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Aufführungen | Tanz

Der Fensterputzer

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Neueinstudierung Choreografie: Pina Bausch Inszenierung: Pina Bausch Bühne: Peter Pabst Kostüme: Marion Cito Mitarbeit: Marion Cito, Irene Martinez-Rios, Jan Minařík Musikalische Mitarbeit: Matthias Burkert, Andreas Eisenschneider Text: Péter Esterházy, Silja Walter, Wislawa Szymborska Uraufführung: 12. Feb 1997, Opernhaus Wuppertal Dauer: 2h 50min, eine Pause In Koproduktion mit Hong Kong Arts Festival Society und Goethe Institut Hong Kong Tickets: 20.11.2026
Aufführungen | Tanz

Vollmond

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Choreografie / Inszenierung: Pina Bausch Bühne: Peter Pabst Kostüme: Marion Cito Mitarbeit: Marion Cito, Daphnis Kokkinos, Robert Sturm Musikalische Mitarbeit: Matthias Burkert, Andreas Eisenschneider Musik: Amon Tobin, René Aubry, Nenad Jelic, Magyar Posse, Leftfield, Jun Miyake, Cat Power, The Alexander Balanescu Quartett, Tom Waits, u. a. Uraufführung: 11. Mai 2006, Schauspielhaus Wuppertal Dauer: 2h 20min, eine Pause
Aufführungen | Tanz

Masurca Fogo

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Masurca Fogo entstand 1998 in Koproduktion mit der EXPO 98 in Lissabon und dem Goethe-Institut Lissabon. Die Neueinstudierung des Stücks wurde Anfang 2026 im Opernhaus Wuppertal mit großem Publikumserfolg gezeigt. Im Juli 2026 ist Masurca Fogo zudem im Rahmen des Tbilisi Ballet Festival in Georgien zu erleben. Für die kommende Vorstellungsserie im Oktober 2026 wird das Werk erneut unter der Probenleitung von Azusa Seyama-Prioville, Rainer Behr und Robert Sturm einstudiert. Rainer Behr gehörte bereits zur Besetzung der Uraufführung und war gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Originalbesetzung an der Weitergabe des Stücks beteiligt. Die kontinuierliche Pflege des Repertoires ermöglicht es, die choreografische und szenische Sprache von Pina Bausch lebendig zu erhalten und für neue Generationen von Tänzer*innen und Zuschauer*innen erfahrbar zu machen. Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch zeigt Masurca Fogo im Oktober 2026 im Opernhaus Wuppertal. Choreografie / Inszenierung: Pina Bausch Bühne: Peter Pabst Kostüme: Marion Cito Mitarbeit: Irene Martinez-Rios, Jan Minařík, Marion Cito Musikalische Mitarbeit: Andreas Eisenschneider, Matthias Burkert Musik: Amália Rodrigues, Nicolette, The Alexander Balanescu Quartett, Ben Webster, Lisa Ekdahl, Duke Ellington, Leon Parker, Mecca Bodega, Vince Guaraldi, Tupi Nago, Marcos Suzano, Baden Powell, Radamés Gnattali, Gidon Kremer, Rui Junior, Alfredo Marceneiro, u. a. In Koproduktion mit EXPO 98 Lissabon und Goethe-Institut Lissabon Uraufführung: 4. Apr 1998, Schauspielhaus Wuppertal Dauer: 2h 30min, eine Pause Preise: 35€/7,50€, 45€/10€, 55€/15€
Aufführungen | Tanz

Moving with Pina

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Konzeption und Aufführung: Cristiana Morganti Produktion: il Funaro - Pistoia Italien Dauer: 1h 20min, ohne Pause
Aufführungen | Tanz

"…como el musguito en la piedra, ay si, si, si…"
(Wie das Moos auf dem Stein)

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Neueinstudierung In Koproduktion mit Festival International de Teatro Santiago a Mil in Chile und mit Unterstützung des Goethe-Institut Chile In Zusammenarbeit mit Andres Neumann International Preise: 35€/7,50€, 45€/10€, 55€/15€
Aufführungen | Aufführung

