HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 350 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence.
Zur Geschichte:
HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig.
Kontakt
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Karl-Liebknecht-Str. 56 D-01109Dresden
Vorverkauf über das Besucherzentrum im Seitengebäude West
Di, Do, Fr 11 – 18 Uhr
Mi 11 – 16 Uhr
Sa 13 – 18 Uhr
So/Feiertag (01.04. – 31.10.) 11 – 16 Uhr
Telefon: +49 351-264 62 46
Email: ticket@hellerau.org
Bewertungschronik
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Bewertungen & Berichte HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
2Stream
Zeitgeist Tanz
Dresden Frankfurt Dance Company (DE)
Onlinestream | Mit Choreografien von William Forsythe, Marco Goecke und Jacopo Godani
Jacopo Godani und die Dresden Frankfurt Dance Company präsentieren mit ZEITGEIST TANZ ab dem 29. April 2021 ein Programm mit einzigartigen zeitgenössischen Choreografien. Gezeigt werden zwei Weltpremieren von Jacopo Godani und Marco Goecke.
Für seine neue Kreation mit der Dresden Frankfurt Dance Company Good Old Moone arbeitet Marco Goecke zur Musik von Patti Smith. „Wenn ich an diese Arbeit denke, träume ich vom Gefühl eines Mittelpunkts, der alles erklärt. Jedes neue Werk ist auch die Suche nach einer Begegnung mit jemandem“, sagt Goecke.
Die neue Kreation Hollow Bones von Jacopo Godani präsentiert experimentelle Formen des Spitzentanzes im Rahmen einer choreografischen Live-Komposition. Visuelle Effekte, Sound und Tanz vermischen sich, produziert und gelenkt allein durch die Tänzer:innen der Company, auf der Bühne zu einem Gesamtwerk.
Online-Stream
Die Dresden Frankfurt Dance Company präsentiert die beiden Weltpremieren Hollow Bones von Jacopo Godani und Good Old Moone von Marco Goecke im Online-Stream.
Ort
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden
Online
29.04.21, 15:53, Kulturnator Auch Forsythe Choreographien wieder zu sehen
Es ist erfreulich zu den wunderbaren Choreographien von Jacobo Godani auch wieder die, nennen wir sie Klassiker, von William Forsythe zu sehen. Immerhin hieß die Company mal Forsythe Company.
1Film
Dennoch – zur Lage der Freien Künste
Janina Möbius
Der Dokumentarfilm „Dennoch – zur Lage der Freien Künste“ in der Regie von Janina Möbius vermittelt äußerst lebendig die künstlerische Bandbreite, Vielfalt der Formen und Formate, die inhaltliche und auch emotionale Stärke der freien Darstellenden Künste landauf und landab. Der Film selbst ist ein künstlerisches Erlebnis und zieht die Zuschauer:innen hinein in das Feld der performativen Künste. Auf großer Leinwand werden Positionen von Künstler:innen, freien Ensembles und Kollektiven erlebbar und es kommen Kurator:innen und künstlerische Leitungen verschiedener Produktionsorte sowie Festivals zu Wort. Dabei geht es auch um die aktuellen Herausforderungen und Transformationen für die Arbeit der freien Darstellenden Künste und um ihre Zukunft.
Dauer: 1 Std.
Wir laden Interessierte, Akteur:innen der freien Darstellenden Künste und Kulturwirtschaft zu einem Filmabend mit anschließendem Gespräch und Austausch ein.
Im Anschluss Gespräch über die Lage der freien darstellenden Künste in Dresden und der Region.
Produktion: Medea Film Factory im Auftrag des Fonds Darstellende Künste. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.
Dauer: 1 Std. 30 Min.
Eintritt frei
Ort
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Großer Saal Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden
Ein Bildender Künstler kann auch mal zwei Jahre im stillen Kämmerlein arbeiten und danach wieder mit den so geschaffenen Werken in die Welt treten. Darstellende Kunst forder zwingend Rezipienten. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit bei geschlossenen Häusern. Und es schafft Zukunftsängste. Denn auch das was nun ansteht mit der zu erwartenden Sparpolitik wird die Lage gewi0 nicht vereinfachen.
2Gespräch
HELLERAU am Apparat
Telefonsprechstunde für alle
Im letzten Jahr konnten im Rahmen von „ HELLERAU am Apparat“ durch den Hörer oder das Handy zahlreiche Fragen zu HELLERAU, dem Programm oder Dingen, die ihr euch schon immer über uns gefragt habt, beantwortet.
