Ausstellungen / Museum
Ruhr Museum UNESCO-Welterbe Zollverein
Essen, Gelsenkirchener Str. 181
- Ausstellungseröffnung: Wir standen auf einer Anhöhe
- Ausstellungseröffnung: Fluides Gestein. Himmlische Funken
- bau1haus. Die Moderne von Essen bis Asmara
- überLeben in der Eiszeit
- Gelb ist Geschichte! Fotografien von Alexander Lackmann
- Unter Tage. Unter Zwang. NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau
- Wie man lebt - wo man lebt. Dokumentarfotografien von Brigitte Kraemer
- Das Schaudepot des Ruhr Museums auf Zollverein
- Schätze aus den Sammlungen
- Natur, Kultur, Geschichte des Ruhrgebiets
- Als Regionalmuseum zeigt es in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets.
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Wir standen auf einer Anhöhe
Ruhr Museum
Fotografische Spurensuche am ehemaligen Stahlstandort Duisburg-Rheinhausen Die Ausstellung ist Teil des Projekts BLICKFELD ZOLLVEREIN, einer Kooperation der Folkwang Universität der Künste und der Stiftung Zollverein und dem Ruhr Museum. Ermöglicht wird das Projekt durch die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e. V. (GFF) und die RAG-Stiftung. Unter der Leitung von Frau Professorin Elke Seeger haben sich 13 Studierende der Folkwang Universität der Künste im Schwerpunkt Fotografie über ein Jahr mit den transformatorischen Prozessen des ehemaligen Stahlstandortes Duisburg-Rheinhausen aktuell auseinandergesetzt.
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Ich, Gustave Courbets - Maler und Rebell
Museum Folkwang
Gustave Courbets radikale Bildsprache, sein gesellschaftspolitischer Anspruch und sein Einfluss auf die Kunst der Moderne haben bis heute nicht an Wirkung verloren. Er wandte sich gegen die idealisierte Ästhetik des Klassizismus und der Romantik und machte stattdessen das Leben einfacher Menschen und die Wirklichkeit zum Gegenstand seiner Malerei. Mit seiner kompromisslosen Haltung und seiner innovativen Maltechnik gilt Courbet als Wegbereiter der Moderne – ein Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik. Die große Retrospektive widmet sich einem der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts, einem künstlerischen Erneuerer mit schillernder Persönlichkeit – getrieben vom Streben nach Unabhängigkeit. In seiner Kunst spiegelt sich sein politisches Engagement wider, vor allem in Auseinandersetzungen mit den historischen Ereignissen und Umbrüchen in Frankreich, was 1873 dazu führte, dass er als politisch Verfolgter Paris verlassen und in die Schweiz flüchten musste. Die Ausstellung beleuchtet zentrale Lebensstationen und Werkgruppen des Künstlers: Selbstbild und Öffentlichkeit, soziale Realität, erotische Darstellung, Landschaft und Exil. In Kooperation mit dem Leopold Museum Unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron, Präsident der Französischen Republik, sowie unter dem Ehrenschutz von Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich (Bild: Gustave Courbet: L‘Homme à la pipe / Der Mann mit der Pfeife, um 1849 Öl auf Leinwand, 45,8 × 37,8 cm © Musée Fabre de Montpellier Méditerranée Métropole / Foto Frédéric Jaulmes)
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100 Beste Plakate 25
Museum Folkwang
Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse des größten, jährlich durchgeführten Plakatwettbewerbs im deutschsprachigen Raum in Zusammenarbeit von 100 Beste Plakate e. V. mit dem Deutschen Plakat Museum im Museum Folkwang, der Stiftung Zollverein und der Folkwang Universität der Künste. Öffnungszeiten: Täglich von 12 – 18 Uhr Der Eintritt ist frei.
