Aufführungen / Oper
Aalto-Theater Essen
Essen, Opernplatz 10
- Premiere: Relations
- Uraufführung: Die verzauberte Stadt
- Premiere: Ptah VI
- Öffentliche Theaterführung
- La fanciulla del West
- Parsifal

- Architekturführungen
- Der Freischütz
- Candide
- Carmen
- Tanzhommage an Queen
- Familien-Werkstatt
- La traviata
- Der Ring - Ein Fall für eine Stunde?
- Otello
- StadTräume
- Open Classes
- Petrosinella, lass dein Haar herunter!
- Das von dem finnischen Architekten Alvar Aalto entworfene Aalto-Theater zeigt Musiktheater und Ballettaufführungen sowie Konzerte der Essener Philharmoniker.
Aufführungen / Theater
Schauspielhaus Bochum
Bochum, Hans-Schalla-Platz
- Premiere: Die Kunst des Deals
- Premiere: Leben und Schicksal
- Premiere: Die gelbe Tapete
- Vier Piloten
- Trauer ist das Ding mit Federn
- Frankenstein
- Whatever The Fuck You Want
- Wie mein Freund im Fernseher verschwand
- Das große Heft
- KRACH
- Orlando
- Amsterdam
- Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
- Die Gehaltserhöhung
- Romeo und Julia - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
- Das NEINhorn
- Don’t Worry Be Yoncé
- Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten
- Mit anderen Augen
- Firlefanz
- Vom Ende der Einsamkeit
- Jugend ohne Gott
- RCE
- Spieler
- Trommeln in der Nacht
- All about Earthquakes
- Robin Hood
- Die Traumraumfahrt
- Sturmhöhe
- Kreislers kalte Füße
- Das Theater der Stadt Bochum.
Ereignisse / Festival
FIDENA Theaterfestival
13. bis 21.5.2026
- The Waves
- Transport: Cargo
- Des Kaisers neue Kleider
- Transport: Departure
- Radikal Dinglich!
- Transport: Connecting Flights
- Transport: Frontline
- Every Second of Downtime
- What’s wrong with people
- Transport: Shuttle Tour 15.Mai
- Umama
- Sisypholia
- The game
- Vis–à–Vis(a)
- On the First Night We Looked at Maps
- On the First Night We Looked at Maps
- Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert
- Transport: Fasten your Seat Belts!
- Je m'évanouis
- Transport: Tipping Point
- Die Welt ist ein Würstelstand
- Gorjeio
- Bois
- Sous l’abre
- fly with u
- Zea Mays
- Das Tagebuch der Anne Frank
- Clouds on the ground
- Bei Vollmond spricht man nicht
- Celluloid Golem Kurzfilmprogramm
- Little Things
- Edith And Me
- Thauma
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
RCE
Schauspielhaus Bochum
Angewandter Antikapitalismus: Sibylle Bergs Anleitung zum Reboot der Welt. In Sibylle Bergs Roman RCE geht die Welt, in der wir leben, weiter den Bach runter. Der Kapitalismus ist alternativlos geworden. Das „beste aller Systeme“ hat Wenigen zu absurdem Reichtum verholfen und sehr Vielen ein menschenwürdiges Dasein genommen. Die Krise ist der Normalzustand. Jede Bewegung wird dokumentiert, jedes Fleckchen Erde privatisiert und jede Denkbewegung kontrolliert. Fünf Hacker*innen treffen sich, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Sie programmieren einen Code für einen Computerangriff, der den Crash des Systems verursachen und die Massen mobilisieren soll (RCE: Einschleusung eines unerwünschten Programmcodes in Computersysteme über Sicherheitslücken). Und erstaunlicherweise gelingt ihnen genau das. Doch was folgt daraus? Sind die Menschen nach dem Systemsturz noch zu retten? Wie sieht eine Welt ohne den Kapitalismus aus? Sibylle Berg, eine der wichtigsten Autor*innen der Gegenwart, schreibt mit RCE furios und unerbittlich über die neoliberale Absurdität einer gar nicht mehr so fernen Zukunft. Regisseurin Lisa Nielebock kehrt mit dieser sprachwütigen und spielfreudigen Arbeit ans Schauspielhaus Bochum zurück. Regie: Lisa Nielebock Bühne: Oliver Helf Kostüm: Sofia Dorazio Brockhausen Lichtdesign: Sirko Lamprecht Choreographie: Esther Murdock Dramaturgie: Lucien Strauch Dauer: 1:30, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Mit anderen Augen
Schauspielhaus Bochum
Mit anderen Augen ist eine berührende Theatercollage aus Songs, Texten, Bildern, Klängen und Sinneseindrücken, die auf poetische Weise eintaucht in die Welt der Blindheit. Wir leben in einer Gesellschaft der Sehenden. Von „Auf Wiedersehen“ über den blinden Alarm bis zur Liebe auf den ersten Blick ist unsere Sprache voller Metaphern des Sehens. Häufig werden Erkenntnis und Rationalität mit Licht und Sehen verknüpft, Unmündigkeit und Irrationalität hingegen mit Bildern der Blindheit und Dunkelheit. Die Welt der Blindheit ist vielen von uns vollkommen unbekannt, wir sprechen selten bis nie darüber, auch, weil wir nicht betroffen sind – oder Angst davor haben. Und so ist unser Leben auf das Sehen aufgebaut. Doch was geschieht, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt wird. In welchem Raum befinden sich blinde oder sehbehinderte Menschen? Was bedeutet Zeit für sie? Was erzählen Töne, Geräusche? Kann man mit den Ohren sehen? Diesen und anderen Fragen geht Mit anderen Augen nach. In diesem musikalischen Abend lenken Texte von blinden und sehbehinderten Menschen und die Lyrics der live gesungenen Songs unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Wahrnehmung weg vom Visuellen hin zu anderen Sinnen wie dem des Hörens. Nicht als Ersatz, vielleicht als Gewinn. Mit anderen Augen spürt mit musikalischen und akustischen Mitteln dem Sehen und Nichtsehen nach und schafft sinnlichemotionale Erfahrungen. Die acht Spieler*innen und Musiker befinden sich in einem Raum, der sich zwischen Dunkelheit, Unschärfe, hellem Licht und dem Verzicht auf starke Farben bewegt. Die Inszenierung unternimmt den Versuch, die Aufführung auch für nicht sehende Zuschauer*innen erfahrbar zu machen, auch mit Hilfe von Audiodeskription. Mehr als sehenswert! Regie: Selen Kara Musikalische Leitung: Torsten Kindermann Bühne: Lydia Merkel Kostüme: Emir Medic Lichtdesign: Denny Klein Sounddesign: Fabio Scarpari Dramaturgie: Dorothea Neweling Dauer: 1:30, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Don’t Worry Be Yoncé
Schauspielhaus Bochum
Liberté, Egalité, Be Yoncé. Es kann nur eine Queen B geben. Aber ist das wirklich so? Oder kann man mit der notwendigen Begeisterung und einer Portion Ehrgeiz das schaffen, was nur sie geschafft hat? To Be Yoncé! Mit ihrer praktischen Anleitung, um der phänomenalen Pop- und R’n’B-Sängerin näher zu kommen, sorgte die Jungregisseurin Stephanie van Batum in München bereits für Begeisterungsstürme. In Form eines Tutorials erfahren die Zuschauer*innen in wenigen Schritten, was nötig ist, um SIE zu sein – how to be Bey. Und das ist mehr als singen, tanzen und performen, mindestens: Diva, Queen, Sexbombe, Mutter, Geschäftsfrau, Ehefrau, Feministin. #flawless Don't Worry Be Yoncé (XS Edition) wurde eingeladen zum Festival Radikal jung 2018. Regie, Text, Konzept: Stephanie van Batum Bühne, Video, Sound: Florian Schaumberger Kostüme: Bettina Kirmair Licht: Claudio Zeeb Dauer: 1:20h, keine Pause Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln
Aufführungen
| Schauspiel
Romeo und Julia - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
Schauspielhaus Bochum
Wie Shakespeare in den 70ern. Mit viel Musik. Und ein bisschen weniger Shakespeare. Unter dem Motto Let the Good Times Roll heißt es endlich auch wieder in Bochum: Leben und nicht lieben dürfen, lieben müssen, aber sterben wollen – was tun, wenn das Herz zerbricht? Romeo und Julia suchen die Antwort, und das seit nunmehr 428 Jahren. Anlässlich des 100. Jahrestags der Shakespeare-Wochen in Hückeswagen bei Wuppertal (finden alle 100 Jahre statt – nicht verpassen!) freuen wir uns, den Kulturverein zur Förderung der frühneuenglischen Sprache aus Bommern mit seiner Jahrhundertinszenierung von Romeo und Julia willkommen heißen zu dürfen. Kostüme und Bühnenbild sind zum Versand bereit, nun heißt es nur noch Sitting, Waiting, Wishing, bis sich ab dem 24. Oktober der Vorhang hebt für das Pärchen, das nie sein sollte. Nach Die Hermannsschlacht – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie kehren die Regisseurin Barbara Bürk und der Musiker, Schauspieler und Regisseur Clemens Sienknecht nach Bochum zurück. Damit führen sie ihre Reihe musikalischer Theaterabende fort, in denen sie augenzwinkernd und mit jeder Menge Musik Klassiker der Weltliteratur entstauben. Oder wie Taylor Swift sagen würde: It’s a love story, baby, just say „Yes“. Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht Bühne, Kostüm: Anke Grot Musikalische Leitung: Clemens Sienknecht Lichtdesign: Johannes Zotz Dramaturgie: Marvin L. T. Müller Regieassistenz: Christian Feras Kaddoura Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl Regiehospitanz: Felix Langen Inspizienz: Christina Baston Soufflage: Sybille Hadulla-Kleinschmidt Übertitelung: Frank Hebenstreit / Sascha Krause-Hebenstreit Dauer: 1:50, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Leben und Schicksal
Schauspielhaus Bochum