Ab Februar habt ihr nun nicht nur das Team von HELLERAU an der Strippe, sondern auch Choreograf:innen, die im jeweiligen Monat auf der Bühne von HELLERAU ein Stück zeigen.
Jeden ersten Mittwoch sind Choreograf:innen aus dem Programm des aktuellen Monats in HELLERAU telefonisch erreichbar und freuen sich auf Fragen und Anregungen jeder Art.
01.02.23, 16:54, Dresden-Blog Wer nicht fühlen kann muß hören
Es war nicht alles schlecht an Corona. Man hat am eigenen Leib gespürt, wie sehr man Kultur braucht, wie sehr man sie vermißt. Damals ging vieles nur berührungslos, aber nicht kontaktlos. Warum nicht mal miteinander telefonieren? Und das gilt ja auch jetzt noch. Es fehlt in der Kommunikation mit einer Kultureinrichtung häufig der Rückkanal. Der Zuschauer schaut, was halt so auf der Bühne geschieht. Hellerau hat meist viel zu sagen. Und so kann Hellerau auch zu hören.
01.02.23, 16:52, Dresden-Blog Wer nicht fühlen kann muß hören
Es war nicht alles schlecht an Corona. Man hat am eigenen Leib gespürt, wie sehr man Kultur braucht, wie sehr man sie vermißt. Damals ging vieles nur berührungslos, aber nicht kontaktlos. Warum nicht mal miteinander telefonieren? Und das gilt ja auch jetzt noch. Es fehlt in der Kommunikation mit einer Kultureinrichtung häufig der Rückkanal. Der Zuschauer schaut, was halt so auf der Bühne geschieht. Hellerau hat meist viel zu sagen. Und so kann Hellerau auch zu hören.
Tanz
Dresden Frankfurt Dance Company:
Byways
Der Tanz der DFDC ist ebenso sehr mit dem klassischen Tanz verbunden, wie mit anderen Entwicklungen der zeitgenössischen Tanzgeschichte. Der Doppelabend „Byways“ kombiniert ein Stück von Ioannis Mandafounis, mit dem er in die Tanzgeschichte eintaucht, und ein neues Werk von Rosalind Crisp, die international dafür bekannt ist, wie sie die Konventionen von Tanzaufführungen aufbricht.
„Eins vor, zwei zurück“, Ioannis Mandafounis
So sehr Ioannis Mandafounis von den Innovationen der Tanzimprovisation der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beeinflusst ist, so sehr ist sein künstlerischer Weg doch auch der eines Balletttänzers. Um diesem doppelten Erbe Tribut zu zollen, kreiert er ein neues Werk für eine kleine Besetzung, das die klassische Tanztechnik mit der Entwicklung der Tanzimprovisation und seiner eigenen Methode der Live-Choreografie kontrastiert. Tänzer des Ensembles treffen dafür auf den Tänzer Jón Vallejo, Erster Solist des Semperoper Ballett. Es geht tief hinein in die Tanzgeschichte und auch in die Lebensgeschichte eines Tänzers. Die Leidenschaft, der Biss, die Ausdauer, der Glamour, die Zweifel, die Triumphe und die Verletzungen – es ist alles fiktiv und alles ist wahr.
„Seen Unseen“, Rosalind Crisp
Rosalind Crisps künstlerische Leidenschaft ist es, mit kompositorischen Mitteln Bewegungen zu „vergessen“ und stattdessen zu zeigen, wie sie sich immer wieder neu bilden können, wenn sie von festgelegten Mustern und Bedeutungen befreit werden. Sie arbeitet mit der ständigen Veränderlichkeit, die mit der Realität unserer materiellen Körper verbunden ist – und die immer deutlicher eine Welt widerspiegelt, die dabei ist, sich aufzulösen. Ihre kompositorischen Mittel laden die Tänzer*innen dazu ein, diese ständige Veränderung aufzunehmen, nachzubilden und zu vermitteln.
Es geht ihr dabei nicht um das psychologische Erleben, sondern um den Körper. Ein Prinzip, das diese Verletzlichkeit ermöglicht, ist, sich an den Übergängen aufzuhalten, in denen etwas weder das eine noch das andere ist. So richtet sich die Aufmerksamkeit des Publikums darauf, wie Bewegung entsteht, und nicht auf die einzelnen Bewegungen. In Crisps Praxis sind Brüche ebenso gültig und wichtig wie der Flow. Das Werk wird in einem Setting präsentiert, in dem das Publikum sich im Raum bewegen und den Tänzer*innen nahekommen kann. Der Pianist und Komponist Frédéric Blondy wird live improvisieren und den Tanz mit seinem ebenso körperlichen Klavierspiel bereichern.
Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein zeitgenössisches Tanzensemble unter der künstlerischen Leitung von Ioannis Mandafounis. Sie verbindet Tanztradition mit neuen Perspektiven und entwickelt Choreografien, die Menschen inspirieren und für Tanz begeistern. Grundlage ist eine eigene Methodik, die es den Tänzer*innen ermöglicht, jede Aufführung live neu zu gestalten. So entsteht ein kollaborativer Prozess, der individuelle Künstler*innen stärkt und das Publikum direkt einbezieht.
ca. 1 Std. 40 Min. mit Pause
Englisch
Im zweiten Teil kann das Publikum sich frei zwischen den Tänzer*innen bewegen. Es werden Sitzmöglichkeiten angeboten.
Hinweise zu sensorischen Reizen und potenziell sensiblen Inhalten werden am Tag der Premiere auf der Webseite und bei der Veranstaltung vor Ort kommuniziert, denn in unserem kreativen Prozess entsteht oft bis zum letzten Tag noch etwas Neues. Wenn Sie vorab weitere Informationen benötigen, schreiben Sie uns gerne unter info@dfdc.de.
Ein „Lehn dich zurück“ auf Kopfnicker-Beats: Charmant und gelassen verbreitet die Dresdner Rapperin La Rey gute Vibes mit ihrer Musik. Hinter diesem Feelgood-Boom-Bap steckt jedoch mehr als ein Dauergrinsen in der Hängematte. La Rey erzählt persönliche Geschichten, lässt Ängste und Verletzlichkeiten zu und scheut sich nicht davor, die großen Themen aus Gesellschaft und Politik anzusprechen.
La Rey ist Rapperin und Sängerin aus Dresden und steht seit 2021 für empowernden, positiven Hip-Hop. Ihre Musik bewegt sich zwischen tiefgründig und tanzbar, persönlich und politisch. Sie tritt solo, mit DJ Miss Hyde und Backup-Rapperin KeemiKaze, mit dem Trio The Beatexplorers oder mit der Dresdner Brass-Band Banda Comunale auf. Musikalisch verbindet sie Boom-Bap-Einflüsse mit modernen, elektronischen und akustischen Elementen. Nach ersten Erfolgen in Online-Battles und Open Mics folgten Support-Gigs u. a. für Waving the Guns und Gossenboss mit Zett. 2023 erschien ihre Debüt-EP „EINSZWONSECHZIG“. Neben Konzerten engagiert sie sich in Rap- und Songwriting-Workshops für Kinder und Jugendliche. Für 2025 arbeitet sie an der EP „Self Reminder“.
Dienstagssalon mit Max Rademann & La Rey bewerten:
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Bewertungen & Berichte Dienstagssalon mit Max Rademann & La Rey
Musik
Feature Ring mit Lucia Stavros
Mit poetischer Leuchtkraft und schwebender Auraverzaubert Lucia Stavros den Feature Ring. Die griechisch-amerikanische Sängerin und Harfenistin bautihre Songs wie kleine Kathedralen aus Atem, Saiten undSehnsucht. Zwischen Folk, Jazz und Kammermusik webtsie warme Harmonien, subtile Loops und Geschichten, diesich heimlich in unsere eigenen verwandeln – ein Sog, inden wir uns gern hineinziehen lassen.
Bewertungen & Berichte Feature Ring mit Lucia Stavros
1Kinderprogramm
Kinderdisco
Auch die jüngsten Tänzer*innen kommen beim Bandstand in HELLERAU voll auf ihre Kosten: Das Festspielhaus öffnet die Türen für eine bunte, laute Kinderdisco. Hier gehört die Tanzfläche ganz den Kids – mit viel Bewegung, Fantasie und Spaß.
La Rey, bekannt für empowernden Hip-Hop und klare Botschaften, übernimmt die Regler und bringt frische Beats, Rap und jede Menge Energie mit. Zwischen treibenden Rhythmen und mitreißenden Hooks entsteht ein Raum, in dem Kinder frei tanzen, hüpfen und einfach sie selbst sein können.
Die Kinderdisco ist ein Ort für gute Laune, Gemeinschaft und erste Club-Momente – altersgerecht, offen und voller Herz. Ob wilde Moves oder vorsichtiges Mitwippen: Hier ist alles erlaubt, was Spaß macht.
ca. 3 Std.
Eintritt frei
In Kooperation mit Wir gestalten Dresden, Büro für Popkultur und Musik Sachsen und Konsumgut Ost.