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6 ½ Wochen – Ferdinand Waas
Museum Folkwang
Ferdinand Waas beschäftigt sich in seinen Werken mit Realitäten, durch die geltende Normen und Werte der Europäischen Union hinterfragt werden. Sein Werk Ode to Joy / Ode an die Freude / ოდა სიხარულს zeigt einen Live-Mitschnitt der europäischen Hymne und den Fehlversuch des Künstlers, das Stück auf der Violine gemeinsam mit einem Streichquartett des Georgischen Kammerorchesters professionell aufzuführen. Während seines Aufenthalts in Tiflis untersuchte Waas die wachsende Präsenz europäischer Symbole im Vorfeld der georgischen Parlamentswahl 2024. Das Erlernen der Hymne fungiert im Werk als ein Akt europäischer Solidarität und ist ein Instrument zur Erforschung des kollektiven Gedächtnisses und der Identität vertriebener, im Exil lebender Künstler:innen. An Apple a Day, the Border Is Still There untersucht die tatsächliche Durchlässigkeit europäischer Binnengrenzen für Waren und Personen. Die Videoarbeit dokumentiert Waas’ Weg von Nova Gorica (Slowenien) nach Gorizia (Italien) und zurück. Während er als Person an der Grenze aufgehalten und kontrolliert wird, passiert die Ware (der Apfel) die Grenze problemlos. Vor dem Hintergrund von Boykott-Aufrufen zahlreicher Supermärkte aufgrund drastischer Preissteigerungen führt Waas einen stillen Austausch als Akt des Widerstands durch: Ein Apfel wird in Slowenien erworben und unauffällig in einem italienischen Supermarkt zu den Äpfeln gelegt; ein italienischer Apfel wird wiederum nach Slowenien zurückgeführt und dort in eine Obstabteilung integriert. One Night in Ibiza zeigt Waas sich selbst filmend auf einem nächtlichen Spaziergang durch den Party-Vorort Playa d’en Bossa in der Nachsaison. Die Arbeit reflektiert die Auswirkungen des Overtourism: Die touristische Infrastruktur ist auf eine größere Anzahl von Personen ausgelegt, als vor Ort beheimatet sind, und Geschäfte sowie Lokale orientieren sich an hedonistischen Bedürfnissen der Partyszene statt am täglichen Bedarf. Was zurückbleibt sind Müll, erschöpfte Servicekräfte und düstere Straßenzüge. Seit den 1970er-Jahren gilt Ibiza als Rückzugsort für britische Urlauber; bis heute bleibt die Insel trotz des Brexits ein beliebter Ferienort britischer Tourist:innen. Waas arbeitet als Künstler und Vermittler. Seine Praxis basiert auf Begegnungen, Gesprächen, Aufzeichnungen, Erinnerungen und Dokumentationen, die er mit verschiedenen Medien erfasst. Indem er das oft Unsichtbare und Unbekannte nachzeichnet und erzählt und sich auf ausgewählte Ausschnitte konzentriert, entschlüsselt er gesellschaftliche Normen und hinterfragt festgelegte Standards. Ferdinand Waas (*1998, Ingolstadt), studierte an der TU Wien Architektur, an der Universität Wien Sozial- und Kulturanthropologie, an der Athens School of Fine Arts und der Royal Academy of Art in Den Haag Bildende Kunst. (Bild: Ferdinand Waas; An Apple a Day, the Border Is Still There (Videostill), 2025; © Ferdinand Waas)
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Kate Newby - I’m asking
Museum Folkwang
Die neuseeländische Künstlerin Kate Newby (*1979) wählt für ihre ortsspezifische Installation im Museum Folkwang den Übergang zwischen dem 1960 eröffneten Museumsbau und dem Erweiterungsbau von 2010. Beide Gebäudeteile sind durch die Formensprache modernistischer Architektur geprägt und zeichnen sich durch klare Linien, rechteckige Innenhöfe und weitläufige Glasfronten aus. Glas und Beton, die Baustoffe der Moderne, bilden den Ausgangspunkt von Newbys Arbeit. In ihren Händen werden sie zu fragilen, formbaren Materialien, in denen sie buchstäblich ihre Spuren hinterlässt. Auf zwei