Loriot: Szenen einer Ehe

Tonhalle Düsseldorf

Senta Berger, Spiel Friedrich von Thun, Spiel „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen…“ – und müssen doch täglich miteinander auskommen. Wenn bereits morgens das Frühstücksei zu lang gekocht hat und abends die Meinungen über die Feierabendgestaltung auseinandergehen, wird es kritisch. Genau dies hat Loriot in seinen legendären, 1983 veröffentlichten Szenen einer Ehe auf den Punkt gebracht. Sein Gespür für das Zwischenmenschliche und die Komik der alltäglichen Kommunikation zeigen Loriot als einen scharfsinnigen Kenner der nur allzu menschlichen Komödien. Als Hommage an den humoristischen Großmeister finden sich mit Senta Berger und Friedrich von Thun zwei Bühnen- und Filmgrößen zusammen, um diesen Szenen Leben und Lachen einzuhauchen. Gemeinsam und gegeneinander kämpfen sie mit Stolpersteinen, die einem der Alltag in den Weg legt, und natürlich mit den unüberwindbaren Tücken der Paarbeziehung. Denn wie sagte noch Loriot? „Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist.“ Veranstalter: MünchenMusik GmbH & Co. KG
Aufführungen | Comedy

Atze Schröder

Tonhalle Düsseldorf

Atze Schröder, die liebende Legende, will seinen Fans diesmal etwas zurückzugeben: das Echte, das Vertraute, das schönste Gefühl der Welt. Denn wir tippen, wischen, liken – aber wissen kaum noch, wie eine echte Berührung geht. Wir haben alle Tools, um verbunden zu sein – aber niemand hebt mehr ab, wenn’s klingelt. Wir sind alle dauer-online – aber innerlich auf Flugmodus. Wir leben zwischen Selbstoptimierung und digitalen Dauerbrennern, in Beziehungen mit gemeinsamem WLAN-Passwort, aber ohne stabile Verbindung. Die Welt dreht durch, aber Hauptsache, die Zahnbürste des Partners steht im richtigen Becher. Willkommen im Liebesleben 2026! Veranstalter: MTS Live GmbH I Münsteraner Tournee Service
Aufführungen | Aufführung

Ferdinand von Schirach

Tonhalle Düsseldorf

Ferdinand von Schirach, Spiel Ab Herbst 2026 geht Ferdinand von Schirach mit seinem neuen Programm „Der stille Freund“ auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Es erzählt von den Triumphen des Menschen und seinem Scheitern. Von Freundschaft, Hoffnung, der griechischen Stoa und dem Tod. Das Programm wird dabei eine ganz eigenständige Form haben, angelehnt an das gleichnamige Buch. Es wird aber so nur auf der Bühne zu erleben sein. Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, die Financial Times mit Raymond Carver, und der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Seine Theaterstücke Terror und Gott zählen weltweit zu den erfolgreichsten und meistdiskutierten Dramen der Gegenwart. Veranstalter: MSK Events GmbH
Aufführungen | Comedy

Tahsim Durgun

Tonhalle Düsseldorf

Eine Reise durch den Wahnsinn des Alltags zwischen zwei Kulturen: In der von seinem gleichnamigen Buch inspirierten Show erzählt Tahsim Durgun mit zynischem Humor und einem Hauch Selbstironie von den kleinen und großen Absurditäten seines Lebens. Der Comedian, Autor und Grimme-Online-Preisträger begeistert auf seinen Social-Media-Kanälen über eine Million Follower. Seine Themen sind so vielfältig wie sein Publikum: Rassismus, Identität, Migration und das ewige Gefühl, zwischen den Stühlen zu sitzen. Veranstalter: 190a GmbH
Aufführungen | Schauspiel