Premiere: 25.4.2026 in einer Bearbeitung von Koen Tachelet Ein epochaler Roman des 20. Jahrhunderts trifft auf Schostakowitschs 10. Symphonie. „Ich habe erkannt, dass nicht der Mensch machtlos ist gegenüber dem Bösen, sondern das mächtige Böse ist machtlos gegenüber dem Menschen.“ 1942. Während Europa in Flammen steht, treibt den Atomphysiker Strum seine bahnbrechende Erfindung in ein moralisches Dilemma: Wie weit darf Wissenschaft gehen, wenn aus ihr Zerstörung entspringt? Und was bleibt vom eigenen Gewissen, wenn Anerkennung und Überleben an Bedingungen geknüpft sind? Gleichzeitig halten in Stalingrad sowjetische Soldaten der Belagerung stand, indem sie von der Parteilinie abweichen, im deutschen KZ schreibt ein Häftling über die Güte, und Krymov muss feststellen, dass sich der Staat bisweilen auch gegen seine Systemtreuen wendet. Gleich einem Kaleidoskop erzählt Leben und Schicksal – das als Krieg und Frieden des 20. Jahrhunderts gilt – ein ganzes Geflecht von Leben inmitten der Grauen des Krieges: an der Front, in den Lagern, in Wohnzimmern und Kellern. Der russisch-jüdische Schriftsteller Wassili Grossman spürt dem nach, was das Lebendige auszeichnet, und sucht nach Menschlichkeit. Von dieser Suche und den Spannungen zwischen Künstler und Staat zeugt auch Dmitri Schostakowitschs 10. Symphonie von 1953, die die Bochumer Symphoniker im Anschluss an die ersten vier Vorstellungen im Anneliese Brost Musikforum Ruhr spielen. Regie: Johan Simons Bühne: Johannes Schütz Mitarbeit Bühne : Daniel Gantz Kostüm: Greta Goiris Musik: Steven Prengels Video: Voxi Bärenklau Toncollage: Tristan Wulff Dramaturgie: Marvin L. T. Müller, Koen Tachelet Technische Produktionsleitung: Kai Witkowski Regieassistenz: Leonie Mevissen Bühnenbildassistenz: Alma van der Donk, Sascha Kühne Kostümassistenz: Alexis Mersmann, Hyunah Shin Regiehospitanz: Luuk Bellemakers Kostümhospitanz: Bruno McGettrick Soufflage: Isabell Weiland Inspizienz: Ulrike Schaper Übertitelung: Frank Hebenstreit, Sascha Krause-Hebenstreit
Aufführungen
| Schauspiel
Die Kunst des Deals
Schauspielhaus Bochum
Premiere: 18.4.2026 Ein Abend auf der Überholspur: Harte Fakten, persönlicher Charme und viel Musik. Wir schreiben das späte 20. Jahrhundert – genauer das Jahr 1987. Die Geschichte gelangt an ihr Ende, der neoliberale Umbau der Sozialdemokratie steht vor der Tür, the sky is the limit. Der Kapitalismus feiert seinen endgültigen Sieg und ein New Yorker Immobilienmakler namens Donald Trump veröffentlicht sein autobiografisches Buch The Art of the Deal . Niemand ahnt damals, dass die darin beschriebenen Methoden einmal die Weltpolitik beherrschen werden. Beherrschen sie auch uns? Unsere privaten Beziehungen, unseren Arbeitsplatz, die Autowerkstatt? Betrachten wir Begegnungen im Alltag auch als Transaktionen, die man gewinnen muss? Und kann man Erfolg trainieren? Das niederländisch-flämische Kollektiv Wunderbaum, bekannt für knallharte Recherche und das lustvolle Unterlaufen aller Erwartungen (u.a. Die Hundekot-Attacke , eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2024) unterzieht The Art of the Deal einer kritischen Re-Lektüre und entwickelt daraus gemeinsam mit dem Ensemble eine dunkle, musikalische Komödie voller doppelter Böden. Konzept: Wunderbaum Regie: Walter Bart Bühne: Maarten van Otterdijk Lichtdesign: Maarten van Otterdijk Kostüm: Bettina Kirmair Musik: Moritz Bossmann, Kristina Koropecki Dramaturgie: Lucien Strauch Regieassistenz: Gianluca Elbert Bühnenbildassistenz: Íngrid Pons i Miras Kostümassistenz: Lara Türkcü Regiehospitanz: Amina Schmitt Kostümhospitanz: Henry Winkler Soufflage: Sybille Hadulla-Kleinschmidt Inspizienz: Jonas Kissel Übertitelung: Holger Rademacher, Kerstin Degener
Aufführungen
| Schauspiel
Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
Schauspielhaus Bochum
aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay Bearbeitung von Vasco Boenisch Mit Corona kam auch die boomende Kreuzfahrtschifffahrt vorläufig zum Erliegen. Doch inzwischen wird wieder um die verunsicherte Kundschaft geworben: „Bleiben Sie unter sich: Rundumsorglos – an Bord und an Land.“ Für manche klingt das mehr wie eine Drohung. Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik zum Beispiel – für David Foster Wallace kann es keine kürzere Definition für die Hölle geben. Im Auftrag von Harper’s Magazine ging der berühmte US-Autor Mitte der Neunziger an Bord der Zenith und stach von Key West aus in See. Ein Selbsterfahrungstrip besonderer Güte. Und ein grandioser Reisereport, der seit Jahren auf den Bestsellerlisten steht: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich . Wallace begibt sich in die kundigen Hände der Schiffscrew, deren Slogan „Your Pleasure is our Business“ (Ihr Vergnügen ist unser Geschäft) bisweilen einen drohenden Unterton annimmt. Er kämpft gegen die Angst, von einer ungemein effizienten Unterdruck-Toilette entsorgt zu werden. Er nimmt am Wettbewerb um die schönsten Männerbeine teil. Er beobachtet 500 amerikanische Leistungsträger*innen