Glasscheiben zum Innenhof hat sie vertikale, handgezogene Linien und zahlreiche Fingerabdrücke in das Glas eingeschmolzen. Die dreidimensionalen Strukturen der Glasarbeit Good Sound reagieren auf Licht und Bewegung und verändern im Tagesverlauf ihr Erscheinungsbild je nach Lichteinfall und Blickwinkel. Die Linien der Glasarbeit setzen sich in der Betonarbeit I'm asking auf dem Rasen des Außenraums fort. Als helle, strukturierte Betonlinien ziehen sie sich durch den Innenhof und verschwinden hinter zwei kleinen Hügeln. Sichtbare Spuren der Bearbeitung verweisen auch hier auf den Herstellungsprozess. Ergänzt werden die beiden Arbeiten durch Glasfragmente aus der Umgebung des Museums, die Newby in den Beton integriert hat. Sie stellen eine weitere Verbindung zwischen Innen- und Außenraum des Museums her. Newbys Werke unterlaufen die klare Ästhetik des Gebäudes. Sie wirken roh, beiläufig und unscheinbar und fügen sich so selbstverständlich in ihre Umgebung ein, dass sie nicht unmittelbar als Kunstwerke erkennbar sind. Gerade dadurch schärfen sie den Blick für das Übersehene und eröffnen poetische Reflexionen über Orte, Materialien und alltägliche Wahrnehmung. (Bild: I’m asking, 2026, Glas, hergestellt bei Atelier Loire (Chartres), 118,0 x 228,6 cm; Good Sound, 2026, Beton, Oxid, Fundglas (Essen), 17,85 und 19,77 m; Installationsansicht, Foto: Tanja Lamers, Museum Folkwang, © Courtesy of the Artist and Galerie Art : Concept)
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bau1haus. Die Moderne von Essen bis Asmara
Ruhr Museum
Mehr als 1000 Fotografien von Jean Molitor zeigen die globale Architekturmoderne im UNESCO-Welterbe Zollverein. Auf der Bunkerebene der eindrucksvollen Mischanlage verbindet die Ausstellung Baugeschichte, kulturelles Erbe und interaktive Vermittlungsformate zu einem internationalen Ausstellungserlebnis. Seit 2009 dokumentiert der Berliner Fotograf Jean Molitor die Architekturmoderne auf allen Kontinenten – von Nordrhein-Westfalen über Europa, Amerika und Indien bis nach Asmara in Eritrea. Seine präzise Bildsprache verbindet dokumentarische Genauigkeit mit einem künstlerischen Blick und macht zugleich viele bedrohte Bauwerke der Moderne sichtbar. Seit 2016 wird seine Arbeit wissenschaftlich von der Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss begleitet, die auch die Präsentation auf Zollverein fachlich betreut. Begleitend zur Ausstellung findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt. Neben Veranstaltungen mit Jean Molitor und Dr. Kaija Voss lädt ein interaktiver BauRaum Besucher:innen dazu ein, selbst kreativ zu werden und sich auszutauschen. Weitere Informationen und Termine werden in Kürze bekannt gegeben. Jean Molitor, geboren 1960 in Berlin, studierte künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Fischer. Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Fotograf für Magazine, Zeitungen und Industrie. Im Jahr 2009 begann er sein Projekt bau1haus, für das er durch Afrika, Nord- und Südamerika, Europa sowie den Nahen Osten reiste. Kaija Voss, geboren 1965 in Berlin, studierte Architektur in Weimar und promovierte 1998 in Hannover. Anschließend war sie unter anderem an der Technischen Universität Dresden tätig, arbeitete für die Süddeutsche Zeitung und lehrte an der AMD Akademie Mode & Design der Hochschule Fresenius in München. Sie veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte und verfasste unter anderem die Texte für die Publikationen des bau1haus-Projekts von Jean Molitor. Eine Ausstellung der Stiftung Zollverein in Kooperation mit dem Ruhr Museum. Gefördert durch die RAG-Stiftung und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e. V.