Die Räuber

Schauspielhaus Bochum

Die Jugend probiert den Umsturz aus. Feiern oder fürchten wir sie? Da lebt ein 17-Jähriger seit Jahren gefangen in einer despotischen Militärakademie und schreibt sich den ersehnten Umsturz von der Seele. Schreibt von Vatermord und Bandenbildung, vom Aufstand der Jungen gegen die Ordnung der Eltern, von extremer Gewalt, in selbstverständlicher Beiläufigkeit auch gegen Frauen, und von radikalem Denken. Im Zentrum: das beliebte Motiv der verfeindeten Brüder, die auf unterschiedliche Weise Rache nehmen. Am Ende: der Geschmack von Freiheit, die über Leichen geht. Schiller hat sich mit Karl und Franz Moor den doppelten Angriff auf sein Zeitalter imaginiert. Bis heute brennt sein dramatisches Debüt als Schullektüre die revolutionäre Geste in die Köpfe immer neuer Teenager. In Zeiten, in denen die extreme Rechte den Umsturz propagiert und das Patriarchat sich neu formiert, stellt sich die Frage, ob wir den Aufstand in Schillers Räubern feiern oder fürchten. Lucia Bihlers Inszenierungen sind voller einprägsamer Bildkompositionen und traumwandlerisch starker Setzungen. Mit Die Räuber stellt sich die Regisseurin erstmals dem Bochumer Publikum vor. Regie: Lucia Bihler Bühne: Paula Wellmann Kostüm: Leonie Falke Musik: Jakob Suske Choreografie: Felicitas Madl Lichtdesign: Bernd Felder Dramaturgie: Angela Obst technische Produktionsleitung: Lisa Schwarz Regieassistenz: Linda Hecker Bühnenbildassistenz: Ioana Isabela Voicu Kostümassistenz: Lara Türkcü Regiehospitanz: Leonie Wendt Dramaturgiehospitanz: Eleonora De Pace Kostümhospitanz FSJ: Bruno McGettrick Soufflage: Tanja Grix Inspizienz: Nora Köhler Übertitelung: Holger Rademacher, Sabine Heil
Aufführungen | Schauspiel

Lügenparty - Eine interaktive Wahrheitssuche

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 4.10.2026 Erwachsene sagen immer: „Du sollst die Wahrheit sagen!“ Dabei lügen sie selbst andauernd. Im Durchschnitt zweimal am Tag. Echt jetzt? Erfundene Geschichten verbreiten sich auf Social Media, Donald Trump spricht von alternativen Fakten, dazu jede Menge Lügengeschichten und Fake News auf dem Schulhof – was kann man denn da noch glauben? Dabei lügen wir alle hin und wieder: aus Höflichkeit, um Freund*innen zu schützen, oder weil kleine Schummeleien das Leben ein bisschen einfacher machen. In seiner neuen interaktiven Performance beschäftigt sich das Kollektiv Turbo Pascal mit Wahrheit und Lüge: Ist es gut, wenn es eine gemeinsame Wahrheit gibt, oder gibt es viele Wahrheiten nebeneinander? Sollten Politiker*innen verpflichtet werden, immer korrekte Aussagen zu machen? Haben Kinder ein Recht auf Wahrheit? Wann ist ein bisschen Schwindeln okay? Und wann nicht? Lügenparty macht das Theater zum Versammlungs- und Verhandlungsraum gesellschaftlicher Prozesse, Dynamiken und Utopien. Gemeinsam mit Ensemble und Publikum schließen sich Turbo Pascal zu einem Lügendetektor zusammen, um herauszufinden, was denn jetzt wirklich stimmt. Alle können mitmachen und abstimmen: wahr oder falsch – was denkst du? Das Theater- und Performancekollektiv Turbo Pascal hat seinen Sitz in Berlin und arbeitet seit 2008 kontinuierlich mit den Sophiensælen zusammen, außerdem mit dem HAU, dem Deutschen Theater und dem Theater an der Parkaue. Seine Inszenierung Böse Häuser wurde zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2018 eingeladen und mit der bundesweit höchsten Auszeichnung für die Freien Darstellenden Künste, dem Tabori-Preis, geehrt. Unterscheidet euch am Theater an der Parkaue Berlin erhielt 2019 den Ikarus-Preis. Regie: Turbo Pascal (Angela Löer, Frank Oberhäußer, Margret Schütz) Bühne, Kostüm: Janina Janke Musik: Friedrich Greiling Altersempfehlung: 10+ Gefördert durch die RAG-Stiftung und die Brost-Stiftung
Aufführungen | Schauspiel