beim Ententanz. Und er hört erwachsene Menschen am Info-Counter fragen, ob man beim Schnorcheln nass wird, ob die Crew ebenfalls an Bord schläft oder um welche Uhrzeit das Mitternachtsbüffet eröffnet wird. Eine Woche lang macht Wallace alles mit, was das Bordleben für den erholungsbedürftigen Urlauber bereithält. Umgeben von Jubel, Trubel und Heiterkeit, wird er selber zunehmend stiller und beginnt, sich in seiner Kabine einzuigeln. So gerät diese Reise übers Meer auch zu einer berührenden Reise zu sich selbst. Doch man muss sich den Dingen stellen und vor allem dem, was für andere Menschen die schönste Zeit des Jahres bedeutet. David Foster Wallaces so komische wie einfühlsame Beobachtungen über das Leben an Bord einer schwimmenden Hochzeitstorte, über eigentümliche Reisegenoss*innen, unvergessliche Landgänge, den Terror des Amüsierzwangs sowie die eignen Zweifel und Ängste nannte die FAZ ein „Meisterstück der literarischen Reportage“ und Harald Schmidt schlicht „ein grandioses Buch“. Jetzt als großes Schauspieler-Solo. Leinen los – oder will doch noch jemand zu Hause bleiben? Regie: Tamó Gvenetadze Übersetzung: Marcus Ingendaay Bearbeitung: Vasco Boenisch Bühne: Anna Wörl Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen Musik: Beka Buchukuri Dramaturgie: Vasco Boenisch Dauer: 1:40, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Amsterdam
Schauspielhaus Bochum
Plötzlich geht das Gas aus. Ein leichtfüßiger Abend über ein schweres Thema rund um eine offene Rechnung von 1944. Da will man sich einfach zwei Eier braten. Doch wieso geht der Gasherd nicht? Es klopft an der Tür, auf dem Boden liegt ein Brief. Eine unbezahlte Gasrechnung. Von 1944. Ärgerlich, aber auch mysteriös. Die Empfängerin des merkwürdigen Briefes ist eine israelische Amerikanerin, wohnhaft in Amsterdam. In den nächsten 24 Stunden versucht sie, die Geschichte um die historischen Schulden zu lüften. Dabei taucht sie nicht nur tief in die zurückliegenden Ereignisse ein, die sich in ihrem Wohnhaus während der Zeit des Holocausts zugetragen haben, sondern wird auch mit Fragen nach ihrer eigenen Identität, Herkunft und Position in der Gesellschaft konfrontiert. Mit Leichtigkeit, Sprachwitz und Poesie entlarvt die israelische Autorin Maya Arad Yasur in ihrem vielstimmigen Text die Doppelmoral der vermeintlich liberalen Metropole und hinterfragt die gängigen Narrative der Geschichtsschreibung. Sapir Hellers deutschsprachige Erstaufführung war ein Riesenerfolg am Münchner Volkstheater und wird nun in neuer Besetzung bei uns am Schauspielhaus Bochum gezeigt. Informationen zum Stück Regie: Sapir Heller Bühne, Kostüm: Anna van Leen Musik: Kim Ramona Ranalter, Maren Kessler Regieassistenz: Simon Friedl, Leonie Mevissen Inspizienz: Christina Baston Dauer: 1:40, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Das große Heft
Schauspielhaus Bochum
Wie überleben in kriegerischen Zeiten? Sich abhärten, singen und nicht allein sein. Zeitungsnachricht März 2025: Drei renommierte Yale-Professor*innen verlassen die USA und forschen zukünftig in Kanada, Grund: Amerikas Abstieg in den Faschismus und die Sorge vor einem drohenden Bürgerkrieg. Ist das die Blaupause für das, was auch in Europa zu erwarten ist? Was jedoch tun, wenn man nicht die Zelte abbrechen kann oder will, wie überleben? Dann wird Resilienz, also Anpassungsfähigkeit, zum Tool der Stunde. In Ágota Kristófs Roman Das große Heft werden zwei Zwillingsbrüder zur Großmutter gebracht, raus aus der Stadt, in der Bomben fallen und das Essen knapp wird, in vermeintliche Sicherheit. Doch auch hier sind die Zeiten und Menschen hart, und die Kinder trainieren, wie sie am Schmerz nicht zugrunde gehen: Sie schlagen sich, beschimpfen sich, härten sich ab. Ihre Erlebnisse schreiben sie in ihr großes Heft, einzige Regel: Es müssen Tatsachen sein. Unerbittlich fahndet ihre Sprache nach der Wahrheit: über den Menschen in seiner Grausamkeit – und in seiner Sehnsucht nach Liebe. Regisseurin Jette Steckel, die für ihre spielfreudigen, atmosphärisch dichten Inszenierungen seit vielen Jahren geliebt und gefeiert wird, kehrt mit dieser Arbeit in die Stadt zurück, in der sie aufgewachsen ist. Regie: Jette Steckel Musik: Mark Badur, Matthias Jakisic, Karsten Riedel Bühne: Florian Lösche Kostüm: Pauline Hüners Video: Zaza Rusadze Lichtdesign: Bernd Felder Choreografie: Dominika Knapik Dramaturgie: Angela Obst Dauer: ca. 2:00, keine Pause Hinweis: Die Inszenierung thematisiert Gewalt und sexuellen Missbrauch. Es kommt laute Musik zum Einsatz. Wir empfehlen einen Besuch mit Schüler*innen ab der 10. Klasse.