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Unter Tage. Unter Zwang. NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau
Ruhr Museum
Die Ausstellung "Unter Tage. Unter Zwang. NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau" zeigt im Erdgeschoss der Halle 8, wie Zwangsarbeit im Ruhrbergbau funktionierte und was es für die Betroffenen bedeutete. Sie erzählt von Ausgrenzung, Ausbeutung und Gewalt – aber auch davon, dass die Erinnerungen an dieses Leid lange ignoriert wurden. Weil Steinkohle als kriegswichtiger Schlüsselrohstoff galt, der insbesondere in der Stahl- und Rüstungsindustrie sowie für die Energieversorgung essentiell war, kam es schon bald nach Kriegsausbruch zum Einsatz von Zwangs- und "Fremdarbeitern" im Bergbau. Der personalintensive Steinkohlenbergbau des Reviers wurde ab 1942 zu einem Hauptabnehmer für Zwangsarbeiter, welche die zur Wehrmacht einberufenen Kumpel ersetzen sollte. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen hunderttausender Zwangsarbeiter, die zumeist aus Osteuropa stammten, waren äußert hart. Oftmals unter katastrophalen hygienischen Bedingungen in behelfsmäßigen Barackenlagern untergebracht, sahen sie sich willkürlichen Misshandlungen sowie einer strengen Lagerdisziplin ausgesetzt. Unterernährung und Hunger führten angesichts der extrem harten Arbeit unter Tage nicht selten dazu, dass die Männer krank wurden; Todesfälle wurden von den Zechenleitungen zumeist billigend in Kauf genommen. Die Ausstellung beleuchtet einerseits die kriegswirtschaftliche Bedeutung von Zwangsarbeitern im Ruhrbergbau und zeigt die Anwerbung und Verschleppung der Menschen. Andererseits werden auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Zwangs- und "Fremdarbeitern", ihre Schicksale sowie ihre Befreiung und späte Entschädigung ab dem Jahr 2000 thematisiert. Eine Ausstellung des Zweitzeugen e. V. in Kooperation mit dem Ruhr Museum. Im Rahmen des Projektes HOLO-VOICES des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Technischen Universität Dortmund. Gefördert durch die RAG-Stiftung, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie die Brost-Stiftung. (Bild: Ankommende ukrainische Zwangsarbeiterinnen in der Ellernstraße, Essen, um 1942; © Ruhr Museum / Willy van Heekern)
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Natur, Kultur, Geschichte des Ruhrgebiets
Ruhr Museum
Ein orange-glühendes Treppenhaus und 6.000 Exponate in einer spektakulären Industriekulisse: Die Dauerausstellung des Ruhr Museums auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein zeigt die faszinierende Natur- und Kulturgeschichte einer der größten Industrieregionen der Welt. Das Regionalmuseum des Ruhrgebiets zeigt in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte der Region von der Entstehung der Kohle vor über 300 Millionen Jahren bis zum heutigen Strukturwandel zur Metropole Ruhr. Besucher*innen folgen dem früheren Weg der Kohle und steigen immer tiefer von der Gegenwart in die Geschichte des Reviers hinab. Über drei Ebenen geht es durch fensterlose Bunker vorbei an riesigen Industriemaschinen, rohen Betonwänden und Transportbändern. Dazwischen zeigen 6.000 Exponate in oft faszinierenden Details, wie sich eine ehemals landwirtschaftliche Region zum größten Kohle- und Stahlproduktionsgebiet Europas entwickelte und dann zur Metropole Ruhr wurde.