Termin
Sa 28.2.2026, 16:00 | Eintritt frei!
Ort
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Dalcroze-Saal Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden
mit Brudi Cartell, Deslin Ami Kaba & Band, Fuji, Gránátèze, Las Perras, Lohrge, Lucky Loose, PARA, Sebastian der Saubere und Kinderdisco mit La Rey
Der Bandstand in HELLERAU ist zurück! Am 28. Februar 2026 laden wir zu einer köstlichen Antipasti-Platte voller Musik im Festspielhaus und erstmals auch im Ostflügel ein:
Brudi Cartell liefern pure Energie: Synthies, Hitze, Drama und eine gute Portion Schmalz. PARA bringt jungen FLINTA-Deutschrap mit poppigen Hooks auf die Bühne. Ihre Beats tragen persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Themen mühelos nach vorne. Las Perras verbinden Punk, Cumbia, Ska und Reggae zu einer empowernden Explosionskraft – für Freiheit und Multikulturalität. Fuji hingegen sind ein wildes Geflecht aus Drums, Synths und elektronischem Gebastel. Ihr Sound wirkt wie ein Dreifachverteiler zwischen Drum’n’Bass, Elektro und Jungle-Funk – handgemacht, verspielt und absolut tanzbar. Lucky Loose mischen Garage, Punk und Loose Rock zu einem Sound, der klingt, als wären sie schon immer dagewesen. Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass es richtig gut scheppert. Lohrge servieren uns bittersüßen Bubble-Grunge, der wie ein leicht überschütteter Aperol Spritz wirkt. Ein Schuss Postpunk macht den Rausch komplett und sorgt live für einen richtig charmanten Mini-Schwips. Deslin Ami Kaba & Band bringt Disco-Soul-Funk mit kraftvoller Stimme und noch stärkerer Message. Ihre Songs erzählen von Liebe und Identität – und erinnern an echtes Discofieber. Night fever, night fever! Sebastian der Saubere mixt uns skurrile Geschichten, experimentellen Rap und NDW zu einer Bühnenshow voller Humor und Überraschungen. Gránátèze stehen für Garagen-Pop, der erst weich ins Ohr gleitet und dann herrlich verzerrt explodiert. Ihre zweistimmigen Texte sind mal süß, mal schräg, aber immer ehrlich.
Begleitet wird der Bandstand 2026 von der Hope Session – eine Jamsession und Wundertüte zwischen Hip Hop, Funk und Jazz, zusammengesetzt aus Musiker*innen an Gitarre, Schlagzeug, Plattenspielern, Piano und Gesang. Das wird groß!
Beim Rahmenprogramm laden Max Rademann und Jens Rosemann zu einem besonderen, intimen Vinyl-Hörerlebnis und Cartoon-Seherlebnis ein. Während die Musik und Bilder wirken, zeichnen sie Portraits – ein einzigartiges Souvenir zum Mitnehmen. Mit Hilfe der Karten unterstützt Josef Panda mit seinem Trash Tarot bei den großen wie kleinen Fragen des Lebens. La Rey, sonst bekannt für empowernden Hip-Hop, übernimmt 16:00 bis 19:00 Uhr die Kinderdisco und bringt Kids mit Beats, Rap und guter Laune in Bewegung.
In Kooperation mit Wir gestalten Dresden, Büro für Popkultur und Musik Sachsen und Konsumgut Ost.
ca. 8 Std.
Deutsch, Englisch, Spanisch
24/16 €
Sichere dir jetzt dein Early-Bird-Ticket! Vom 01.12.25 - 18.01.26 für 19/13 €. Du sparst 20%!
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste ist 2026 Veranstalter der Tanzplattform Deutschland, die alle zwei Jahre aktuelle Entwicklungen und innovative Strömungen im zeitgenössischen Tanz präsentiert.
Eine unabhängige Jury hat die Produktionen für das Programm ausgewählt, das Mitte März 2026 in HELLERAU und weiteren Dresdner Institutionen gezeigt wird. Berücksichtigt wurden Produktionen, die zwischen September 2023 und August 2025 in Deutschland entstanden sind.
Die ausgewählten Produktionen werden am 5. November 2025 bekanntgegeben und der Vorverkauf startet am 1. Dezember 2025.
Fachbesucher*innen können sich bereits ab dem 10. November 2025 akkreditieren und Tickets buchen.