Aufführungen
| Schauspiel
Wie mein Freund im Fernseher verschwand
Schauspielhaus Bochum
Stell dir vor: Der Mensch, in den du dich vor Kurzem hoffnungslos verliebt hast, teilt dir mit, dass er an einer Realityshow à la Big Brother teilnehmen wird, mit 16 durchschnittlichen Niederländer*innen, vollständig abgeschottet von der Außenwelt. Du flehst ihn an, nicht zu gehen, aber dann enthüllt er, dass alles Teil eines Kunstprojekts ist und es natürlich nicht echt sein wird. Gegen ‚Kunst‘ kann man ja nichts einwenden, und damit verschwindet er im Fernsehen. Nervös versucht sie über ihre wackelige VPN-Verbindung die letzten Folgen der Show zu streamen und ihr Herz stockt bei jedem Moment im Whirlpool. Inspiriert von der Absurdität dieser Realität entschließt Linde Dercon sich dazu, ihr eigenes Kunstprojekt zu starten: BESCHEIDENHEIT oder Wie mein Freund im Fernseher verschwand. Ein Racheakt über das Kunstprojekt ihres Freundes. Ganz gleich, ob es um Liebe, Kunst oder Reality-TV geht: Jedes von ihnen prägt auf eigene Weise unsere Sicht auf Bescheidenheit. Während ihres Engagements am Theaterhaus Jena inszenierte Linde Dercon im dortigen Performance-Labor diese bizarre und szenische Lesung. Der Abend, der in kreativer Kollaboration mit Thomas Spijkerman entstand, ist nun auch im Oval Office zu sehen. Regie: Thomas Spijkerman Mit Dank an: Olivier Arts Coaching Sprache: Roswitha Dierck Regieassistenz: Linda Hecker Bühnenbildassistenz: Isabela Voicu Stellwerk/Lichtdesign: Toni Mersch
Aufführungen
| Schauspiel
Frankenstein
Schauspielhaus Bochum
unter Verwendung von Auszügen aus SCHMUTZIGE SCHÖPFUNG - Making of Frankenstein von Thomas Melle Schöpferwahn und Gottkomplex und dazwischen ein Gewitter. Die 18-jährige Mary Wollstonecraft Godwin flieht mit ihrem Geliebten, dem noch verheirateten Dichter und Revolutionär Percy Shelley, und dem gemeinsamen Kind vor der sozialen Ächtung der Londoner Gesellschaft auf den Kontinent. Am Genfer See treffen sie auf den berüchtigt-berühmten Poeten Lord Byron und verbringen den Sommer miteinander. Wobei: Der Sommer fällt aus. Es ist das kalte Jahr 1816, klimatische Folge eines Vulkanausbruchs in Indonesien. Liegt es also am schlechten Wetter, dass die jungen begabten Leute drinnen hocken und einen Schreibwettbewerb ausrufen, auf dass die beste Gespensterstory gewinne? Oder am Konsum von Laudanum plus Schauergeschichten? Oder an den Gesprächen über Somnambulismus, über neueste wissenschaftliche Experimente (Tote, die mit Elektrizität zum Leben erweckt werden!), über das Verhältnis von Biologie und Religion (Materie schlägt Seele, oder war es umgekehrt?). Fakt ist: Hier entstehen die ersten Ideen zu dem Roman Frankenstein . Hier beginnt der mythische Kampf zwischen dem Wissenschaftler Victor Frankenstein und seiner zusammengebauten Kreatur, die, soeben zum Leben erwacht, von ihm verstoßen wird und die ihn fortan verfolgt, ihr Recht auf Liebe fordernd, um den Preis einiger Toten. Und: Hier betritt die zukunftsweisende Autorin Mary Shelley die literarische Bühne, erobert sich eine junge weibliche Stimme künstlerischen Raum. Ihr erster Roman: heute Kult und Mythos, Popkultur und epochale Signatur. In der Inszenierung von Tom Schneider wird die Bühne Mary Shelleys „Zimmer für sich allein“, frei nach Virginia Woolf, ein Schöpfungsraum, Werkstatt, Atelier. Die Schauspielerin und bildende Künstlerin Karin Moog erschafft eine aufwendig gestaltete visuelle Welt, in der Mary Shelley mit Percy Shelley und Lord Byron, Victor Frankenstein und seinem Monster eine Geschichte sucht und Unsterblichkeit findet. Regie: Tom Schneider Bühne, Kostüm: Andrijana Trpković Musik: Daniel Nerlich Choreografische Mitarbeit: Alice Gartenschläger Dramaturgie: Angela Obst Dauer: 1:45, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Trauer ist das Ding mit Federn