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Gesichter des Reviers. Fotografien von Armin Rohde
Ruhr Museum
Migration hat das Ruhrgebiet über Jahrzehnte hinweg wirtschaftlich, sozial und kulturell geprägt – und formt bis heute das Gesicht der Region. Die Ausstellung „Gesichter des Reviers – Vom Ankommen und Dazugehören macht diese Realität auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Im Zentrum des Projekts stehen fotografische Porträts des Schauspielers und Fotografen Armin Rohde, der sich seit vielen Jahren intensiv der Fotografie widmet. Seine Bilder zeigen Menschen, deren Lebens- und Arbeitswege eng mit dem Ruhrgebiet verbunden sind. Sie erzählen vom Ankommen, vom Bleiben und vom Weitergehen – und eröffnen einen vielstimmigen Blick auf Zugehörigkeit, Arbeit und Wandel. Die Porträts schaffen Nähe und laden zum Dialog ein: Jedes Bild macht individuelle Erfahrungen sichtbar und eröffnet neue Perspektiven auf die Vielfalt der Region. So entsteht ein facettenreiches Panorama des Ruhrgebiets als Raum gelebter Migration und stetiger Veränderung. Die von der Brost-Stiftung initiierte Ausstellung rückt persönliche Lebensgeschichten in den Fokus – Geschichten von Menschen, die das Revier über Generationen hinweg geprägt haben. Im Zusammenspiel von Kunst und Bildung entstehen neue Zugänge zur Migrationsgeschichte des Ruhrgebiets und zu Fragen von Identität und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Als gemeinsames Projekt von Brost-Stiftung und Ruhr Museum ist die Ausstellung Teil der Initiative „Wege ins Revier“, die sich der lebendigen Migrationsgeschichte der Region widmet. Sie versammelt Geschichten und Bilder, die von Arbeit, Aufbruch und Zugehörigkeit erzählen. Die Ausstellung lädt dazu ein, diesen Geschichten zu begegnen – und das Ruhrgebiet aus neuen, persönlichen Perspektiven zu entdecken. Eine Ausstellung der Brost-Stiftung im Ruhr Museum
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Gelb ist Geschichte!
Gelb ist Geschichte!
Fotografien von Alexander Lackmann
Ruhr Museum
Mit der Fotoserie zum Thema „Drogensucht in Deutschland“ wird die Reihe „Pixelprojekt auf Zollverein“ fortgesetzt. Neben Betroffenen zeigt die Ausstellung auch Drogenkonsumräume und Räume der Substitutionsbehandlung. Der Hintergrund Seit einigen Jahren bildet die Auseinandersetzung mit Suchterkrankungen einen zentralen Schwerpunkt in der fotografischen Arbeit von Alexander Lackmann. Besonders beschäftigt er sich mit substanzgebundenen Abhängigkeiten, mit denen er auch in seinem persönlichen Umfeld konfrontiert wurde. Dass in Deutschland noch immer mehrere Tausend Menschen jährlich an den Folgen ihres Drogenkonsums sterben, macht für ihn auf eindrückliche Weise deutlich, dass dieses Thema – trotz jahrzehntelanger Diskussionen und Präventionsarbeit – weiterhin gesellschaftlich hoch relevant ist. Seit Anfang 2024 widmet sich Alexander Lackmann zudem den sogenannten Drogenkonsumräumen. Bisher konnte er acht Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen besuchen und fotografisch dokumentieren. Menschen mit einer Substanzgebrauchsstörung erhalten dort neben einer medizinischen Grundversorgung und hygienischen Injektions- oder Rauchutensilien vor allem eine geschützte und sichere Umgebung, in der sie ihrem riskanten und in der Öffentlichkeit stark stigmatisierten Konsum nachgehen können. Diese gesellschaftliche Stigmatisierung führt jedoch häufig dazu, dass Betroffene selbst Hilfsangebote wie Konsumräume meiden und sich nicht trauen, diese Einrichtungen aufzusuchen. Den Titel „Gelb ist Geschichte!