zeiten? Sich abhärten, singen und nicht allein sein. Zeitungsnachricht März 2025: Drei renommierte Yale-Professor*innen verlassen die USA und forschen zukünftig in Kanada, Grund: Amerikas Abstieg in den Faschismus und die Sorge vor einem drohenden Bürgerkrieg. Ist das die Blaupause für das, was auch in Europa zu erwarten ist? Was jedoch tun, wenn man nicht die Zelte abbrechen kann oder will, wie überleben? Dann wird Resilienz, also Anpassungsfähigkeit, zum Tool der Stunde. In Ágota Kristófs Roman Das große Heft werden zwei Zwillingsbrüder zur Großmutter gebracht, raus aus der Stadt, in der Bomben fallen und das Essen knapp wird, in vermeintliche Sicherheit. Doch auch hier sind die Zeiten und Menschen hart, und die Kinder trainieren, wie sie am Schmerz nicht zugrunde gehen: Sie schlagen sich, beschimpfen sich, härten sich ab. Ihre Erlebnisse schreiben sie in ihr großes Heft, einzige Regel: Es müssen Tatsachen sein. Unerbittlich fahndet ihre Sprache nach der Wahrheit: über den Menschen in seiner Grausamkeit – und in seiner Sehnsucht nach Liebe. Regisseurin Jette Steckel, die für ihre spielfreudigen, atmosphärisch dichten Inszenierungen seit vielen Jahren geliebt und gefeiert wird, kehrt mit dieser Arbeit in die Stadt zurück, in der sie aufgewachsen ist. Regie: Jette Steckel Musik: Mark Badur, Matthias Jakisic, Karsten Riedel Bühne: Florian Lösche Kostüm: Pauline Hüners Video: Zaza Rusadze Lichtdesign: Bernd Felder Choreografie: Dominika Knapik Dramaturgie: Angela Obst Dauer: ca. 2:00, keine Pause Hinweis: Die Inszenierung thematisiert Gewalt und sexuellen Missbrauch. Es kommt laute Musik zum Einsatz. Wir empfehlen einen Besuch mit Schüler*innen ab der 10. Klasse.
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Frankenstein
Schauspielhaus Bochum
unter Verwendung von Auszügen aus SCHMUTZIGE SCHÖPFUNG - Making of Frankenstein von Thomas Melle Schöpferwahn und Gottkomplex und dazwischen ein Gewitter. Die 18-jährige Mary Wollstonecraft Godwin flieht mit ihrem Geliebten, dem noch verheirateten Dichter und Revolutionär Percy Shelley, und dem gemeinsamen Kind vor der sozialen Ächtung der Londoner Gesellschaft auf den Kontinent. Am Genfer See treffen sie auf den berüchtigt-berühmten Poeten Lord Byron und verbringen den Sommer miteinander. Wobei: Der Sommer fällt aus. Es ist das kalte Jahr 1816, klimatische Folge eines Vulkanausbruchs in Indonesien. Liegt es also am schlechten Wetter, dass die jungen begabten Leute drinnen hocken und einen Schreibwettbewerb ausrufen, auf dass die beste Gespensterstory gewinne? Oder am Konsum von Laudanum plus Schauergeschichten? Oder an den Gesprächen über Somnambulismus, über neueste wissenschaftliche Experimente (Tote, die mit Elektrizität zum Leben erweckt werden!), über das Verhältnis von Biologie und Religion (Materie schlägt Seele, oder war es umgekehrt?). Fakt ist: Hier entstehen die ersten Ideen zu dem Roman Frankenstein . Hier beginnt der mythische Kampf zwischen dem Wissenschaftler Victor Frankenstein und seiner zusammengebauten Kreatur, die, soeben zum Leben erwacht, von ihm verstoßen wird und die ihn fortan verfolgt, ihr Recht auf Liebe fordernd, um den Preis einiger Toten. Und: Hier betritt die zukunftsweisende Autorin Mary Shelley die literarische Bühne, erobert sich eine junge weibliche Stimme künstlerischen Raum. Ihr erster Roman: heute Kult und Mythos, Popkultur und epochale Signatur. In der Inszenierung von Tom Schneider wird die Bühne Mary Shelleys „Zimmer für sich allein“, frei nach Virginia Woolf, ein Schöpfungsraum, Werkstatt, Atelier. Die Schauspielerin und bildende Künstlerin Karin Moog erschafft eine aufwendig gestaltete visuelle Welt, in der Mary Shelley mit Percy Shelley und Lord Byron, Victor Frankenstein und seinem Monster eine Geschichte sucht und Unsterblichkeit findet. Regie: Tom Schneider Bühne, Kostüm: Andrijana Trpković Musik: Daniel Nerlich Choreografische Mitarbeit: Alice Gartenschläger Dramaturgie: Angela Obst Dauer: 1:45, keine Pause
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Catarina oder
Catarina oder
Von der Schönheit, Faschisten zu töten
Schauspielhaus Bochum
Next Generation verweigert Familientradition. Das Erfolgsstück aus Avignon erstmals in deutscher Sprache. In dieser portugiesischen Familie gibt es eine ungewöhnliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Diktatur wird ein Faschist getötet. Es beginnt als gutgelaunte Familienfeier und endet mit der Erschießung eines Delinquenten im Garten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Doch diesen Sommer rumort es in der Familie. Die jüngste Tochter stellt infrage, was seit drei Generationen zelebriert wird. Nicht nur verweigert sie als Veganerin neuerdings das Festmahl (Schweinsfüße nach Familienrezept), sondern bezweifelt auch, ob Gewalt überhaupt ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie sein kann. Der portugiesische Autor, Schauspieler und Regisseur Tiago Rodrigues leitet seit 2023 das Festival d’Avignon und wurde mit seinem Stück Catarina e a beleza de matar fascistas international gefeiert. Die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik, deren Bochumer Arbeit Kinder der Sonne 2023 zum Theatertreffen eingeladen wurde, inszeniert das Stück voller moralischer Fallstricke nun zum ersten Mal in deutscher Sprache. Regie: Mateja Koležnik Bühne: Raimund Orfeo Voigt Mitarbeit Bühne: Isabela Voicu Kostüm: Ana Savić-Gecan Choreografie: Magdalena Reiter Video: Philipp Haupt Lichtdesign: Bernd Felder Komposition: Alen Sinkauz, Nenad Sinkauz Klanggestaltung: Jordy Zoet Dramaturgie: Dorothea Neweling Regieassistenz: Linda Hecker Bühnenbildassistenz: Nina Terbeck Kostümassistenz: Paula Glawion, Lara Türkcü Regiehospitanz: Christina Maria Sutter Kostümhospitanz: Bruno McGettrick, Siri Gersch Dolmetscherin : Anja Wutej Sprachcoaching: Roswitha Dierck Soufflage: Isabell Weiland Inspizienz: Ulrike Schaper Übertitelung: Kerstin Degener, Frank Hebenstreit Dauer: ca. 1:40, keine Pause
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Die Gehaltserhöhung
Schauspielhaus Bochum
Im Leben gibt es drei wichtige Ereignisse: Geburt, Tod, Gehaltserhöhung. Zwei davon sind gewiss, beim dritten hingegen ist mehr als fraglich, wie hoch die Chancen tatsächlich sind. Die Frage nach einer Gehaltserhöhung muss trotzdem gestellt werden und Perecs wuchernder Text spielt ihre möglichen Variationen und Verläufe alle durch – und zwar buchstäblich alle: Ist der Abteilungsleiter in seinem Büro? Kommt er nochmal zurück? Hat er Zeit? Bietet er einen Stuhl an? Versteht er das Anliegen? Unterstützt er es? Und kommt was dabei heraus? Ja? Nein? Mit viel Humor seziert Georges Perec das Arbeits- und Alltagsleben und spielt mit den Regeln der Sprache. Perecs Texte, längere Zeit im Theater zu Unrecht unterschätzt, werden nun endlich für die Bühne (wieder-)entdeckt. Albrecht Schroeder bringt nach seinen Inszenierungen "Clyde und Bonnie" und "Eschenliebe" im Oval Office nun erstmals ein Stück dieses Autors in Bochum zur Aufführung: "Die Gehaltserhöhung oder wie Sie ungeachtet der sanitären, psychologischen, klimatischen, ökonomischen oder sonstigen Bedingungen ein Höchstmaß an Chancen haben, wenn Sie Ihren Abteilungsleiter um eine Angleichung Ihres Gehalts bitten." Regie: Albrecht Schroeder Bühne, Kostüm: Dorothee Curio Musik: Philipp Rohmer Lichtdesign: Sirko Lamprecht Dramaturgie: Moritz Hannemann Regieassistenz: Gianluca Elbert Bühnenbildassistenz: Sascha Kühne Kostümassistenz: Alexis Mersmann Kostümhospitanz: Finja Brunow, Henry Winkler Soufflage: Jutta Schneider Inspizienz: Christina Baston Sprachcoaching: Roswitha Dierck Übertitelung: Anette Nierhoff / Sabine Heil Dauer: ca. 1:30, keine Pause
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Vom Ende der Einsamkeit
Schauspielhaus Bochum