Schauspielhaus Bochum
Aus dem Englischen von Matthias Göritz und Uda Strätling Manchmal gibt es keine Rettung. Es geschieht etwas Schlimmes, jäh, unerwartet und ungerecht, zu groß für das einzelne kleine Leben, und dann fällt man hinunter, ins Bodenlose. Ins Nichts. Und alles geht verloren. Plötzlich ist sie tot, eine junge Frau, Ehefrau, Liebende, Mutter von zwei kleinen Kindern – ein Unfall, unscheinbar und schnell. Und dann, nach all den Beileidsbekundungen, nach der Lasagne und anderen Tröstungen von Freund*innen und Verwandten, verlangt das Leben weiterzugehen: der Alltag, die Schule, das Buch, an dem der Vater arbeitet, die nach Halt suchenden Kinder. Wenn nur nicht diese unfassbare Lücke wäre. Doch manchmal gibt es Rettung: Plötzlich bricht eine Krähe in diesen verwundeten Ort ein, struppig und unverschämt, ein randalierender Trickster, eine unberechenbare Therapeutin, die mit allen Wassern gewaschen ist. Und richtet sich vorläufig aufs Bleiben ein. Ist sie dem Buch entflogen, das der Vater über den berühmten Gedichtzyklus Crow des englischen Dichters Ted Hughes schreibt? Ist sie alten Mythen entsprungen, kindlichen Träumen oder von der Mutter gesandt? Statt einer Erklärung bringt Krähe Unruhe und Liebe, bekämpft Illusionen und Depressionen, erfindet neue Spiele, zofft und zürnt und zaust und erobert mit der versehrten Familie Flügelschlag für Flügelschlag die Hoffnung auf eine Zukunft. Max Porters Debütroman ist viel mehr als ein Trauerbuch, ist voll von funkelnder, wild wuchernder Sprache, ist Musik, ist Zungenkuss, ist Showdown und Federsturm und immer wieder und vor allem eine Feier der Liebe. Trauer ist das Ding mit Federn ist der dritte und abschließende Teil der Familientrilogie von Christopher Rüping, in der er gemeinsam mit seinem jeweiligen Ensemble in drei voneinander unabhängigen Arbeiten das Konstrukt der Familie im 21. Jahrhundert befragt - ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Der erste Teil der Familientrilogie Einfach das Ende der Welt von Jean-Luc Lagarce entstand 2020 am Schauspielhaus Zürich, war auch in Bochum zu sehen und spielt seit Januar 2024 am Deutschen Theater Berlin. Der zweite Teil der Familientrilogie Brüste und Eier nach Mieko Kawakami entstand 2022 am Thalia Theater in Hamburg. Regie: Christopher Rüping Bühne: Peter Baur Kostüm: Lene Schwind Licht: Bernd Felder Musik: Jonas Holle Videodesign: Jasmin Kruezi Dramaturgie: Angela Obst Dauer: 2:00, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Orlando
Schauspielhaus Bochum
Er/ihm, sie/ihr, keine Pronomen – diese Frage stellt sich seit mindestens 400 Jahren. Orlando wird als Sohn einer traditionsreichen Adelsfamilie im 16. Jahrhundert geboren, erwacht nach einem einwöchigen Schlaf als Frau und lebt fortan mit anderem Geschlecht – bis in die Gegenwart des Jahres 1928, in dem Virginia Woolf ihren berühmtesten Roman veröffentlichte. Zum Kultbuch avanciert, steht Orlando für eine Revolution der Geschlechter, in der es nur eine Konstante gibt: den Wunsch, sich zu verwandeln. Mit Schauspiel-Studierenden der Folkwang Universität der Künste. Regie: Martin Laberenz Bühne: Oliver Helf Kostüm: Adriana Braga Peretzki Eine Koproduktion mit der Folkwang Universität der Künste Dauer: ca. 2:10, keine Pause Hinweis: Es werden stroboskopische Lichteffekte eingesetzt.