“ entdeckte Alexander Lackmann in einer Informationsbroschüre über Hepatitis C, eine Leberentzündung, deren Virus vor allem beim Drogenkonsum durch das Teilen unsauberer Spritzen oder Konsumutensilien übertragen wird. Eine mögliche Folge der Erkrankung ist die Gelbfärbung von Haut und Augenweiß, die der Krankheit ihren Namen gab. Die fotografische Auseinandersetzung mit diesem Thema wirft zugleich grundlegende Fragen zur Rolle der Fotografie auf. Bilder können nicht nur dokumentieren, sondern sind mitunter auch an der Entstehung oder Verstärkung von Vorurteilen beteiligt. Lackmann interessiert sich daher besonders für die Darstellungsmöglichkeiten von Sucht in der Fotografie und stellt sich Fragen wie: Wie lässt sich Sucht mit der nötigen Sensibilität und Empathie darstellen? Wie können problematische Bildtraditionen erkannt und vermieden werden? Und schließlich: Ist es überhaupt möglich, Sucht fotografisch „richtig“ abzubilden und zu repräsentieren? Die Ausstellung Alexander Lackmann versucht mit seiner Arbeit die Komplexität von Abhängigkeit auf verschiedenen Ebenen sichtbar zu machen und zur Reflexion über gesellschaftliche Vorurteile anzuregen. Die Arbeit umfasst derzeit Fotografien von Raumansichten der Konsumräume, Porträts von Klient:innen und Mitarbeitenden – ohne diese identifizierbar zu machen – sowie eine Bildschirmpräsentation mit Found Footage, also gefundenem Bildmaterial aus Medienkontexten, darunter etwa Google-Street-View-Ansichten und Online-Rezensionen. Der Fotograf Alexander Lackmann wurde 1994 in Gelsenkirchen geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung nahm er 2018 ein Studium der Fotografie (Bachelor of Arts) an der Folkwang Universität der Künste in Essen auf, das er 2023 erfolgreich abschloss. Derzeit setzt er seine Ausbildung dort im Masterstudiengang fort. Aktuelle Fotografie im Ruhrgebiet – Pixelprojekt auf Zollverein Die Ausstellungsserie zeigt seit November 2021 zeitgenössische Positionen und Ruhrgebietsthemen, die von einer Fach-Jury ausgewählt werden. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Museums Folkwang, der Folkwang Universität der Künste, des Ruhr Museums, des Pixelprojekt_Ruhrgebiet, des Historischen Archivs Krupp sowie der Stiftung Zollverein. Mit der Reihe vereinen die Stiftung Zollverein und das Pixelprojekt_Ruhrgebiet in Kooperation mit dem Ruhr Museum ihre Fotokompetenzen und geben junger zeitgenössischen Fotografie eine Plattform. Das Pixelprojekt_Ruhrgebiet wurde 2002 vom Fotografen Peter Liedtke entwickelt und 2003 auf Initiative von damals 26 freien Fotograf:innen gegründet. Es ist ein nicht kommerzielles Projekt, das hervorragende fotografische Serien zu einzelnen Aspekten der Region Ruhrgebiet sammelt, strukturiert und auf einer Internetseite sichtbar macht. Über die neu aufgenommenen Serien entscheidet eine Jury. Die mehr als 10.000 Bilder der Sammlung widmen sich Themen wie Ökologie, Soziales, Kultur, Stadt, Wohnen, Sport, dem wirtschaftlichen Wandel und vor allem den Menschen in der Region Ruhrgebiet. Eine Ausstellung der Stiftung Zollverein in Kooperation mit dem Pixelprojekt Ruhrgebiet und dem Ruhr Museum. Gefördert durch die RAG-Stiftung und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e. V.
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überLeben in der Eiszeit
Ruhr Museum
Eine Reise in eine Welt zwischen Kälte und Wärme, Anpassung und Aussterben: Mit der Sonderausstellung »überLeben in der Eiszeit« wird das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein zum Schauplatz des ersten Teils der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein Westfalens. Inmitten der eindrucksvollen Industriekulisse der ehemaligen Kohlenwäsche eröffnet sich den Besuchenden ein faszinierender Blick auf die vergangenen 2,6 Millionen Jahre Erdgeschichte in der Region. Über 350 Exponate – darunter spektakuläre Originalfunde wie der Mammutschädel von Haltern, lebensgroße Tier-Rekonstruktionen und seltene Zeugnisse eiszeitlicher Pflanzenwelt – erzählen vom Leben und Überleben in einer Zeit dramatischer Klimaveränderungen. Zusammen mit multimedialen Inszenierungen und eindrucksvollen Animationen wird sichtbar, wie eng Natur, Klima und Mensch miteinander verwoben sind. Die Ausstellung schlägt dabei bewusst die Brücke in die Gegenwart: Dabei zeigt sie, wie frühere Umweltveränderungen das Leben geprägt haben und stellt zugleich die drängende Frage, wie der Mensch heute mit dem Klimawandel umgeht. Damit verbindet »überLeben in der Eiszeit« wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem hochaktuellen gesellschaftlichen Thema.