Der Liebling

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 3.10.2026 Wir befinden uns im Bürokomplex eines Tamponherstellers. Es geht um fünf Frauen und einen Mann. Im Zentrum: Franka König, genannt DIE KÖNIG, und Bettina von Fürstenberg, genannt DIE FÜRSTIN. In ihrer Jugend waren sie Freundinnen, inzwischen sind sie Rivalinnen. Als CEOs der rivalisierenden Damenhygieneartikelhersteller Never und Immer planen sie die gegenseitige feindliche Übernahme. Sie kämpfen mit allen Mitteln um Innovation und Marktanteile. Für DIE KÖNIG wird es eng: Sie hat ihre Happinessmanagerin Luna entlassen und mit einem Schwert verletzt, davon gibt es eine Videoaufzeichnung und nun droht eine Anzeige. Um an die Aufnahme zu kommen, schickt Luna ihre Schwester Mary als Praktikantin zu Never, die schnell das Vertrauen der Chefin gewinnt und Karriere macht. Währenddessen wittert Frankas Sohn Karsten, der sein Leben lang um die Anerkennung der erfolgreichen Mutter ringt, in der Krise seine Chance: Er will der nächste CEO von Never werden. Und auch Bettinas Tochter Rebekka, die als Tradwife auf Insta berühmt ist, ist im Dauerkonflikt mit ihrer Mutter … In diesem rasanten Plot in drei Akten fliegen die (feministischen) Fetzen. Die Autorin Svenja Viola Bungarten – mit allen diskursiven Wassern der Gegenwart gewaschen – hat eine Komödie geschrieben, die Fragen von Frauensolidarität und patriarchalem Verhalten, von Karriere und Macht, Mutterschaft und Tochter-Sein, von Freundinnenschaft und Konkurrenz verhandelt. Für Zeiten, in denen ein erzkonservatives Frauenbild ein besorgniserregendes Revival erlebt. Tina Laniks künstlerische Handschrift ist geprägt von zeitgenössischer Dramatik, gesellschaftspolitischen Themen und präzisen psychologischen Beziehungsstudien mit besonderem Interesse für weibliche Perspektiven und feministische Narrative. Dazu passend engagiert sie sich seit über zwei Jahrzehnten für die Gleichberechtigung und Sichtbarkeit von Regisseurinnen, gegen den Gender Pay Gap und für bessere Vereinbarkeit von Familie und Theater. Regie: Tina Lanik Bühne, Kostüm: Stefan Hagenei
Aufführungen | Schauspiel

Clockwork Orange

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 2.10.2026 Die Jugend erklärt der Welt den Krieg und sieht dabei unverschämt gut aus. Die Zukunft, die sie verheißt, wird gefährlich. Da läuft eine Horde Jugendlicher randalierend durch die Stadt, redet in unverständlichem Kauderwelsch, verprügelt Wildfremde, trinkt und dröhnt sich zu, überfällt die verdienten Bürger*innen der Gesellschaft, vergewaltigt die Frauen, bedroht die Männer. Ihr berüchtigter Anführer: der 15-jährige Alex, ein charismatischer Sadist von unbestechlicher Intelligenz, der Beethoven liebt und keine Gelegenheit auslässt, der Welt ins Gesicht zu schlagen. Gut, dass es einen funktionierenden Staat gibt, der durchgreift. Als es zu einem Todesfall kommt, wird Alex dingfest gemacht und hinter Gitter gesteckt: 14 Jahre Haft. Endlich Ruhe. Doch Alex greift nach einem Strohhalm, der ihn schneller aus dem Gefängnis bringt und für immer heilen könnte von all dem gewaltsamen Sehnen und Tun: die sich im Teststadium befindende Ludovico-Methode, die zu vollständiger Aversion gegen Gewalt führen soll. Man bekommt Medikamente, verbunden mit einem visuellen Overkill von Mord und Totschlag, bis den Probanden beim Anblick, ja beim bloßen Gedanken an jegliche Gewalt unfassbare Übelkeit überkommt. Als Alex nach der Behandlung aus der Haft entlassen wird, könnte alles in bester Ordnung sein. Dieser Junge wird niemandem mehr etwas antun. Doch wie überlebt man, bar jeglicher Fähigkeit, Böses zu ertragen, in einer Welt wie der unseren? Wurde Anthony Burgess nach Erscheinen seines dystopischen Romans 1962 noch Gewaltverherrlichung vorgeworfen, gilt Clockwork Orange seit Stanley Kubricks ikonischer Verfilmung als Kult. Schmerz und Schönheit, Blut und Beethoven – eine todsichere Bank? Dabei liegt in der Verwechslung von Freiheit mit Gewalt, die an Alex und seiner Bande infernale zu beobachten ist, etwas Erschreckendes: Was, wenn diese Jugend mehr mit ihren Eltern zu tun hat, als uns lieb ist? Ein Höllenritt mit den new kids on the block quer durch unsere schöne alte Welt. Regie: Claudia Bossard Bühne, Kostüm: Romy Springsguth Video, Musik: Annalena Fröhlich
Aufführungen | Schauspiel