She She Pop & Sandbox Collective:
Wait to be seated
In „Wait To Be Seated“ begegnen sich zwei feministische Kollektive aus Bangalore und Berlin, um die Gesetze der Gastfreundschaft zu untersuchen. Das diplomatische Protokoll – seine peinliche Berücksichtigung wie auch gezielte Übertretung – dient als Vorlage für einen Austausch, bei dem wir gegenseitig zu Gastgeberin oder Gast werden und damit gleichzeitig zur Herausforderung, zur Verheißung und zur Bürde.
„Atithi Devobhava“ bedeutet „Der Gast gleicht einem Gott“ und wird in Indien häufig gesagt. „Die Tür ist offen, lieber Gast, tritt ein“, ist in der indischen Region Karnataka ein berühmter Satz. Auf Deutsch fällt uns kein vergleichbar einladendes Sprichwort ein. Jenseits solcher großen Gesten existiert insbesondere im diplomatischen und transnationalen Kontext ein engmaschiges Netz von Regeln und Codes, in dem sich Gastgeber*innen oder Gäste leicht verheddern. Nirgendwo sind diese Regeln umfassend niedergeschrieben, sie sind widersprüchlich und ändern sich je nach Person, Ort, Zeit und Kontext. Und trotzdem: Eine gute Gastgeberin wird gegen keine der Regeln verstoßen! Wen beschützen diese ungeschriebenen Gesetze und wovor? Was bleibt, wenn wir die Förmlichkeit hinter uns lassen? Was wenn Gender, „Race“ und Kolonialgeschichte mit am Tisch sitzen? Was dürfen wir überhaupt voneinander verlangen – und wie sagen wir nein?
„Wait To Be Seated“ entwirft in einem entrückten Nirgendwo einen Parcours der Gastlichkeit mit Esstisch, rotem Teppich und Tanzfläche. She She Pop und Sandbox Collective nähern sich einander von entgegengesetzten Seiten, vorsichtig, aber unerbittlich, treffen sich in der Mitte und öffnen einen neuen Horizont.
29/19 €
Termine
Fr 27.3.2026, 20:00 | Ticket
Sa 28.3.2026, 20:00 | Ticket
Ort
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Großer Saal Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden
She She Pop & Sandbox Collective:
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Bewertungen & Berichte She She Pop & Sandbox Collective:
Wait to be seated
Theater
aliveduo:
Black Box
Das Theaterprojekt „Black Box“ basiert auf einem Stück des belarusischen Dramatikers Pavel Pryazhko und erforscht die komplexe Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart in den Ländern des ehemaligen Ostblocks. „Black Box“ thematisiert Nostalgie, die Sehnsucht nach einer von Verantwortung freien Kindheit sowie die beunruhigende Wiederholung von Verhaltensmustern, die von einem Erbe der Gewalt und Unterdrückung geprägt sind.
Die Figuren des Stücks existieren auf zwei Zeitebenen: 1986 und 2016. 1986 ist das zweite Jahr der Perestroika, 2016 befindet sich der belarusische Präsident Lukaschenka in seiner fünften Amtszeit. Im Jahr 1986 sind Alexey, Marina, Sergey und Valery zwölfjährige Schüler*innen. Im Jahr 2016 sind sie zweiundvierzig Jahre alt und scheinen in ihr ehemaliges Internat zurückversetzt worden zu sein, wo alles – außer ihnen selbst – vermeintlich in der Zeit stehen geblieben ist.
Die Produktion untersucht die Überschneidung zweier Realitäten: der gefilmten Vergangenheit und der unmittelbaren, gelebten Gegenwart. Analoge Videoformate erforschen auf der Bühne, wie Bildmaterial die Wahrnehmung der Realität beeinflusst.
Der Musiker und Komponist Dmitrii Vlasik, der für seine Arbeit mit experimentellen Klängen und elektronischen Texturen bekannt ist, entwickelt für „Black Box“ eine Komposition. Die Performance entsteht in Zusammenarbeit mit Künstler*innen des L.O.F.T. Theaters in Budva, Montenegro.
aliveduo ist eine kreative Partner*innenschaft zwischen Alena Starostina und Ivan Nikolaev, die 2022 aus Russland nach Dresden emigrierten, wo sie zu den führenden Vertreter*innen des zeitgenössischen Theaters gehörten. In Deutschland setzen sie ihre Praxis im Bereich der zeitbasierten Medien fort. In ihren Projekten – ob Theater oder Film – arbeiten sie mit analogem Material, das sie wegen seines taktilen, physischen Abdrucks der Zeit schätzen. Der neueste Film der Künstler*innen, „Trace of a Silent Tear“, wurde für das Laterale Film Festival (Italien), RPM Fest (USA), BISFF (China) und AIDFF (Athen) ausgewählt.