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Puppets 4.0 - ein imaginäres Museum
Fidena
Mit VR-Brillen ausgestattet erleben die Besucher:innen eine einzigartige Puppensammlung, in der die Exponate nicht nur betrachtet, sondern immersiv erlebt werden können. Die Figuren wurden digitalisiert und in fünf atmosphärisch völlig unterschiedliche Räume versetzt - vom geheimnisvollen deutschen Wald bis zum farbtrunkenen indonesischen Marktplatz. Wissen und Spiel verschmelzen miteinander. Fritz Wortelmann, der die Sammlung dieser Puppen 1948 begonnen hat, erscheint selbst als virtuelle Figur und führt durch das virtuelle Museum. Die Ausstellung kann auch als Teil des 5er-Abos gebucht werden.
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L is for Look
Museum Folkwang
"L is for Look" lädt zu einer interaktiven Entdeckungsreise durch die Geschichte des Kinder- und Jugendfotobuchs ein: von seinem industriellen Aufschwung in den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart. Auch wenn diese Gattung in der Verlagslandschaft weiterhin ein Nischendasein führt, legt die Ausstellung eindrucksvoll dar, wie sich die Geschichte pädagogischer Konzepte sowie die gesellschaftliche Stellung des Kindes in der westlichen Welt in den vergangenen 100 Jahren gewandelt haben. Die Ausstellung bietet Jung und Alt die Möglichkeit, den Entstehungsprozess des Fotobuchs von der Aufnahme bis hin zu Originalentwürfen zu entdecken. Eine internationale Koproduktion initiiert von dem Institut pour la photographie des Hauts-de-France, Lille, und dem Photo Élysée, Lausanne. Weitere Kooperationspartner sind das Fotofestival Rencontres d’Arles, die Photographers’ Gallery, London, das Centre national de l’audiovisuel, Dudelange/Luxemburg, sowie das Foto Arsenal Wien. (Bild: William Wegman; Dress Up Batty; Gestaltung: Empire Design Studio; © Hyperion Books for Children, New York, 2004)
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Saâdane Afif
Museum Folkwang
Saâdane Afif entwickelt für jede seiner Ausstellungen, Performances und Lectures ein Plakat. 80 dieser in kleinen Auflagen produzierten Siebdrucke werden erstmals im Überblick in Essen gezeigt – gemeinsam mit einer Re-Inszenierung der ersten Ausstellung Afifs in Deutschland aus dem Jahr 2004. Die Plakate werden in zwei Teilen zu sehen sein, mit einem Wechsel der Hängung im Juni 2026. (Bild: Saâdane Afif; Au Wiels du 01/02/18 au 22/04/18 / l'orchestre fait le tableau. / “Studio Paroles” (Louis und Augustin), Brüssel, 2018; © Saâdane Afif)
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6 ½ Wochen - Rudi Williams
Museum Folkwang
Die australische Künstlerin Rudi Williams präsentiert Fotografien und fotografische Artefakte – teils selbst hergestellt, teils gefunden. Williams Motive bilden stille Räume voller Spuren, die eine Fülle an Assoziationen wecken. In dieser Ausstellung konzentriert sie sich auf kameralose Bilder und Silhouetten, die das Spannungsfeld zwischen An- und Abwesenheit umkreisen und die Darstellung von Verlust thematisieren. Ihre Praxis reflektiert zugleich die Geschichte und die technischen Prozesse der Fotografie, dabei experimentiert sie unter anderem mit frühen Verfahren wie der Daguerreotypie und der Cyanotypie, die auch als „Sonnendruck“ bezeichnet wird. Die ausgestellten Fotografien, Daguerreotypien und Textilien werden von filigranen Stahlkonstruktionen getragen, die auf museale Präsentationsformen verweisen und die Einzigartigkeit jedes Objekts betonen. So erscheint Fotografie hier nicht als Bilderflut, sondern als Sammlung einzigartiger, atmender Zeugnisse. Der Titel der Ausstellung In the air we breathe verweist auf die Wahrnehmung von Vorzeichen die sich im Sinne des gesellschaftlichen Zeitgeistes abzeichnen, wie zum Beispiel auch die Stimmung um 1839 als die Erfindung der Fotografie bereits ‚in der Luft lag‘ und Bilder erstmals ‚fixiert‘ wurden. Rudi Williams, 1993 in Italien geboren und sesshaft in Melbourne, ist diesjährige Stipendiatin der Neuen Folkwang Residence. In ihren Ausstellungen kombiniert und kontrastiert sie häufig Bilder, die zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Orten aufgenommen wurden und variierende fotografische Formen aufweisen, um ihre eigene Geschichte in Bezug auf Konzepte wie Erinnerung, Temporalität und das Archiv zu reflektieren.