Rentierbaby

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 31.10.2026 Das werden Sie nicht mehr los: erst bei Netflix, jetzt bei uns – ein Comedian und sein zweiter Schatten. Richard Gadd ist ein junger, erfolgloser Comedian, der am Bartresen sein Geld verdient und sich danach sehnt, dass die Leute ihn witzig finden. Seine Freundin Teri findet ihn witzig. Wer Gadd auch witzig findet, ist Martha, die plötzlich täglich an der Bar herumhängt: etwa Mitte 40, sagt, sie sei eine super busy Anwältin, die die politische Elite des Landes berate und Besitzerin mehrerer Immobilien in London. Andererseits hat sie Zeit im Überfluss, nicht einmal Geld für Tee und kramt im Müll nach brauchbaren Dingen. Und sie ist gekommen, um zu bleiben. Sie verpasst Gadd den Kosenamen „Reindeer“ nach ihrem Kuscheltier – Red Flag! –, sie bombardiert ihn mit sexuell expliziten Nachrichten – Red Flag! –, sie sitzt lautstark in jeder seiner Shows, sie behauptet, sie seien ein Paar, sie belästigt seine Eltern, sie geht seine Freundin an. Sie ist einfach überall und immer da. Und sie macht das alles nicht zum ersten Mal. Red Flag! Soweit so klar, oder? Mitnichten. Denn Gadd genießt zeitweise die Aufmerksamkeit Marthas, befeuert sie sogar. Seine Freundin Teri – Transfrau, genderfluid, politisch aktiv, Super-Brain (aber wie kommt man einer solchen Person schon mit Schubladen bei?) – lädt er an seinem Geburtstag aus, um Martha nicht zu verärgern. Die Polizei, an die sich Gadd in zunehmender Not wendet, findet die Vorwürfe nicht belastbar genug, um einzugreifen. Hat er ihr nicht ebenfalls anzügliche Nachrichten geschickt? Und als Gadd versucht, Martha eine Falle zu stellen, steht er plötzlich selbst als Täter da. Der schottische Schauspieler und Comedian Richard Gadd hat mit Baby Reindeer seine persönliche Geschichte aufgeschrieben. Die auf ihr beruhende Netflix-Serie traf einen Nerv und hat ihn über Nacht berühmt gemacht. In einer Welt, in der wir uns verzweifelt nach Gewissheiten, nach klaren Zuordnungen sehnen, durchkreuzt dieses Solo für einen mutigen Schauspieler gewohnte Sichtweisen und treibt uns, unerbittlich und bisweilen sehr komisch, in moralisch vermintes Gebiet … Regie: Albrecht Schroeder Bühne, Video: Studio Dietrich & Winter Kostüm: Lara Suppe Musik: Wenzel Krah, Paul Eisenach, Felix Kuhnt Dramaturgie: Angela Obst Lichtdesign: Sirko Lamprecht Regieassistenz: Tinka Bitzel Kostümassistenz: Niklas Strang Inspizienz: Ulrike Schaper Soufflage: Tanja Grix
Aufführungen | Schauspiel