Endlich auf der Bühne: der Bestseller über Liebe, Verlust und das Ringen mit der eigenen Vergangenheit. Crash. Plötzlich ist alles anders. Von einem Moment auf den anderen. Die Zukunft neu, das Leben fremd. Nachdem die Eltern von Liz, Marty und Jules Moreau bei einem Autounfall tragisch umkommen, verlieren sich die Geschwister aus den Augen. Sie kommen auf ein Internat, in verschiedene Wohnblöcke und entfremden sich. Jules, der Jüngste der drei Geschwister, findet in seiner Einsamkeit Halt bei Alva. Er verliebt sich in sie, doch auch sie verlieren sich nach dem Ende der Schulzeit. Dreißig Jahre später erinnert sich Jules daran, wer er war, wer er wurde und wer er eigentlich mal sein wollte. An die Versuche, den Verlust zu überwinden. An die bleibende Trauer, die Einsamkeit, aber auch die herzzerreißend glücklichen Tage. Sich verlieben, vermissen, sich wiederfinden. An Familie, Freund*innen, die Veränderungen und das Unveränderliche in jedem von uns. Und er erinnert sich an Alva, immer wieder an Alva. An eine verdammt große Liebesgeschichte. An das Ende der Einsamkeit. Nach Inszenierungen wie Club 27, Wer hat Angst vor Virginia Woolf? und Der Kissenmann führt Guy Clemens seine Arbeit als Regisseur am Schauspielhaus Bochum fort. Mit Benedict Wells’ Erfolgsroman Vom Ende der Einsamkeit erzählt er von nicht weniger als dem Leben und was es aus uns macht. Regie: Guy Clemens Bühne, Kostüm: Anja Rabes Lichtdesign: Johannes Zotz Video: Anne Rietmeijer Dramaturgie: Marvin L. T. Müller Technische Produktionsleitung: Lisa Schwarz Regieassistenz: Leonie Mevissen Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl Kostümassistenz: Anna Holtkamp Regiehospitanz: Luz Lipp Kostümhospitanz: Chiara Stresemann Pädagogische Begleitung: Beatrix Feldmann, Johanna Cadenbach Soufflage: Tanja Grix Inspizienz: Nora Köhler Übertitelung: Kerstin Degener Dauer: ca. 2:15h, keine Pause
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Die Kunst des Deals
Schauspielhaus Bochum
Ein Abend auf der Überholspur: Harte Fakten, persönlicher Charme und viel Musik. Wir schreiben das späte 20. Jahrhundert – genauer das Jahr 1987. Die Geschichte gelangt an ihr Ende, der neoliberale Umbau der Sozialdemokratie steht vor der Tür, the sky is the limit. Der Kapitalismus feiert seinen endgültigen Sieg und ein New Yorker Immobilienmakler namens Donald Trump veröffentlicht sein autobiografisches Buch The Art of the Deal . Niemand ahnt damals, dass die darin beschriebenen Methoden einmal die Weltpolitik beherrschen werden. Beherrschen sie auch uns? Unsere privaten Beziehungen, unseren Arbeitsplatz, die Autowerkstatt? Betrachten wir Begegnungen im Alltag auch als Transaktionen, die man gewinnen muss? Und kann man Erfolg trainieren? Das niederländisch-flämische Kollektiv Wunderbaum, bekannt für knallharte Recherche und das lustvolle Unterlaufen aller Erwartungen (u.a. Die Hundekot-Attacke , eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2024) unterzieht The Art of the Deal einer kritischen Re-Lektüre und entwickelt daraus gemeinsam mit dem Ensemble eine dunkle, musikalische Komödie voller doppelter Böden. Konzept: Wunderbaum Regie: Walter Bart Bühne: Maarten van Otterdijk Lichtdesign: Maarten van Otterdijk Kostüm: Bettina Kirmair Musik: Moritz Bossmann, Kristina Koropecki Dramaturgie: Lucien Strauch Regieassistenz: Gianluca Elbert Bühnenbildassistenz: Íngrid Pons i Miras Kostümassistenz: Lara Türkcü Regiehospitanz: Amina Schmitt Kostümhospitanz: Henry Winkler Soufflage: Sybille Hadulla-Kleinschmidt Inspizienz: Jonas Kissel Übertitelung: Holger Rademacher, Kerstin Degener
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Die gelbe Tapete
Schauspielhaus Bochum
Premiere: 30.5.2026 Eine Frau zieht sich zurück. In ein altes Haus auf dem Land. In ein Zimmer mit vergitterten Fenstern. Sie braucht dringend Ruhe – sagt ihr Mann und der ist Arzt und muss es also wissen. Schreiben soll sie nicht. Denken bitte nicht zu viel. Stattdessen: Isolation. Beobachtung. Kontrolle. Doch zunehmend sabotieren die Wände ihres Zimmers den verordneten Stillstand. Linien halten nicht still, Formen lösen sich auf. Und hinter der gelben Tapete gerät etwas in Bewegung. Charlotte Perkins Gilmans Erzählung von 1892 gilt als früher feministischer Klassiker. Was als Geschichte einer angeblichen Heilung beginnt, wird zum radikalen Bericht einer Frau, die in der Enge der vorgeschriebenen Ordnung ihre eigene Wirklichkeit entwirft. Mit der unheimlichen Studie über Imagination als Überlebensstrategie, Fürsorge und Macht stellt sich Leonie Mevissen erstmals als Regisseurin dem Bochumer Publikum vor. Regie: Leonie Mevissen
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Leben und Schicksal
Schauspielhaus Bochum
in einer Bearbeitung von Koen Tachelet Ein epochaler Roman des 20. Jahrhunderts trifft auf Schostakowitschs 10. Symphonie. „Ich habe erkannt, dass nicht der Mensch machtlos ist gegenüber dem Bösen, sondern das mächtige Böse ist machtlos gegenüber dem Menschen.“ 1942. Während Europa in Flammen steht, treibt den Atomphysiker Strum seine bahnbrechende Erfindung in ein moralisches Dilemma: Wie weit darf Wissenschaft gehen, wenn aus ihr Zerstörung entspringt? Und was bleibt vom eigenen Gewissen, wenn Anerkennung und Überleben an Bedingungen geknüpft sind? Gleichzeitig halten in Stalingrad sowjetische Soldaten der Belagerung stand, indem sie von der Parteilinie abweichen, im deutschen KZ schreibt ein Häftling über die Güte, und Krymov muss feststellen, dass sich der Staat bisweilen auch gegen seine Systemtreuen wendet. Gleich einem Kaleidoskop erzählt Leben und Schicksal – das als Krieg und Frieden des 20. Jahrhunderts gilt – ein ganzes Geflecht von Leben inmitten der Grauen des Krieges: an der Front, in den Lagern, in Wohnzimmern und Kellern. Der russisch-jüdische Schriftsteller Wassili Grossman spürt dem nach, was das Lebendige auszeichnet, und sucht nach Menschlichkeit. Von dieser Suche und den Spannungen zwischen Künstler und Staat zeugt auch Dmitri Schostakowitschs 10. Symphonie von 1953, die die Bochumer Symphoniker im Anschluss an die ersten vier Vorstellungen im Anneliese Brost Musikforum Ruhr spielen. Regie: Johan Simons Bühne: Johannes Schütz Mitarbeit Bühne : Daniel Gantz Kostüm: Greta Goiris Musik: Steven Prengels Video: Voxi Bärenklau Toncollage: Tristan Wulff Dramaturgie: Marvin L. T. Müller, Koen Tachelet Technische Produktionsleitung: Kai Witkowski Regieassistenz: Leonie Mevissen Bühnenbildassistenz: Alma van der Donk, Sascha Kühne Kostümassistenz: Alexis Mersmann, Hyunah Shin Regiehospitanz: Luuk Bellemakers Kostümhospitanz: Bruno McGettrick Soufflage: Isabell Weiland Inspizienz: Ulrike Schaper Übertitelung: Frank Hebenstreit, Sascha Krause-Hebenstreit
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Don’t Worry Be Yoncé
Schauspielhaus Bochum
Liberté, Egalité, Be Yoncé. Es kann nur eine Queen B geben. Aber ist das wirklich so? Oder kann man mit der notwendigen Begeisterung und einer Portion Ehrgeiz das schaffen, was nur sie geschafft hat? To Be Yoncé! Mit ihrer praktischen Anleitung, um der phänomenalen Pop- und R’n’B-Sängerin näher zu kommen, sorgte die Jungregisseurin Stephanie van Batum in München bereits für Begeisterungsstürme. In Form eines Tutorials erfahren die Zuschauer*innen in wenigen Schritten, was nötig ist, um SIE zu sein – how to be Bey. Und das ist mehr als singen, tanzen und performen, mindestens: Diva, Queen, Sexbombe, Mutter, Geschäftsfrau, Ehefrau, Feministin. #flawless Don't Worry Be Yoncé (XS Edition) wurde eingeladen zum Festival Radikal jung 2018. Regie, Text, Konzept: Stephanie van Batum Bühne, Video, Sound: Florian Schaumberger Kostüme: Bettina Kirmair Licht: Claudio Zeeb Dauer: 1:20h, keine Pause Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln
Aufführungen
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