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Germaine Krull: Chien Fou
Museum Folkwang
Der Nachlass der Fotografin Germaine Krull befindet sich seit 1995 im Museum Folkwang. Er umfasst neben Abzügen, Negativen und Publikationen auch ein umfangreiches publizistisches Œuvre. Dazu gehören (auto)biografische und (auto)fiktionale Texte, (Foto-)Bücher und Maquetten, Briefe und politische Berichte oder Reportagen. Als erweiterter Zugang zum künstlerischen Vermächtnis Germaine Krulls wird dieses publizistische Œuvre jetzt in wesentlichen Teilen sichtbar. Angesichts der Tatsache, dass das Schreiben sämtliche Schaffensphasen der Künstlerin begleitete, rückt mit dieser Ausrichtung, ergänzend zu den avantgardistischen Arbeiten der 1920er und 1930er Jahre, auch die fotografische Praxis jener Schaffensphasen in den Blick, die von der Forschung bisher nur marginal berücksichtigt wurden. Mit dem Werk ab Beginn des Zweiten Weltkriegs, nach der dauerhaften Abkehr von Europa entstanden, eröffnet das Ausstellungs- und Publikationsprojekt auch eine neue transkulturelle Perspektive auf das Leben und auf die künstlerische Arbeit Germaine Krulls. (Bild: Autor:in unbekannt, Germaine Krull mit Contax, um 1932; Silbergelatineabzug, 11,5 x 14,5 cm; © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen)
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In Between. Fotografien von Jiaying Yu
Ruhr Museum
Eine Ausstellung der Stiftung Zollverein in Kooperation mit dem Pixelprojekt Ruhrgebiet und dem Ruhr Museum. Gefördert durch die RAG-Stiftung und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e. V. Jiaying Yu setzt sich in ihrer Fotoarbeit mit den Gefühlen und Lebensumständen junger Chinesinnen auseinander, die – wie sie selbst – für ein Studium nach Deutschland gekommen sind. Dafür kombiniert sie Porträts der Studentinnen mit Detailaufnahmen aus deren Wohnungen.
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Dokumentarfotografie Förderpreise 15
Museum Folkwang
mit Nazanin Hafez, Alex Simon Klug & Kristina Lenz, Malte Uchtmann, Hannah Wolf Die Ausstellung zeigt neue Arbeiten junger Künstler:innen, die im Rahmen der bereits 15. Preisrunde entstehen. Sie vereint ganz unterschiedliche fotografische und filmische Zugänge, die sich mit der politischen und sozialen Verfasstheit unserer Welt auseinandersetzen. (Bild: Kristina Lenz & Alex Simon Klug; Videostill aus read my lips, Teil der Arbeit Your choices should be grounded in reality, 2025, Videoinstallation ca. 15 Minuten © Kristina Lenz & Alex Simon Klug)
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