ca. 1 Std. 30 Min
Deutsch, Russisch mit deutschen Untertiteln
21/14 €
Eine Koproduktion von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Recherche für die Produktion wurde gefördert vom Fond Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Termine
Fr 27.3.2026, 18:00 | Ticket
Sa 28.3.2026, 18:00 | Ticket
So 29.3.2026, 18:00 | Ticket
Ort
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Kleiner Saal Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden
Simply Saxony:
Battle of the Year – Next Generation
Im April 2026 wird Dresden zum Zentrum der nationalen Breaking-Nachwuchsszene. Erstmals in Deutschland wird dieser Wettbewerb die nächste Generation von Breakdance-Stars entdecken und fördern. Organisiert vom House of Urban Culture (HOUC) in Zusammenarbeit mit The Saxonz, verspricht das Event eine explosive Mischung aus akrobatischen Moves, kreativen Ausdrucksformen und geballter Energie – ein Muss für alle Fans des Breaking, der Hip-Hop-Kultur und des Sports.
Das „Battle of the Year“ entstand im Jahr 1990 als Plattform für die damals noch sehr kleine und kaum vernetzte Breaking-Szene in Deutschland. 35 Jahre später ist das Battle zu einem der wichtigsten internationalen Wettbewerbe der Szene geworden. Ein globales Phänomen, das die besten Crews und Tänzer*innen zusammenbringt.
2025 sollte mit dem „Battle of the Year – Next Generation“ erstmals der jungen Generation zwischen 6 und 18 Jahren eine Bühne geboten werden. Aufgrund eines Taifuns musste das Weltfinale in Taiwan jedoch abgesagt und alle Vorentscheide ins Jahr 2026 verschoben werden.
Zu Beginn der Veranstaltung präsentieren sich alle Crews mit ihren eigenen Choreografien und treten dann in verschiedenen Battles vor einer Jury gegeneinander an. Die Gewinner-Crew des „Battle of the Year – Next Generation“ wird Deutschland beim weltweiten „Battle of the Year“ vertreten. Im Fokus dieser Veranstaltung steht die Förderung junger Athlet*innen, die neben Talent auch die Breaking-Kultur in Energie, Disziplin, Kreativität und Teamgeist verkörpern und damit den Spirit auf die Bühne bringen, der das „Battle of the Year“ zu globalen Kulturphänomen gemacht hat.
Simply Saxony:
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Bewertungen & Berichte Simply Saxony:
Battle of the Year – Next Generation
Tanz
Floor on Fire
Breakdance tritt gegen Ballett an, Streetstyle gegen Contemporary und Hip-Hop misst sich mit Spitzentanz. Das erfolgreiche Tanzformat von The Saxonz und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden steht auch im April wieder auf dem Programm.
„Floor on Fire“ lebt von der Individualität der Tänzer*innen, ihrer Virtuosität und ihrer unbegrenzten Kreativität. Was zunächst wie ein Wettkampf der einzelnen Tanzstile gegeneinander aussieht, verwandelt sich in gemischte Tanz-Teams, die spontan ihr gemeinsames Können auf der Tanzfläche präsentieren. Am Ende entscheidet eine Jury mit Publikumsbeteiligung über das beste Team – ein Erlebnis für Tänzer*innen und Publikum!
The Saxonz, 2013 gegründet, sind heute eine der erfolgreichsten deutschen Breaking-Gruppen. 2014 und 2015 gewannen sie das Battle of the Year und sicherten sich damit den inoffiziellen Titel des Deutschen Meisters, den sie 2019 erneut holten. 2023 erhielten sie den Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen The Saxonz und HELLERAU.
Dauer: ca. 2 Std. 30 Min., mit Pause
Termine
Fr 10.4.2026, 19:00 | Ticket
Sa 11.4.2026, 19:00 | Ticket
Ort
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Großer Saal Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden
Ein Film-Musik-Projekt von Achim Freyer zu Wagners Ring-Zyklus
Achim Freyer feiert mit einem außergewöhnlichen künstlerischen Projekt im April 2026 in HELLERAU Premiere. In einer eigens entwickelten Bilddramaturgie präsentiert er im Großen Saal des Festspielhauses großformatige digitale Projektionen eigener Gemälde und Bildwelten – ein Werkkomplex, der zu den markantesten und eigenwilligsten Handschriften der europäischen Kunstlandschaft zählt. Zu hören ist Musik von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, dessen monumentale Klangräume bei Freyer eine neue, visuell aufgeladene Resonanz erfahren. In Kooperation mit dem Philippine Philharmonic Orchestra, dem Dirigenten Grzegorz Nowak und dem Komponisten Jeffrey Ching wird die mehrkanalige Aufnahme einer gekürzten und rein instrumentalen Fassung des Ring-Zyklus erstellt, die mit einem komplexen Soundsystem einen besonderen räumlichen Höreindruck vermittelt. Die Projektionen sowie die immersive Klanglandschaft eröffnen einen verstörend-poetischen Kosmos, geprägt von radikaler Reduktion und überbordender Fantasie – ein dichtes Gewebe aus Bild, Musik und Imagination.
Als Regisseur, Maler und Bühnenbildner prägt der 1934 in Berlin geborene Achim Freyer seit den 1960er Jahren die internationale Theaterwelt und hat Generationen von Künstler*innen beeinflusst. Weltweit inszenierte er zahlreiche Klassiker und Uraufführungen im Musiktheater. 1988 entwarf er eine gefeierte Fassung von „Einstein on the Beach“ für die Stuttgarter Staatsoper, von Richard Wagner inszenierte er u.a. „Tristan und Isolde“ (Brüssel 1994), „Der Ring des Nibelungen“ (Los Angeles 2009) und „Parsifal“ (Hamburg 2017). Mit „Wagner X Freyer“ öffnet Freyer sein malerisches Universum für eine seltene, immersive Begegnung – ein Gesamtkunstwerk im ursprünglichen Sinne, das die Musik Wagners nicht illustriert, sondern in einen eigenständigen künstlerischen Dialog überführt.
Biografie
Achim Freyer studierte zunächst Malerei, bevor er Meisterschüler von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble wurde und begann, als Bühnen- und Kostümbildner zu arbeiten. 1972 emigrierte er nach West-Berlin und entwickelte dort bald eigene Arbeiten als Regisseur. Seine künstlerische Karriere führte ihn weltweit an die renommiertesten Theater und Festivals. Er erhielt zahlreiche bedeutende Auszeichnungen und war unter anderem zweifacher documenta-Teilnehmer.
1898 veröffentlichte Heinrich York-Steiner die Geschichte von Mendele, einem „armen jüdischen Musikanten, der seinen Lebensunterhalt mit Hochzeitsauftritten verdient“ und sich einen Traum erfüllt, als er sich von seinem mühsam Ersparten einen Besuch im kaiserlichen Hoftheater in Wien leistet. Dort hört er zufällig und ohne jedes Vorwissen Wagners Lohengrin: „Die Oper verändert sein Leben. Zurück in seinem Shtetl möchte er zu jüdischen Festen nicht mehr die traditionellen Melodien, sondern nur noch Wagners Melodien spielen … “.
Die Geschichte Mendeles verweist auf ein Spannungsfeld, das seit dem 19. Jahrhundert virulent ist: die tiefe Faszination, die von Wagners Musik ausgeht, und zugleich die schwerwiegende Problematik seines offen artikulierten Antisemitismus. Wagners Schriften – allen voran „Das Judenthum in der Musik“ – formulieren eine Ideologie, die das Judentum kulturell abwertet und in späteren politischen Kontexten fatal nachwirkte. Umso komplexer erscheint der Umstand, dass gerade jüdische Musiker*innen, Schriftsteller*innen und Intellektuelle immer wieder eine besondere ästhetische Anziehungskraft in Wagners Werk empfanden.
2025 hat das Jewish Chamber Orchestra Munich, das ab der Spielzeit 2025/26 „Orchestra in Residence“ der Münchner Kammerspiele ist, unter der Leitung von Daniel Grossmann die Geschichte von Mendele als Auftragswerk des 1977 in der Ukraine geborenen Komponisten Evgeni Orkin mit Musik zwischen Klezmer und Wagner mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht. In einer von Martin Valdés-Stauber eingerichteten Fassung erzählt Stefan Merki die Geschichte, singt Ethel Merhaut jiddische Lieder oder auch einen neuen Text auf die Ballade der Senta. Den Fragen, die Mendele bewegten, müssen auch wir uns stellen: „Was hat die Musik mit die Juden zu thun oder mit die Christen? […] Is Musik koscher? Is eine Melodie trefe? Muss man denn Noten einsalzen und auswaschen? Muss man eine Fidel schachten?“ Sexisten, Rassisten, Antisemiten: Wie erleben wir heute Kunst, deren Erschaffer politische oder gesellschaftliche Ansichten hatten, die wir nicht teilen?