Aufführungen
| Schauspiel
All about Earthquakes
Schauspielhaus Bochum
Ein 14-köpfiges Ensemble sucht in der Katastrophe nach einer politischen Revolution, die sich Liebe nennt. Es muss möglich sein. Dass wir eine liebende Gesellschaft sind. Dass wir teilen, uns supporten, aufeinander achten, denen in Not helfen, ohne Ansicht von Herkunft, Alter, Geschlecht. In zwei Texten, die (nicht nur) 200 Jahre trennen, finden wir die Suche danach. Auf den ersten Blick strotzt Kleists Novelle Das Erdbeben in Chili nur so vor Gewalt: Zwei Liebenden, die Standesgrenzen trennen, droht der Tod, ein Erdbeben verhindert zwar die Hinrichtung, doch am Ende findet ein Blutbad statt, dass niemand vergisst, der davon liest. Aber zwischendrin hält der Text die Luft an und die beiden finden sich nach der Katastrophe in einem Tal wieder, inmitten anderer Überlebender, es könnte ein Neuanfang sein. Haben sie die feministische Autorin und Soziologin bell hooks gelesen? Die u. a. in ihrem Buch all about love über eine wahrhaft liebende Gesellschaft nachdenkt? Die gegen Patriarchat, White Supremacy und Kapitalismus aufbegehrt und sagt: Es muss möglich sein? Regisseur Christopher Rüping (Das neue Leben, Trauer ist das Ding mit Federn) sucht mit seinem 14-köpfigen Ensemble und Kleist, bell hooks und Haddaway einen Ausweg aus der verfahrenen Lage der Gegenwart. What is love? Regie: Christopher Rüping Bühne: Jonathan Mertz Kostüm: Lene Schwind Musik: Jonas Holle, Matze Pröllochs Lichtdesign: Bernd Felder Dramaturgie: Angela Obst Regieassistenz: Albrecht Schroeder Bühnenbildassistenz: Íngrid Pons i Miras Kostümassistenz: Una Güth, Lara Türkcü Regiehospitanz: Simon Friedl Bühnenbildhospitanz: Isiah Mruck Kostümhospitanz: Lilith Kürten Dramaturgiehospitanz: Josephine Wolf Sprachcoaching: Roswitha Dierck Inspizienz: Jonas Kissel Soufflage: Dr. Arian Schill Übertitelung: Holger Rademacher, Kristina Ahrens Dauer: ca. 2:15h, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Catarina oder
Catarina oder
Von der Schönheit, Faschisten zu töten
Schauspielhaus Bochum
Next Generation verweigert Familientradition. Das Erfolgsstück aus Avignon erstmals in deutscher Sprache. In dieser portugiesischen Familie gibt es eine ungewöhnliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Diktatur wird ein Faschist getötet. Es beginnt als gutgelaunte Familienfeier und endet mit der Erschießung eines Delinquenten im Garten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Doch diesen Sommer rumort es in der Familie. Die jüngste Tochter stellt infrage, was seit drei Generationen zelebriert wird. Nicht nur verweigert sie als Veganerin neuerdings das Festmahl (Schweinsfüße nach Familienrezept), sondern bezweifelt auch, ob Gewalt überhaupt ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie sein kann. Der portugiesische Autor, Schauspieler und Regisseur Tiago Rodrigues leitet seit 2023 das Festival d’Avignon und wurde mit seinem Stück Catarina e a beleza de matar fascistas international gefeiert. Die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik, deren Bochumer Arbeit Kinder der Sonne 2023 zum Theatertreffen eingeladen wurde, inszeniert das Stück voller moralischer Fallstricke nun zum ersten Mal in deutscher Sprache. Regie: Mateja Koležnik Bühne: Raimund Orfeo Voigt Mitarbeit Bühne: Isabela Voicu Kostüm: Ana Savić-Gecan Choreografie: Magdalena Reiter Video: Philipp Haupt Lichtdesign: Bernd Felder Komposition: Alen Sinkauz, Nenad Sinkauz Klanggestaltung: Jordy Zoet Dramaturgie: Dorothea Neweling Regieassistenz: Linda Hecker Bühnenbildassistenz: Nina Terbeck Kostümassistenz: Paula Glawion, Lara Türkcü Regiehospitanz: Christina Maria Sutter Kostümhospitanz: Bruno McGettrick, Siri Gersch Dolmetscherin : Anja Wutej Sprachcoaching: Roswitha Dierck Soufflage: Isabell Weiland Inspizienz: Ulrike Schaper Übertitelung: Kerstin Degener, Frank Hebenstreit Dauer: ca. 1:40, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Trommeln in der Nacht
Schauspielhaus Bochum