Romeo und Julia - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie

Schauspielhaus Bochum

Wie Shakespeare in den 70ern. Mit viel Musik. Und ein bisschen weniger Shakespeare. Unter dem Motto Let the Good Times Roll heißt es endlich auch wieder in Bochum: Leben und nicht lieben dürfen, lieben müssen, aber sterben wollen – was tun, wenn das Herz zerbricht? Romeo und Julia suchen die Antwort, und das seit nunmehr 428 Jahren. Anlässlich des 100. Jahrestags der Shakespeare-Wochen in Hückeswagen bei Wuppertal (finden alle 100 Jahre statt – nicht verpassen!) freuen wir uns, den Kulturverein zur Förderung der frühneuenglischen Sprache aus Bommern mit seiner Jahrhundertinszenierung von Romeo und Julia willkommen heißen zu dürfen. Kostüme und Bühnenbild sind zum Versand bereit, nun heißt es nur noch Sitting, Waiting, Wishing, bis sich ab dem 24. Oktober der Vorhang hebt für das Pärchen, das nie sein sollte. Nach Die Hermannsschlacht – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie kehren die Regisseurin Barbara Bürk und der Musiker, Schauspieler und Regisseur Clemens Sienknecht nach Bochum zurück. Damit führen sie ihre Reihe musikalischer Theaterabende fort, in denen sie augenzwinkernd und mit jeder Menge Musik Klassiker der Weltliteratur entstauben. Oder wie Taylor Swift sagen würde: It’s a love story, baby, just say „Yes“. Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht Bühne, Kostüm: Anke Grot Musikalische Leitung: Clemens Sienknecht Lichtdesign: Johannes Zotz Dramaturgie: Marvin L. T. Müller Regieassistenz: Christian Feras Kaddoura Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl Regiehospitanz: Felix Langen Inspizienz: Christina Baston Soufflage: Sybille Hadulla-Kleinschmidt Übertitelung: Frank Hebenstreit / Sascha Krause-Hebenstreit Dauer: 1:50, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Leben und Schicksal

Schauspielhaus Bochum

in einer Bearbeitung von Koen Tachelet Ein epochaler Roman des 20. Jahrhunderts trifft auf Schostakowitschs 10. Symphonie. „Ich habe erkannt, dass nicht der Mensch machtlos ist gegenüber dem Bösen, sondern das mächtige Böse ist machtlos gegenüber dem Menschen.“ 1942. Während Europa in Flammen steht, treibt den Atomphysiker Strum seine bahnbrechende Erfindung in ein moralisches Dilemma: Wie weit darf Wissenschaft gehen, wenn aus ihr Zerstörung entspringt? Und was bleibt vom eigenen Gewissen, wenn Anerkennung und Überleben an Bedingungen geknüpft sind? Gleichzeitig halten in Stalingrad sowjetische Soldaten der Belagerung stand, indem sie von der Parteilinie abweichen, im deutschen KZ schreibt ein Häftling über die Güte, und Krymov muss feststellen, dass sich der Staat bisweilen auch gegen seine Systemtreuen wendet. Gleich einem Kaleidoskop erzählt Leben und Schicksal – das als Krieg und Frieden des 20. Jahrhunderts gilt – ein ganzes Geflecht von Leben inmitten der Grauen des Krieges: an der Front, in den Lagern, in Wohnzimmern und Kellern. Der russisch-jüdische Schriftsteller Wassili Grossman spürt dem nach, was das Lebendige auszeichnet, und sucht nach Menschlichkeit. Von dieser Suche und den Spannungen zwischen Künstler und Staat zeugt auch Dmitri Schostakowitschs 10. Symphonie von 1953, die die Bochumer Symphoniker im Anschluss an die ersten vier Vorstellungen im Anneliese Brost Musikforum Ruhr spielen. Regie: Johan Simons Bühne: Johannes Schütz Mitarbeit Bühne : Daniel Gantz Kostüm: Greta Goiris Musik: Steven Prengels Video: Voxi Bärenklau Toncollage: Tristan Wulff Dramaturgie: Marvin L. T. Müller, Koen Tachelet Technische Produktionsleitung: Kai Witkowski Regieassistenz: Leonie Mevissen Bühnenbildassistenz: Alma van der Donk, Sascha Kühne Kostümassistenz: Alexis Mersmann, Hyunah Shin Regiehospitanz: Luuk Bellemakers Kostümhospitanz: Bruno McGettrick Soufflage: Isabell Weiland Inspizienz: Ulrike Schaper Übertitelung: Frank Hebenstreit, Sascha Krause-Hebenstreit Dauer: 3:45, eine Pause
Aufführungen | Schauspiel

auf der suche nach dem verlorenen bagger

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 4.10.2026 Ein Kind wirft der Welt viele Fragen zu. Die Welt wirft ihm einen Bagger zurück. Alfi ist erst fünf Jahre alt, aber er stellt schon die Frage aller Fragen: Was ist, wenn man tot ist? Niemand von den Erwachsenen kann seine Frage beantworten, und auch seine Trauer über eine gestorbene Taube, die neben der Bank im Park liegt, wird nicht verstanden: Ein Kind muss doch die Zukunft erobern, statt sich mit der Frage nach dem Tod zu beschäftigen. Es soll groß und stark werden, am besten Nobelpreisträger*in oder Politiker*in – Quengler*in darf es nicht sein. Ein Kind, das sich Gedanken über Trauer und Vergänglichkeit macht, erscheint als Fehler im System. Wir alle wissen: In der bürgerlichkapitalistischen Gesellschaft dient Konsum der Verdrängung des Todes. Alfi bekommt eine zu große gelbe Jacke, die er eigentlich nicht haben will, zwei Kugeln Eis und – wenn sein geheimer Geheimplan funktioniert – auch einen neuen Spielzeugbagger. Zwar hat er schon einen, aber das ist der hässlichste Bagger auf der ganzen Welt. Er lässt ihn verschwinden und gibt bei der Polizei eine Vermisstenanzeige auf, damit seine Mutter die Ernsthaftigkeit seines Wunsches versteht und ihm einen neuen, schöneren Bagger kauft. Mit Fernbedienung. Und auf dem Rückweg vielleicht noch McDonald’s. Aber der Plan geht schief: Die Polizistin nimmt den Verlust viel zu ernst, sie geht mit ihm zum Fundbüro, zieht einen Politiker hinzu und wendet sich ans Fernsehen. Die Suche wird zu einem öffentlichen Spektakel ohne Raum für Trauer; und der Tod erscheint nicht mehr als erschreckendes Mysterium, sondern als profane Leere, die um jeden Preis gefüllt werden muss. Nach dem Erfolg von zwei herren von real madrid eröffnet Leo Meiers neues Stück in nur scheinbar naiver Sprache einen neuen Blick auf die Welt: auf der suche nach dem verlorenen bagger thematisiert den (Nicht-)Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft. Charlotte Weidinger, die mit dieser Inszenierung ihr Regiestudium an der Folkwang Universität der Künste abschließt, erzählt von Kindheit, Trauer und Verlust – und das auf hochkomische Weise. Regie: Charlotte Weidinger
Aufführungen | Schauspiel

Vom Ende der Einsamkeit

Schauspielhaus Bochum

Endlich auf der Bühne: der Bestseller über Liebe, Verlust und das Ringen mit der eigenen Vergangenheit. Crash. Plötzlich ist alles anders. Von einem Moment auf den anderen. Die Zukunft neu, das Leben fremd. Nachdem die Eltern von Liz, Marty und Jules Moreau bei einem Autounfall tragisch umkommen, verlieren sich die Geschwister aus den Augen. Sie kommen auf ein Internat, in verschiedene Wohnblöcke und entfremden sich. Jules, der Jüngste der drei Geschwister, findet in seiner Einsamkeit Halt bei Alva. Er verliebt sich in sie, doch auch sie verlieren sich nach dem Ende der Schulzeit. Dreißig Jahre später erinnert sich Jules daran, wer er war, wer er wurde und wer er eigentlich mal sein wollte. An die Versuche, den Verlust zu überwinden. An die bleibende Trauer, die Einsamkeit, aber auch die herzzerreißend glücklichen Tage. Sich verlieben, vermissen, sich wiederfinden. An Familie, Freund*innen, die Veränderungen und das Unveränderliche in jedem von uns. Und er erinnert sich an Alva, immer wieder an Alva. An eine verdammt große Liebesgeschichte. An das Ende der Einsamkeit. Nach Inszenierungen wie Club 27, Wer hat Angst vor Virginia Woolf? und Der Kissenmann führt Guy Clemens seine Arbeit als Regisseur am Schauspielhaus Bochum fort. Mit Benedict Wells’ Erfolgsroman Vom Ende der Einsamkeit erzählt er von nicht weniger als dem Leben und was es aus uns macht. Regie: Guy Clemens Bühne, Kostüm: Anja Rabes Lichtdesign: Johannes Zotz Video: Anne Rietmeijer Dramaturgie: Marvin L. T. Müller Technische Produktionsleitung: Lisa Schwarz Regieassistenz: Leonie Mevissen Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl Kostümassistenz: Anna Holtkamp Regiehospitanz: Luz Lipp Kostümhospitanz: Chiara Stresemann Pädagogische Begleitung: Beatrix Feldmann, Johanna Cadenbach Soufflage: Tanja Grix Inspizienz: Nora Köhler Übertitelung: Kerstin Degener Dauer: ca. 2:15h, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Same Same

Schauspielhaus Bochum

Ein Abend über die faszinierende Einigkeit der zweisamen Geschwister. Von Castor und Pollux über die Olsen-Twins bis zu Patty und Selma: Zwillinge beschäftigen die Menschheit seit jeher. Allein in Shakespeares Stücken findet man gleich drei Zwillingspaare. In der Antike war meist ein Gott im Spiel: So war Herkules’ Zwillingsbruder Iphikles der Sohn eines Sterblichen, während der Halbgott niemand Geringeren als Zeus seinen Vater nannte. In anderen Kulturen galten sie als Zeichen von Unheil und gehörten mitsamt der Mutter beseitigt. Ob nun ein Gott oder ein Dämon mitgewirkt hatte, „normal“ kam das den Menschen nie vor. Und auch heute noch sind sie fasziniert von der besonderen Einheit, die Zwillinge bilden. Endet die individuelle Identität mit der genetischen Kopie? Und was heißt es, seit dem ersten Moment der Existenz zu zweit zu sein? Nach Der Hamiltonkomplex, Baroque und Werther (Love & Death) kehrt die belgische Regisseurin zurück ans Schauspielhaus Bochum. In ihren Inszenierungen collagiert sie Texte, Bilder und emotionale Soundtracks und bringt nichtprofessionelle Darsteller*innen und Schauspieler*innen zusammen. Diesmal nimmt sie den Kosmos rund um Zwillinge in den Blick. Regie, Text: Lies Pauwels Bühne, Kostüm: Johanna Trudzinski Lichtdesign: Wolfgang Macher Dramaturgie: Koen Tachelet, Dorothea Neweling Regieassistenz: Julian Hübner Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl Kostümassistenz: Anna Holtkamp, Theresa Duttweiler Kostümhospitanz: Claudia Ferreira Soufflage: Jutta Schneider, Sybille Hadulla-Kleinschmidt Inspizienz: Christina Baston Übertitelung: Anette Nierhoff, Nael Joraschky Dauer: 1:50, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Die Gehaltserhöhung

Schauspielhaus Bochum

Im Leben gibt es drei wichtige Ereignisse: Geburt, Tod, Gehaltserhöhung. Zwei davon sind gewiss, beim dritten hingegen ist mehr als fraglich, wie hoch die Chancen tatsächlich sind. Die Frage nach einer Gehaltserhöhung muss trotzdem gestellt werden und Perecs wuchernder Text spielt ihre möglichen Variationen und Verläufe alle durch – und zwar buchstäblich alle: Ist der Abteilungsleiter in seinem Büro? Kommt er nochmal zurück? Hat er Zeit? Bietet er einen Stuhl an? Versteht er das Anliegen? Unterstützt er es? Und kommt was dabei heraus? Ja? Nein? Mit viel Humor seziert Georges Perec das Arbeits- und Alltagsleben und spielt mit den Regeln der Sprache. Perecs Texte, längere Zeit im Theater zu Unrecht unterschätzt, werden nun endlich für die Bühne (wieder-)entdeckt. Albrecht Schroeder bringt nach seinen Inszenierungen "Clyde und Bonnie" und "Eschenliebe" im Oval Office nun erstmals ein Stück dieses Autors in Bochum zur Aufführung: "Die Gehaltserhöhung oder wie Sie ungeachtet der sanitären, psychologischen, klimatischen, ökonomischen oder sonstigen Bedingungen ein Höchstmaß an Chancen haben, wenn Sie Ihren Abteilungsleiter um eine Angleichung Ihres Gehalts bitten." Regie: Albrecht Schroeder Bühne, Kostüm: Dorothee Curio Musik: Philipp Rohmer Lichtdesign: Sirko Lamprecht Dramaturgie: Moritz Hannemann Regieassistenz: Gianluca Elbert Bühnenbildassistenz: Sascha Kühne Kostümassistenz: Alexis Mersmann Kostümhospitanz: Finja Brunow, Henry Winkler Soufflage: Jutta Schneider Inspizienz: Christina Baston Sprachcoaching: Roswitha Dierck Übertitelung: Anette Nierhoff / Sabine Heil Dauer: ca. 1:30, keine Pause

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