Das Jewish Chamber Orchestra Munich (JCOM), 2005 von Daniel Grossmann gegründet, versteht sich als zeitgenössische jüdische Stimme und ist weltweit auf renommierten Bühnen präsent. Mit vielfältigen Formaten macht es jüdische Gegenwartskultur hör- und sichtbar und wirkt als Botschafter jüdischer Kultur. Die Musiker*innen kommen aus über zwanzig Ländern und unterschiedlichen religiösen Hintergründen. Künstlerisch pflegt das JCOM jüdische Musiktraditionen von Barock bis Gegenwart, hebt vergessene jüdische Komponist*innen hervor und belebt historische Orte jüdischen Lebens. Es vergibt Kompositionsaufträge, kooperiert mit international bekannten Solist*innen und Institutionen und ergänzt sein Profil durch vielfältige Education-Projekte.
Sängerin: Ethel Merhaut
Schauspieler: Stefan Merki
Orchester: Jewish Chamber Orchestra Munich
Dirigent: Daniel Grossmann
Libretto: Martin Valdés-Stauber
Szenische Einrichtung: Constanze Nogueira Negwer
Evgeni Orkin (*1977): Mendele Lohengrin (2025)
Ein Klezmer-Singspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Heinrich York-Steiner (1898). Auftragskomposition des JCOM.
Kooperation:
Im Rahmen von Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026.
1925 feierte der Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein als Agitprop-Werk zum Gedenken an die Revolution von 1905 in Moskau und 1926 auch in Deutschland Premiere. Eisenstein, der 1940 als Höhepunkt zu Ehren des Hitler-Stalin-Paktes in Moskau Wagners „Walküre“ inszenierte, zeigt mit diesem Film und seinen Techniken von Rhythmus, Montage und Monumentalität deutliche Bezüge zu Wagners Konzepten. Mit rasanter Schnitttechnik und assoziativ eingefügten Bildern gelingt es ihm auf bis dahin nie da gewesene Art und Weise, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Die berühmte „Odessa-Treppensequenz“, in der rhythmische, oft schockartig montierte Einstellungen nicht nur die Handlung transportieren, sondern gezielt emotionale Effekte erzeugen, wurde zu einem Lehrstück moderner Filmsprache. Mit seiner innovativen Bilddramaturgie, symbolgeladenen Ikonografie und den bis heute wirkmächtigen Schnitten gilt „Panzerkreuzer Potemkin“ als eines der stilprägenden Meisterwerke der Filmgeschichte.
Der Film wurde zunächst ohne Originalmusik mit Werken klassischer Komponisten wie Beethoven und Tschaikowski aufgeführt. Eisenstein wünschte sich jedoch, dass jede Generation eine eigene Musik zu seinem Film entwickelt. So folgten auf die erste Filmmusik, die Edmund Meisel 1926 komponierte, zahlreiche weitere Fassungen. 2004 beschlossen Neil Tennant und Chris Lowe, inzwischen als Pet Shop Boys zu Ikonen des Synthpop geworden, eine eigene Filmmusik zu Eisensteins Meisterwerk zu komponieren. Uraufgeführt wurde das von Torsten Rasch orchestrierte Projekt gemeinsam mit den Dresdner Sinfonikern unter der Leitung von Jonathan Stockhammer 2004 auf dem Trafalgar Square in London sowie 2006 in einem Konzept von Sven Helbig und Markus Rindt als „Hochhaussinfonie“ auf den Hochhausbalkonen der Prager Straße in Dresden.
100 Jahre nach der Uraufführung von Eisensteins Film wird das 2025 als Blu-ray-Release neu veröffentlichte Pet Shop Boys Projekt gemeinsam mit einer filmischen Dokumentation der Aufführung der „Hochhaussinfonie“ in HELLERAU präsentiert.
In Kooperation mit der Stiftung Deutsche Kinemathek
Monatlich gibt es eine Portion HELLERAU auf die Ohren – egal, ob in der Linie 8 auf dem Weg zu uns, beim Spazieren gehen, Putzen oder an Freitagabenden, an denen Sie das Festspielhaus vermissen. Es erwarten Sie spannende Interviews mit unseren Künstler:innen, Klangworkshops, HELLERAU ASMR und vieles mehr.
Ort
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden
Online
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 350 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence.
Zur Geschichte:
HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig. Tickets online unter www.hellerau.org
Vorverkauf über das Besucherzentrum im Seitengebäude West
Di, Do, Fr 11 – 18 Uhr
Mi 11 – 16 Uhr
Sa 13 – 18 Uhr
So/Feiertag (01.04. – 31.10.) 11 – 16 Uhr
Telefon: +49 351-264 62 46
Email: ticket@hellerau.org
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