Auf in den politischen Aktivismus, oder lieber in Sicherheit: ins große, weiße Bett. Stell dir vor, du bist schwanger und niemand darf es wissen. Und der, auf den du seit vier Jahren wartest, ist in den Krieg gezogen. Stell dir vor, deine Eltern lieben ihr Heimatland mehr als dich und bieten dich als Braut einem an, der ihre Fabrik übernehmen soll. Stell dir vor, draußen tobt der Aufstand, weil der Staat versagt. In der Inszenierung Trommeln in der Nacht von Felicitas Brucker mit Texten von Şeyda Kurt steht Bertolt Brechts Theaterstück von 1922 auf dem Prüfstand unserer Gegenwart: Wer profitiert vom Krieg und wer lehnt sich auf? An der Front, im Ehebett und auf der Straße? Die Autorin Şeyda Kurt erweitert Brechts frühes Stück um den Kriegsheimkehrer Kragler mit Texten von Frauen, die sich weder verkaufen noch warten wollen. Regie: Felicitas Brucker Bühne: Viva Schudt Kostüm: Henriette Müller Musik: Daniel Murena Video: Lion Bischoff Dramaturgie: Leonie Ute Maria Adam Regieassistenz: Linda Hecker Bühnenbildassistenz: Anita Ackva Kostümassistenz: Minna Liebhart Regiehospitanz: Leon Hasenberg Kostümhospitanz: Amelie Narz Soufflage: Isabell Weiland Inspizienz: Ulrike Schaper Sprachcoaching: Roswitha Dierck Dauer: ca. 1:30h, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Spieler
Schauspielhaus Bochum
Das alte Europa verspielt seine Zukunft. In einer Zeit zwischen vergangenen und kommenden Kriegen, zwischen gescheiterten Revolutionen und aufflammenden Hoffnungen versammeln sich die Mitglieder der guten und der weniger guten Gesellschaft in der Spielhölle von Roulettenburg. Durch die Netze gegenseitiger Abhängigkeiten sind sie miteinander verbunden: durch Schulden, Intrigen, Liebe, Eifersucht und vor allem durch das liebe Geld. Ein abgebrannter russischer General, der einer vorgeblichen Adeligen aus Frankreich verfallen ist; seine Stieftochter Polina, deren Geheimnisse man gar nicht kennen will; der willfährige Hauslehrer Alexej, der ihr keine Bitte abschlagen kann; und all die zwielichtigen Gestalten aus Ost und West, die sich um die Spieltische des Casinos drängen: Sie alle warten auf Erlösung, sei es in Form des großen Gewinns oder der Aussicht auf eine Erbschaft, die sämtliche Probleme auf einen Schlag lösen und die Tür zur Zukunft weit aufstoßen wird. Doch als statt der Nachricht vom Tode der reichen Erbtante plötzlich diese selbst auftaucht und sofort dem Rausch des Roulettes verfällt, wird das Spiel zum Selbstzweck und die Welt schrumpft zur absoluten Gegenwart jener kleinen Kugel, die taumelnd ihre Runden dreht, bevor sie zufällig zum Erliegen kommt. Regie: Johan Simons Bühne: Johannes Schütz Mitarbeit Bühne: Daniel Gantz Kostüm: Kevin Pieterse Video: Voxi Bärenklau Lichtdesign: Bernd Felder Soundtrack: Tristan Wulff Dramaturgie: Moritz Hannemann Regieassistenz: Leonie Mevissen Bühnenbildassistenz: Sascha Kühne, Lukas Kötz Kostümassistenz: Anna Holtkamp Videoassistenz: Sascha Kühne Regiehospitanz: Kerem Hillel, Josephine Frederking Soufflage: Isabell Weiland Sprachcoaching: Roswitha Dierck Inspizienz: Nora Köhler Übertitelung: Anette Nierhoff Dauer: ca. 2:00, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Vom Ende der Einsamkeit
Schauspielhaus Bochum
Endlich auf der Bühne: der Bestseller über Liebe, Verlust und das Ringen mit der eigenen Vergangenheit. Crash. Plötzlich ist alles anders. Von einem Moment auf den anderen. Die Zukunft neu, das Leben fremd. Nachdem die Eltern von Liz, Marty und Jules Moreau bei einem Autounfall tragisch umkommen, verlieren sich die Geschwister aus den Augen. Sie kommen auf ein Internat, in verschiedene Wohnblöcke und entfremden sich. Jules, der Jüngste der drei Geschwister, findet in seiner Einsamkeit Halt bei Alva. Er verliebt sich in sie, doch auch sie verlieren sich nach dem Ende der Schulzeit. Dreißig Jahre später erinnert sich Jules daran, wer er war, wer er wurde und wer er eigentlich mal sein wollte. An die Versuche, den Verlust zu überwinden. An die bleibende Trauer, die Einsamkeit, aber auch die herzzerreißend glücklichen Tage. Sich verlieben, vermissen, sich wiederfinden. An Familie, Freund*innen, die Veränderungen und das Unveränderliche in jedem von uns. Und er erinnert sich an Alva, immer wieder an Alva. An eine verdammt große Liebesgeschichte. An das Ende der Einsamkeit. Nach Inszenierungen wie Club 27, Wer hat Angst vor Virginia Woolf? und Der Kissenmann führt Guy Clemens seine Arbeit als Regisseur am Schauspielhaus Bochum fort. Mit Benedict Wells’ Erfolgsroman Vom Ende der Einsamkeit erzählt er von nicht weniger als dem Leben und was es aus uns macht. Regie: Guy Clemens Bühne, Kostüm: Anja Rabes Lichtdesign: Johannes Zotz Video: Anne Rietmeijer Dramaturgie: Marvin L. T. Müller Technische Produktionsleitung: Lisa Schwarz Regieassistenz: Leonie Mevissen Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl Kostümassistenz: Anna Holtkamp Regiehospitanz: Luz Lipp Kostümhospitanz: Chiara Stresemann Pädagogische Begleitung: Beatrix Feldmann, Johanna Cadenbach Soufflage: Tanja Grix Inspizienz: Nora Köhler Übertitelung: Kerstin Degener Dauer: ca. 2:15h, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel